„Es braucht mehr Investitionssicherheit im Markt“
Die deutsche Wirtschaft steckt weiter in der Krise. Die Flaute wirkt sich auch auf die Bau- und Baumaschinenbranche aus. Welche Voraussetzungen sind für den Aufschwung erforderlich? Im Gespräch mit Christian Stryffeler, Geschäftsführer der Kramer-Werke, geht es um Nachfrageimpulse, Radlader und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Wie ist die aktuelle wirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens?
Stryffeler: Kramer hat sich 2025 in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld gut behauptet. Trotz Sparkurs und spürbarer Branchenschwäche konnten wir in unseren Hauptmärkten – Deutschland, Frankreich, England, Skandinavien und Polen – Marktanteile gewinnen. Die Markteinführung des kompakten Radladers 5045 ist sehr erfolgreich verlaufen und hat sich bereits im ersten Jahr als Bestseller etabliert. Insgesamt sind wir gut ausgelastet und schließen 2025 mit einem soliden Ergebnis ab.
Wie lautet die Prognose für 2026?
Stryffeler: Für 2026 erwarten wir ein Jahr mit Chancen, aber weiterhin hoher Volatilität. Steigende Finanzierungskosten, politische Unsicherheiten und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft bleiben belastende Faktoren. Gleichzeitig dürften Infrastruktur-, Energie- und Netzprojekte sowie der Bedarf an effizienteren Baustellenprozessen schrittweise Nachfrageimpulse liefern. Wir rechnen daher mit einer stabilen Entwicklung und einer moderaten Belebung in Teilen des Marktes, ohne in Euphorie zu verfallen.
Welche Strategie verfolgen Sie beziehungsweise was braucht es für einen Aufschwung?
Stryffeler: Wir halten konsequent Kurs auf Baustellenpraxis und Kundennutzen: kompakte, robuste Maschinen, die auf engen Baustellen wendig sind, Lasten präzise bewegen, Stillstandzeiten minimieren und wirtschaftlich über den gesamten Lebenszyklus arbeiten. Dazu setzen wir auf kontinuierliche Produktpflege, effiziente Service- und Ersatzteilprozesse sowie Assistenzsysteme für mehr Produktivität und Bedienkomfort. Aufbauend auf dem Erfolg des 5045 bringen wir 2026 den 5045T als Teleskopradlader auf den Markt, um zusätzliche Einsatzmöglichkeiten durch mehr Reichweite zu eröffnen. Für einen nachhaltigen Aufschwung braucht es neben technischer Innovationskraft vor allem verlässlichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen und wieder mehr Investitionssicherheit im Markt.
Gedeiht die grüne Branche?
Aktuelle Nachrichten zu den Entwicklungen im GaLa-Bau erfahren Sie in unserem Newsletter.
Hier abonnieren!


Lesen Sie auch:
- Bau-Ausblick 2026: Liebherr investiert in Standorte und Innovationen
- Bau-Ausblick 2026: „Rechnen mit schrittweiser Belebung des Marktes”
- Bau-Ausblick 2026: Echte Reformen jetzt, die Zeit drängt!
- Bau-Ausblick 2026: Der Wettbewerb im GaLaBau nimmt zu
- Bau-Ausblick 2026: „Weniger Neubau, weniger Dachbegrünungen“
- Bau-Ausblick 2026: Finanz-Etats, Kaufverhalten und Wetter spielen eine Rolle
- Bau-Ausblick 2026: "Auch für das kommende Jahr bleiben wir optimistisch"
- Bau-Ausblick 2026: "Das Jahr 2026 betrachten wir ausgesprochen positiv."
Neueste Beiträge:
Meistgelesene Artikel
Jetzt Ausschreibungen finden
Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.


Bau


Dienstleistung


Lieferung
Verwandte Bau-Stichworte:
Top Bau-Stichworte:
Jetzt zum Newsletter anmelden:
Werden Sie Experte im Garten- und Landschaftsbau. Plus: Kommunaltechnik.








