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Wirtschaft und Politik/

Strabag AG 2025: Bahnbau gleicht Straßenbau-Krise aus

Strabag AG 2025: Bahnbau gleicht Straßenbau-Krise aus
Kompensierte die Schwäche im Straßenbau: Der Bahnbau erwies sich im vergangenen Jahr als wichtiger Umsatzbringer für die Strabag AG. | Foto: Strabag

Die Kölner Strabag AG, Marktführerin im deutschen Verkehrswegebau, hat eine gemischte Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Während die reine Bauleistung von 4,0 auf rund 4,1 Milliarden Euro leicht gesteigert werden konnte, ging der Auftragseingang deutlich von 5,2 auf 4,3 Milliarden Euro zurück. Der Auftragsbestand blieb mit 4,5 Milliarden Euro (+4 Prozent) dennoch auf einem soliden Niveau. Zum Jahresende zählte das Segment Verkehrswegebau 14.706 Beschäftigte, ein Zuwachs von knapp 400 Mitarbeitern.

Ausschreibungsstopp und Rekordtief beim Asphalt

Den starken Rückgang beim Auftragseingang führt das Unternehmen auf einen politisch verursachten Stillstand im Straßenbau zurück. Infolge der Bundestagswahl wurde der Bundeshaushalt 2025 erst im September verabschiedet. Diese Verzögerung habe dringend benötigte Infrastrukturinvestitionen massiv ausgebremst.

Wie der Konzern berichtet, spitzte sich die Lage im Sommer 2025 zu, als öffentliche Auftraggeber zeitweise komplette Ausschreibungsstopps verhängten. In der Folge habe der Asphalteinbau im Jahresverlauf ein historisches Rekordtief erlitten. Dass das Unternehmen dennoch eine positive Gesamtbilanz zieht, liegt laut dem Bericht an der Diversifizierung innerhalb der Infrastruktursparte: Das schwache Straßengeschäft konnte demnach durch großvolumige Aufträge beim Bau von Stromtrassen und Bahn-Infrastrukturprojekten weitgehend kompensiert werden.

Mehr Tempo gefordert - Vergabestau abbauen

Für das laufende Jahr rechnet die Strabag AG mit einer Trendwende im Straßenbau. Dazu bedürfe es aber Tempo vonseiten der Politik. „Die öffentlichen Mittel stehen bereit, nun müssen die Vergabeprozesse beschleunigt werden“, mahnt Christian Hattendorf, Vorstandsmitglied der Strabag AG Deutschland. Nach den zähen Finanzierungsdebatten des Vorjahres erwarte man nun wieder deutlich mehr Bewegung im klassischen Verkehrswegebau.

Kostenrisiken durch Iran-Krieg

Gleichzeitig warnt der Vorstand vor neuen, massiven Kostenrisiken durch geopolitische Konflikte. Der Iran-Krieg führe bereits zu erheblichen Preissteigerungen bei Erdöl und Erdgas. Das schlage direkt auf die Produktionskosten in der Bauwirtschaft durch – vor allem bei treibstoffintensiven Arbeiten und materialseitig bei Bitumen und Gas für die Asphaltproduktion. Ein Andauern des Konflikts werde die Baukosten unweigerlich weiter in die Höhe treiben. Um diesem Risiko zu begegnen, setzt das Unternehmen laut Hattendorf verstärkt auf langfristige Lieferverträge und sucht frühzeitig den Austausch mit Auftraggebern, um partnerschaftliche Lösungen für die Preisdynamik zu finden.

Konzern-Mutter profitiert von internationalen Großprojekten

Während die deutsche Tochtergesellschaft massiv unter der heimischen Haushaltskrise und dem Einbruch im Straßenbau litt, konnte die Strabag SE diese regionalen Schwächen durch ihr breites internationales Portfolio mühelos absorbieren. Tatsächlich meldete die Konzernmutter für 2025 sogar ein historisches Rekordjahr mit einer Gesamtleistung von über 20 Milliarden Euro. Während der Auftragsbestand im deutschen Verkehrswegebau nur um 4 Prozent wuchs, explodierten die künftigen Aufträge auf Konzernebene um 24 Prozent auf über 31 Milliarden Euro – getrieben durch internationale Großprojekte.

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