Stabil, schick und klimafest: Ortskerngestaltung mit System
Die Gemeinde Ostbevern im östlichen Münsterland hat ihr Ortszentrum aufgepeppt: Weniger Autoverkehr und mehr Platz für Fußgänger soll Handel, Gastronomie und Aufenthaltsqualität stärken. Was die neuen Pflasterflächen betrifft, setzten die Planer auf ein System, das sowohl optisch passt als auch Verkehrsbelastungen standhält.

Ansprüche an den Betonpflasterbelag
„Bisher waren die Flächen mit einem kleinformatigen Betonpflaster befestigt, das über keinerlei Verbundwirkung verfügte“, erläutert Moritz Hillebrand, Fachbereichsleiter im Tiefbauamt der Gemeinde Ostbevern, „entsprechend in Mitleidenschaft gezogen war daher insbesondere die Fahrbahn der Hauptstraße, die neben dem üblichen Lieferverkehr auch regelmäßig von Bussen befahren wird.“ Die Ansprüche an die Belastbarkeit der Verkehrsflächen für die neue Mitte seien daher hoch. „Gefragt war ein Betonpflasterbelag, der einerseits diesen Belastungen dauerhaft standhält und der sich andererseits optisch in das dörfliche Umfeld einfügt, aber dennoch eine gewisse Moderne ausstrahlt“, so Hillebrand.
Pflaster für Fahrbahn, Gehweg und Platz

Die Wahl fiel auf das Pflastersystem „Modula Plus“ aus der Einstein-Pflasterfamilie. Für die Gehwege und Platzbereiche entschieden sich die Planer für Steine im Format 40 mal 20 und 20 mal 20 in einer Dicke von zwölf Zentimetern im Farbton sandbeige. Für die Fahrbahn kamen Steine im Format 30 mal 15 und 15 mal 15 in einer Dicke von 14 Zentimetern im Farbton grau-schwarz zum Einsatz. Aufgrund der sogenannten D-Punkt-Fugentechnik kommt es nach Unternehmensangaben bei diesem System des Herstellers Berding Beton bei der Verlegung der Steine, wenn überhaupt nur zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten.
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Anders als bei vielen anderen Verbundpflastern mit Abstandhalter- oder Verbundnockensystemen, bleibe deshalb der Anteil der Fläche, an dem sich die Steine berühren sehr gering. Die oft übliche Knirschverlegung werde so vermieden, die zur Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge beziehungsweise der Fugenraum würden eingehalten. Dies ermöglicht nach Angaben des Herstellers, dass die Fläche auch dauerhaft ohne Schaden bleibt – auch wenn diese von schwereren Fahrzeugen genutzt wird.
Beitrag zur klimaangepassten Ortsgestaltung

Um Begegnungsverkehr von Bussen und Lkw auf der schmalen Straße zu ermöglichen, wurden Fahr- und Gehwegbereiche höhengleich durch eine Rinne getrennt gebaut. „Der Ellenbogenverband auf der Fahrbahn und der Reihenverband auf den Gehwegen ergibt einen wertigen Gesamteindruck – sowohl Farbgestaltung als auch die Verlegeverbände sorgen für eine Auflockerung der Flächen“, sagt Hillebrand, „außerdem leisten die sanierten Flächen einen Beitrag zur klimaangepassten Ortsgestaltung, denn die Pflastergestaltung wurde so ausgelegt, dass ein wesentlicher Teil der befestigten Gesamtfläche in eigens dafür angelegte Baumscheiben und Beetflächen entwässert.“
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Quelle: Einstein Fugentechnik
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