Alternative Antriebe
Zeppelin: „Erst die Energie, dann die Maschine“
Die Diskussion um den Abschied vom Diesel auf der Baustelle wird intensiv geführt. Doch während über Batterien, Wasserstoff und E-Fuels debattiert wird, rückt für Zeppelin die eigentliche Kernfrage in den Fokus: die Energieversorgung. In einer exklusiven Stellungnahme für bau.bi bezieht Staale Hansen, Direktor für Technologie und Elektrifizierung bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH, klar Position und skizziert die technologieoffene Strategie von Cat.


Dauerhafte stabile keramische Terrassenflächen
SAKRET Hydraulischer Systemaufbau: Denn das Verlegesystem darunter entscheidet über die Langlebigkeit keramischer Außenbelägen.
Im exklusiven Beitrag „Alternative Antriebe: Elektro, Wasserstoff, E-Fuels – was bei Baumaschinen kommt und was nicht“ hat Prof. Dr.-Ing. Frank Will von der Technischen Universität Dresden, Inhaber der Professur für Baumaschinen, die Weichen für die Zukunft der Baumaschinenbranche analysiert.Staale Hansen, Direktor für Technologie und Elektrifizierung bei Zeppelin Baumaschinen, stellt klar: Die größte Herausforderung ist nicht die Entwicklung neuer Maschinen, sondern der Aufbau einer verlässlichen Energieinfrastruktur.
Die zentrale Hürde: Eine gesicherte und flächendeckende Energieversorgung
Staale Hansen teilt grundsätzlich die Einschätzung von Professor Frank Will, dass noch zahlreiche Hürden bestehen. „Die zentrale Frage lautet: Woher soll die Energie kommen, um elektrische Baumaschinen zuverlässig zu betreiben?“, so Hansen. „Solange diese Frage nicht geklärt ist, hilft es nur bedingt, entsprechende Maschinen auf die Baustelle zu bringen.“
Für Zeppelin und Caterpillar ist die Sicherstellung der Energieversorgung der alles entscheidende Schritt. Erst danach könne man sinnvoll diskutieren, welche Antriebstechnologie – ob elektrisch, wasserstoffbasiert oder anders – sich langfristig eigne. Hansen verweist auf zwei zentrale Herausforderungen: die Volatilität erneuerbarer Energien und den Aufbau der Infrastruktur. „Wir müssen Lösungen dafür finden, wie mit Phasen von Energieknappheit, der sogenannten Dunkelflaute, ebenso wie mit Energieüberschüssen umgegangen wird.“ Die Energiespeicherung sei daher neben der reinen Erzeugung eine weitere große Hürde.
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Darüber hinaus brauche es Geduld beim Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. Hansen zieht einen historischen Vergleich: „Als Bertha Benz 1888 von Mannheim nach Pforzheim fuhr, gab es keine Tankstellen. Es dauerte Jahre, bis ein entsprechendes Netz aufgebaut war. Genauso wird auch der Ausbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur Zeit und Geduld erfordern.“
Technologieoffenheit als Strategie: Die richtige Lösung für jede Anwendung

Auf die Frage nach einem favorisierten Antrieb legt sich Caterpillar bewusst nicht fest. „Es gibt nicht die eine universelle Lösung für alle Anwendungen und Einsatzbedingungen“, erklärt Hansen. Baustellen, Maschinenklassen und Einsatzprofile würden sich weltweit ebenso stark unterscheiden wie die Verfügbarkeit von Energie und alternativen Kraftstoffen.
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Daher verfolgt der Hersteller einen breiten Technologiemix:
- Optimierte Dieselmotoren, die zunehmend für alternative Kraftstoffe wie HVO (Hydrierte Pflanzenöle) freigegeben sind.
- Dieselelektrische Lösungen und stufenlose, leistungsverzweigte Getriebe zur Effizienzsteigerung.
- Batterieelektrische Maschinen, vor allem im kompakten Segment und für Anwendungen mit klar definierten Einsatzzeiten oder in emissionssensiblen Bereichen (z. B. im urbanen Raum).
- Wasserstoff, der insbesondere für größere Maschinen und energieintensive Anwendungen großes Potenzial bietet.
„Dabei geht es nicht um ein Entweder-Oder“, betont Hansen, „sondern um die Frage, welche Technologie unter den jeweiligen Bedingungen technisch sinnvoll, wirtschaftlich darstellbar und langfristig skalierbar ist.“
Ganzheitlicher Ansatz und der Ruf an die Politik
Caterpillar betrachtet nicht nur die Maschine selbst, sondern das gesamte Ökosystem. Dazu gehören Konzepte für die Energieerzeugung und -speicherung auf der Baustelle, Lade- und Betankungslösungen sowie digitale Werkzeuge zur Effizienzsteigerung. Ziel sei es, dem Kunden ganzheitliche Lösungen anzubieten, die im realen Baustellenalltag funktionieren und bei denen Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit im Vordergrund stehen.
Die politischen Rahmenbedingungen sind für Hansen klar: „Grundsätzlich ist die Energiewende ein zentraler Rahmen für die weitere Entwicklung.“ Die entscheidende Forderung an die Politik ist, die Voraussetzungen zu schaffen. „Erst wenn tragfähige Lösungen für Energieversorgung und Energiespeicherung verfügbar sind, werden alternative Antriebstechnologien auf Baustellen breiter zum Einsatz kommen.“
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