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Ersatzneubau Talbrücke Sechshelden: Brückenbau an der A45 unter komplexen Bedingungen
Ersatzneubau Talbrücke Sechshelden: Abriss und Neubau bei laufendem Verkehr, mit beengten Platzverhältnissen in Orts- und Hanglage, erforderten eine stimmige und exakte Schalungsplanung. | Foto: Doka

Den Anfang der dreiteiligen Umsetzung macht der Unterbau. Für sämtliche Schalungsleistungen beauftragte die bauausführende Implenia den Schalungsspezialisten Doka, dessen Konzept so überzeugte, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit auch in den weiteren Bauphasen fortgesetzt werden soll.

Ersatzneubau der Talbrücke Sechshelden als Teil des A45-Ausbaus

Wie viele Autobahnbrücken in Deutschland weist auch die Talbrücke Sechshelden an der A45 zwischen Dillenburg und Haiger erhebliche altersbedingte Schäden auf und muss ersetzt werden. Die bestehende Brücke wird deshalb bei laufendem Verkehr abgerissen und neu gebaut – ein Vorhaben mit zahlreichen Herausforderungen.

Das Baufeld liegt unmittelbar am Ortsrand von Sechshelden, teilweise in steiler Hanglage und eingerahmt von einer Bahnlinie, dem Fluss Dill sowie einer Bundesstraße. Diese Lage führt zu äußerst beengten Platzverhältnissen auf der Baustelle.

Die neue Fahrbahn der rund 930 Meter langen Brücke ruht auf 14 Pfeilern pro Fahrtrichtung, mit massiven Fundamenten und hohen Widerlagern. | Foto: Doka
Die neue Fahrbahn der rund 930 Meter langen Brücke ruht auf 14 Pfeilern pro Fahrtrichtung, mit massiven Fundamenten und hohen Widerlagern. | Foto: Doka

Auch die Dimensionen des Bauwerks sind erheblich: Die neue Brücke wird rund 930 Meter lang sein. Die Fahrbahn ruht auf 14 Pfeilern je Fahrtrichtung, mit massiven Fundamenten sowie hohen Widerlagern mit Vouten an den Überbaufeldern. Neben dem konstruktiven Anspruch spielt auch die Oberflächenqualität eine wichtige Rolle – insbesondere bei den aufgeweiteten Pfeilerköpfen mit genau vorgegebener Struktur. Hinzu kommen ein enger Zeitplan sowie logistische Einschränkungen. Schalung, Traggerüst und Sicherheitstechnik müssen in großen Mengen genau zum richtigen Zeitpunkt bereitstehen.

Für Implenia als technischen Federführer der Arbeitsgemeinschaft war früh klar, diese Aufgabe gemeinsam mit Doka umzusetzen. Bereits in der Angebotsphase arbeiteten beide Unternehmen eng zusammen. Die Schalungsspezialisten brachten ihre Erfahrung aus komplexen Infrastrukturprojekten ein – insbesondere im Zusammenspiel von technischen Anforderungen, Logistik und Bauablauf. Schließlich erhielt Doka den Auftrag für sämtliche Schalungsleistungen im Unterbau.

Hohe Sicherheitsanforderungen beim Bau der Brückenfundamente und Pfeiler

Mit Fundamenten, Widerlagern, Stützwänden und Pfeilern war Doka für alle tragenden Bauteile der Talbrücke Sechshelden verantwortlich. Das Leistungsspektrum reichte von technischer Planung und Statik über die Systembereitstellung bis hin zu Fertigservice und Schalungsvormontage.

Die wechselnden Gründungsebenen sowie die Hanglage stellten besondere Anforderungen an die Fundamente. Diese wurden mit der Rahmenschalung Framax Xlife hergestellt. Für sichere Zugänge zu den Arbeitsebenen kamen Grabenbrücken aus dem Modulgerüst Ringlock zum Einsatz.

Sicheres Arbeiten auf allen Ebenen | Foto: Doka
Sicheres Arbeiten auf allen Ebenen | Foto: Doka

Auch die Widerlager erforderten eine präzise Planung. Grund dafür waren zum einen die teilweise sehr geringen Abstände zu Bestandsbauwerken und zur Straße, auf der der Verkehr weiterfließen musste. Zum anderen erreichen die Bauwerke Höhen von bis zu 12 Metern mit anschließenden hohen Stützwänden. Zum Einsatz kam hier die Trägerschalung FF20 mit Top 50 Komponenten, um die gewünschte Brettstruktur im Sichtbeton (SB2) zu erzielen.

