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Gebäudegrün: BuGG-Mitglieder wieder optimistischer

Gebäudegrün: BuGG-Mitglieder wieder optimistischer
Die Politik sollte sich mal wieder dem Klimaschutz und der Klimawandel-Anpassung zuwenden: BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann. | Foto: BuGG

Die deutsche Wirtschaft steckt weiter in der Krise. Die Flaute wirkt sich auch auf den Bau und die grüne Branche aus. Was braucht es für den Aufschwung? Im Gespräch mit Dr. Gunter Mann, Präsident beim Bundesverband GebäudeGrün (BuGG), geht es um Neubauten, Gründächer und Klimawandelanpassung.

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Dr. Mann: Nicht besonders gut, wenn ich den Rückgang der begrünten Dachflächen von 2023 auf 2024 sehe. Nach unseren Ermittlungen wurden im Jahr 2024 etwa neun Millionen Quadratmeter Gründachfläche neu angelegt. Das ist auch schon ganz gut, doch ein Jahr zuvor war es deutlich mehr. Der Rückgang kann teilweise auf die Erfassungsmethode zurückzuführen sein, größtenteils sind die fehlenden Neubauten die Ursache. Weniger Neubau, weniger Dachbegrünungen. Wobei wir bei der Fassadenbegrünung im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 keinen Rückgang zu verzeichnen hatten.

Wie lautet die Prognose für 2026?

Dr. Mann: Wenn ich mich bei den BuGG-Mitgliedern umhöre, tut sich dort doch wieder ein gewisser Optimismus auf. Viele Ausführende sprechen von gut gefüllten Auftragsbüchern. Wir gehen davon aus, dass mit 2025 die Talsohle erreicht wurde und es im Jahr 2026 wieder aufwärts geht.

Welche Strategie verfolgen Sie beziehungsweise was braucht es für einen Aufschwung?

Dr. Mann: Da wir stark vom Neubau abhängen und die meisten Bauauflagen für Gebäudebegrünungen beim Neubau greifen, braucht es mehr neue Gebäude und die Beibehaltung der bisherigen Bauauflagen. Ein Wegfall der Gründachpflichten durch entsprechende Vorgaben in Bebauungsplänen wäre nicht nur eine Katastrophe für den Gründachmarkt, sondern ein weitreichender herber Rückschlag für die Klimawandel-Anpassung unserer überhitzten Städte. Die Politik sollte sich auch mal wieder den Themen Klimaschutz und Klimawandel-Anpassung zuwenden und beides stärker fordern und fördern.

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