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Baugenehmigungen: Positiver Trend im Wohnungsbau stabilisiert sich
Neues Wohnhaus in Köln-Porz: Die Zahl der genehmigten Wohnungen steigt zu Jahresbeginn 2026, bleibt jedoch weiter unter dem tatsächlichen Bedarf. | Foto: Guido Erbring

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Der Wohnungsbau in Deutschland startet mit einem Zuwachs ins Jahr 2026. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden im Januar 19.500 Wohnungen genehmigt. Das sind 8,4 % mehr als im Vorjahresmonat. Der Neubau entwickelt sich insgesamt positiv. 16.400 genehmigte Wohnungen bedeuten ein Plus von 7,4 %. In neu errichteten Wohngebäuden wurden 16.000 Wohnungen genehmigt, 6,0 % mehr als ein Jahr zuvor.

Einfamilienhäuser und Geschossbau legen zu

Vor allem kleinere Gebäudearten treiben das Wachstum. Einfamilienhäuser kommen auf 3.800 genehmigte Wohnungen (+12,6 %), Zweifamilienhäuser auf 1.200 (+26,1 %). Auch der Geschosswohnungsbau wächst weiter: In Mehrfamilienhäusern wurden 10.500 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 7,1 %. Damit bleibt diese Bauform das Rückgrat des Wohnungsbaus. Deutlich rückläufig ist dagegen der Bereich der Wohnheime mit nur noch 500 genehmigten Wohnungen (-47,6 %).

ZDB: „Der Mangel ist nicht kleiner geworden“

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe bewertet die Entwicklung zurückhaltend. „Der Markt sendet weiter positive Signale, das ist zunächst gut“, sagte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. „Aber wir kommen auch von einem extrem niedrigen Niveau. Insgesamt hatten wir 2024 den tiefsten Wert innerhalb der letzten zehn Jahre. Der Mangel ist nicht kleiner geworden.“ Angesichts des viel größeren Bedarfs seien mindestens 10.000 Genehmigungen pro Monat mehr nötig.

Zudem macht er auf die zeitliche Dimension bei den erforderlichen Fertigstellungen aufmerksam: „Im Einfamilienhausbereich vergehen zwischen Genehmigung und Schlüsselübergabe rund 18 Monate. Was jetzt nicht genehmigt wird, landet in dieser Legislaturperiode nicht mehr auf der Baustelle. Uns läuft die Zeit davon.“

Als zentrale Stellschraube nennt der ZDB die Finanzierung. Zwei Drittel der Wohnungsbauaufträge stammen von privaten Bauherren. Diese würden erst wieder investieren, wenn die Zinsen verlässlich kalkulierbar seien. „Das EH-55-Programm ist ein gutes Instrument, aber der Zinssatz zu instabil und aktuell unattraktiv“, so Pakleppa. Zudem forderte er eine schnelle Kopplung der Sonder-AfA an den EH-55-Standard sowie die zügige Einführung des Gebäudetyps E, um kostengünstigeres Bauen zu ermöglichen.

Bauindustrie: Trend im Geschosswohnungsbau setzt sich fort

Auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sieht erste positive Signale, vor allem im Mehrfamilienhausbau. „Bei den Genehmigungen für den Neubau von Mehrfamilienhäusern […] sehen wir seit 2025 einen vorsichtigen Aufwärtstrend, der sich in diesem Jahr fortsetzen dürfte“, erklärte Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller. „Dies ist ein hoffnungsvoller Start in das Jahr.“

Gleichzeitig bleibt die Lage angespannt, da die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser sich immer noch auf einem historisch sehr niedrigen Niveau bewege. Zusätzliche Risiken ergäben sich aus äußeren Faktoren. Mehr als die Hälfte der Wohnungsbauunternehmen meldete laut Müller zuletzt witterungsbedingte Einschränkungen. Zudem belasten steigende Energiepreise die Branche. „Da rund 40 Prozent des Energieverbrauchs im Baugewerbe auf Diesel entfällt, sind die Unternehmen unmittelbar betroffen“, so Müller.

ifo: Geschäftsklima im Wohnungsbau hellt sich auf

Derweil hat sich die Stimmung im Wohnungsbau weiter verbessert. Das Geschäftsklima stieg laut ifo Institut von minus 20,8 im Januar auf minus 17,6 Punkte im Februar. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage positiver und die Skepsis in den Erwartungen sank deutlich. Die Branche sei aber noch nicht über den Berg, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen: „In den Auftragsbüchern zeigt sich die Belebung bislang kaum.“ Das belegt ein Blick auf die Nachfrage: Der Anteil der Wohnungsbau-Unternehmen, die über zu wenig Aufträge klagen, sank im Februar zwar von 49,8 auf 48,0 Prozent. Gleichzeitig wurden wieder etwas mehr Projekte storniert: Davon sind 11,3 Prozent der Firmen betroffen nach 11,1 Prozent im Vormonat.

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