Besonders anspruchsvoll waren die Pfeiler. Pro Fahrtrichtung entstehen 14 Vollpfeiler mit rund 8 Meter hohen, muschelartig aufgeweiteten Pfeilerköpfen. Auch hier kamen FF20 und Top 50 Komponenten sowie die Sperrenschalung D22 zum Einsatz. Ergänzt wurde das System durch A-Bock-Bühnen, die auf der engen Baustelle sicheres Arbeiten bei reduziertem Bühnenaufwand ermöglichten.

Maßgeschneiderte Schalungslösung für die Pfeilerköpfe

Eine besondere Herausforderung stellte die Schalung der Pfeilerköpfe dar. Der Bauherr legte großen Wert auf eine präzise Oberflächengestaltung mit eingelegtem Brettspiegel, klaren Sichtbändern und schräg verlaufenden Fugen.

Um dieses anspruchsvolle Schalungsbild umzusetzen, entwickelten die Doka-Ingenieure maßgeschneiderte Formholzkästen mit einer Höhe von 8,50 Metern. Diese verfügten über integrierte Einlegekästen, die ein exaktes Brettraster ermöglichten. Die Elemente wurden vollständig inhouse dreidimensional geplant, modelliert und vormontiert, bevor sie auf die Baustelle geliefert wurden.

Um Zeit und Kosten zu sparen, wurden die großflächigen, vormontierten Schalungseinheiten als Ganzes versetzt. | Foto: Doka
Um Zeit und Kosten zu sparen, wurden die großflächigen, vormontierten Schalungseinheiten als Ganzes versetzt. | Foto: Doka

Jeder Schalungskasten war ein Unikat, abgestimmt auf Geometrie, Fugenbild und Brettstruktur. Gleichzeitig mussten die Konstruktionen so robust ausgeführt werden, dass sie über die gesamte Bauzeit hinweg eingesetzt werden konnten.

Bereits in der Planungsphase entschieden die Projektbeteiligten, die großflächigen Schalungseinheiten von jeweils rund 65 m² komplett zu versetzen. Ein Raupenkran mit hoher Tragfähigkeit und Sondertraverse übernahm diese Aufgabe. Die Lösung erwies sich gegenüber einem Zerlegen und erneuten Aufbau der Schalung als deutlich zeit- und kosteneffizienter. Den Erstaufbau der Kletterschalung und der Pfeilerkopfschalung übernahmen die Spezialisten der Doka-Schalungsvormontage.

Digitale Technologien unterstützen Qualitätssicherung auf der Baustelle

Auch digitale Lösungen kamen beim Brückenbau zum Einsatz. Mit Sensoren des Systems DokaXact Pressure konnte der Betondruck auf die Schalung präzise überwacht werden. Zusätzlich ermöglichte die Temperaturanalyse über Concremote eine kontinuierliche Kontrolle des Aushärtungsverhaltens des Betons.

Montage der Schalungselemente für den Ersatzneubau der Talbrücke Sechshelden: Ein Kran positioniert vormontierte Schalungsteile für die komplexen Pfeilerköpfe. | Foto: Doka
Montage der Schalungselemente für den Ersatzneubau der Talbrücke Sechshelden: Ein Kran positioniert vormontierte Schalungsteile für die komplexen Pfeilerköpfe. | Foto: Doka

Diese digitalen Anwendungen sorgten für zusätzliche Transparenz und Sicherheit in entscheidenden Bauphasen und trugen dazu bei, das komplexe Infrastrukturprojekt effizient umzusetzen.

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Fertigstellung der neuen Talbrücke Sechshelden bis 2030 geplant

Der Ersatzneubau der Talbrücke Sechshelden ist Teil des sechsspurigen Ausbaus der A45. Der Abbruch und Neubau des ersten Teilbauwerks in Fahrtrichtung Frankfurt am Main ist bereits weit fortgeschritten. Im zweiten Bauabschnitt folgen der Rückbau und Neubau des Bauwerks in Richtung Dortmund.

Die vollständige Fertigstellung des Projekts ist derzeit für Mitte 2030 vorgesehen.

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