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Ingenieurbau/

Brückenbau in Neustadt: Bohrpfahlgründung für neue Straßenüberführung

Brückenbau in Neustadt: Bohrpfahlgründung für neue Straßenüberführung
Um die nötige Tragfähigkeit im schwierigen Baugrund zu erzielen, teuft Echterhoff insgesamt 234 Bohrpfähle ab. | Foto: Echterhoff

Bis Oktober 2026 errichtet Echterhoff in Neustadt am Rübenberge eine Straßenüberführung, die den Bahnübergang Siemensstraße ersetzt. Der Brückenbau über die zweigleisige Strecke erfordert eine anspruchsvolle Bohrpfahlgründung sowie die präzise Montage von 62 Tonnen schweren Fertigteilträgern in eng getakteten Sperrpausen.

Die größte ingenieurtechnische Herausforderung des Infrastrukturprojekts liegt in den lokalen Bodenverhältnissen. Um die Tragfähigkeit für das Brückenbauwerk – bestehend aus zwei Widerlagern und dem Überbau – zu gewährleisten, führt das ausführende Bauunternehmen Gebr. Echterhoff eine umfangreiche Tiefgründung durch. Insgesamt kommen 234 Bohrpfähle mit unterschiedlichen Durchmessern und Längen zum Einsatz. Ein Teil der Pfähle wird geneigt eingebracht, um die horizontalen Lasten abzutragen. Insgesamt summieren sich die Bohrungen auf rund 3.200 laufende Meter. Nach dem Absetzen werden die Pfähle gekappt und direkt in die Fundamentplatten der Bauwerke integriert.

Betonagearbeiten am westlichen Widerlager: Hier werden die Bohrpfähle kraftschlüssig in die Fundamentplatten des Brückenbauwerks integriert. | Foto: Echterhoff
Betonagearbeiten am westlichen Widerlager: Hier werden die Bohrpfähle kraftschlüssig in die Fundamentplatten des Brückenbauwerks integriert. | Foto: Echterhoff

Zur Sicherung der Baugruben wird ergänzend ein Spundwandverbau errichtet. Aufgrund der dichten und widerstandsfähigen Bodenschichten müssen im Vorfeld Lockerungsbohrungen abgeteuft werden, bevor die Spundbohlen erschütterungsarm eingebracht werden können.

Kranhub in der Sperrpause: Montage der Fertigteilträger

Ein technischer Schwerpunkt des Brückenbaus ist die Montage des Überbaus. Innerhalb einer festgesetzten Sperrpause der Bahnstrecke im Mai 2025 wurden elf Fertigteilträger mithilfe eines Großkrans eingehoben. Die Vorfertigung ermöglichte es, die engen Zeitfenster der Streckensperrung optimal zu nutzen. Die Bauteile weisen Einzelmaße von rund 24 Metern Länge und Stückgewichte von jeweils 62 Tonnen auf. Im Nachgang an den Trägereinbau erfolgt die Betonage der Überbauplatte.

Das Baufeld an der Siemensstraße in Neustadt am Rübenberge: Hier entsteht die neue Straßenüberführung, die den bisherigen Bahnübergang ersetzt. | Foto: Echterhoff
Das Baufeld an der Siemensstraße in Neustadt am Rübenberge: Hier entsteht die neue Straßenüberführung, die den bisherigen Bahnübergang ersetzt. | Foto: Echterhoff

Flankiert wird das Bauwerk von zwei neuen Stützwänden, um die neue Straßentrasse dauerhaft und stabil in das bestehende Gelände einzubinden. Eine der Stützwände verläuft parallel zur zweigleisigen Bahnstrecke, die zweite entlang eines benachbarten Gewerbegebiets.

Hintergrund und Zeitplan des Projekts in Neustadt

Mit dem Neubau der Straßenüberführung beseitigen die Deutsche Bahn und die regionalen Projektbeteiligten einen neuralgischen Kreuzungspunkt. Durch die künftige Höhenfreiheit entfallen Wartezeiten für den Straßenverkehr, und die generelle Verkehrssicherheit im Netz wird erhöht.

Das Baufeld an der Siemensstraße in Neustadt am Rübenberge: Hier entsteht die neue Straßenüberführung, die den bisherigen Bahnübergang ersetzt. | Foto: Echterhoff
Das Baufeld an der Siemensstraße in Neustadt am Rübenberge: Hier entsteht die neue Straßenüberführung, die den bisherigen Bahnübergang ersetzt. | Foto: Echterhoff

Der Baubeginn der Maßnahme erfolgte im August 2024. Die Gesamtbauzeit beläuft sich auf rund eineinhalb Jahre, die Verkehrsfreigabe der Straßenüberführung ist für Oktober 2026 vorgesehen. Der Rückbau des alten Bahnübergangs Siemensstraße findet nachfolgend im Dezember 2026 im Rahmen einer separaten Sperrpause durch einen weiteren Auftragnehmer statt.

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