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Ingenieurbau/

Südschnellweg Hannover: Spezialtiefbau und Nassaushub für neuen Tunnel

Südschnellweg Hannover: Spezialtiefbau und Nassaushub für neuen Tunnel
Die vorbereitenden Arbeiten und die Baugrubensicherung schaffen das technische Fundament für den anstehenden Tunnelbau. | Foto: Hagedorn

Am Südschnellweg in Hannover bereitet Hagedorn nach dem Brückenrückbau den Tunnelbau vor. Hohe Grundwasserstände erfordern im Spezialtiefbau den Einsatz von Nassaushub per Ponton und kontinuierlichen Unterwasserbetonagen. Die Baugrubensicherung erfolgt zudem erschütterungsarm mit Seilsägen im Kampfmittelverdachtsgebiet.

Der Bau des neuen Tunnels am Südschnellweg erfordert umfangreiche Spezialtiefbaumaßnahmen. An den Tunnelenden stoßen die Mineure der beauftragten Hagedorn Gruppe auf anstehendes Grundwasser. Um die Stabilität der Baugrube während der Vorbereitung der Tunnelsohle zu gewährleisten, erfolgt der Erdaushub in diesen Bereichen als Nassaushub. Etwa 35.000 Kubikmeter Material werden dabei mithilfe von Spezialgeräten von schwimmenden Pontons aus gefördert.

Herausforderung Grundwasser: Nassaushub und Unterwasserbeton

Im Anschluss erfolgt die Herstellung der ersten Unterwasserbetonsohle, die als tragende und abdichtende Basis für das spätere Tunnelbauwerk dient. Für einen Bauabschnitt wurden rund 1.600 Kubikmeter Beton mit Pumpen unter Wasser eingebracht.

In einigen Bauabschnitten reichen die Trockenaushubmaßnahmen für den neuen Tunnel bis zu 13,5 Meter unter die Geländeoberkante. | Foto: Hagedorn
In einigen Bauabschnitten reichen die Trockenaushubmaßnahmen für den neuen Tunnel bis zu 13,5 Meter unter die Geländeoberkante. | Foto: Hagedorn

Fachlicher Erfolgsfaktor ist hierbei die Baustellenlogistik: Um riskante Arbeitsfugen zu vermeiden und eine absolut homogene und dichte Betonschicht zu garantieren, muss der Materialfluss beim Einbau durch die Industrietaucher kontinuierlich und ohne Unterbrechungen aufrechterhalten werden.

Präzisionsrückbau im Kampfmittelverdachtsgebiet

Während die Tunnelenden unter Wasser stehen, wurden in anderen Abschnitten rund 55.000 Kubikmeter Boden bis in eine Tiefe von 13,5 Metern trocken ausgehoben. Auf der Südseite der Trasse sichern neu errichtete Schlitzwände die Baugrube. Parallel dazu lief der Rückbau der alten Brückengründungen. Da im Baugrund Verdacht auf Kampfmittel bestand, schieden konventionelle Abbruchmethoden mit starken Erschütterungen teilweise aus. Stattdessen kamen Seilsägen zum Einsatz, die einen präzisen und vor allem erschütterungsarmen Rückbau der Bestandsfundamente ermöglichten.

Baustoffrecycling und Infrastrukturanpassung

Ein Teil des ausgehobenen Materials wird im Sinne einer zirkulären Baustellenlogistik direkt vor Ort wiederverwendet: Etwa 15.000 Kubikmeter Erdreich eigneten sich für die anstehende Dammerweiterung und wurden wieder eingebaut. Auch die umliegende Infrastruktur wird im laufenden Prozess angepasst. So wurde die bestehende Straßenbahntrasse über die Baugrube hinweg in eine neue, begradigte Linienführung verlegt.

Die Luftaufnahme verdeutlicht die Dimensionen und die komplexe innerstädtische Baustellenlogistik am Südschnellweg in Hannover. | Foto: Hagedorn
Die Luftaufnahme verdeutlicht die Dimensionen und die komplexe innerstädtische Baustellenlogistik am Südschnellweg in Hannover. | Foto: Hagedorn

Das Infrastrukturprojekt Südschnellweg, das den Rückbau der alten Hochstraße und den Neubau eines Tunnels umfasst, hat ein Gesamtvolumen von etwa 400 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2030 geplant. Hagedorn setzt im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Südschnellweg seit 2023 zentrale Maßnahmen im Erd-, Rück- und Spezialtiefbau um.

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