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E-Mining im Steinbruch: Warum Liebherr auf der Steinexpo elektrisch auffährt

E-Mining im Steinbruch: Warum Liebherr auf der Steinexpo elektrisch auffährt
Der Radlader L 580 XPower ist täglich in der Live-Demonstration und auf dem stationären Messestand zu sehen. | Foto: Liebherr

Auf der Demonstrationsmesse Steinexpo 2026 stellt Liebherr den emissionsfreien Materialabbau in den Mittelpunkt. Der Baumaschinenhersteller präsentiert schwere E-Mining-Bagger und vollelektrische Radlader direkt an der Abbauwand. Dabei überzeugen die alternativen Großmaschinen mit hoher Leistung und null lokalen Emissionen.

Liebherr macht es spannend: Auf dem 1.000 Quadratmeter großen Stand will der Hersteller eine noch geheime Weltneuheit zeigen. Weitere Exponate sind der knickgelenkte Muldenkipper TA 230, zwei L 580 XPower-Radlader sowie die beiden Planierraupen-Modelle PR 726 und PR 756 der Generation 8. Zudem zeigt Liebherr den großen Mining-Bagger R 9150 E in einer netzgebundenen elektrischen Version und den mobilen Energiespeicher LPO 600.

Vorab übernimmt der Teleskoplader T 60-9s mit seinem hydrostatischen Antrieb den logistischen Aufbau. Nach Messebeginn wechselt die Maschine als reguläres Exponat auf die Ausstellungsfläche, wo Betreiber die kraftvolle Arbeitshydraulik für den Materialtransport im Detail prüfen können.

Optimierte Beladung per Echtzeit-Wiegesystem

Der Dumper TA 230 und der XPower-Radlader sind den Fachbesuchern bereits von der Steinexpo 2023 bekannt. In diesem Jahr demonstriert der Hersteller die Updates im Bereich der Maschinensteuerung und Sensorik. Die Digitalisierung soll im harten Steinbruchbetrieb für mehr Durchsatz bei gleichzeitig sinkenden Fehlbestellungen sorgen.

Den Radlader L 580 XPower demonstriert der Hersteller im Live-Einsatz mit Reifenschutzketten und Felsschaufel. Der leistungsverzweigte Fahrantrieb kombiniert hydrostatische und mechanische Technik stufenlos, um in allen Ladezyklen maximale Leistung bei hoher Effizienz zu liefern. Um Fehlbeladungen zu vermeiden, verfügt die Maschine über das Liebherr-Wiegesystem mit „Truck Payload Assist“, das eine optimale Schaufelfüllung sicherstellt.

Muldenkipper mit integrierter Wiegeeinrichtung

Liebherr-Highlight auf der Steinexpo 2026: Der Muldenkipper TA 230 Litronic punktet mit Leistung und Geländegängigkeit. | Foto: Liebherr
Liebherr-Highlight auf der Steinexpo 2026: Der Muldenkipper TA 230 Litronic punktet mit Leistung und Geländegängigkeit. | Foto: Liebherr

Beim Materialtransport im anspruchsvollen Gelände setzt Liebherr auf den knickgelenkten Muldenkipper TA 230 Litronic. Der 30-Tonner verfährt 28 Tonnen Nutzlast (18,1 Kubikmeter) mit einem 360-PS-Motor. Für Traktion auf steilen Anstiegen sorgen der permanente 6x6-Allradantrieb und eine automatische Differenzialsperre. Zur Standardausstattung gehören nun eine serienmäßige Wiegeeinrichtung sowie Assistenzsysteme in der schallgedämmten Kabine. Optional lässt sich die Maschine durch Verschleißschutzlösungen an abrasive Bedingungen anpassen.

Planierraupen für digitale Geländemodelle

Die Liebherr-Planierraupe PR 756 kombiniert hohe Motorleistung mit präziser Maschinensteuerung. | Foto: Liebherr
Die Liebherr-Planierraupe PR 756 kombiniert hohe Motorleistung mit präziser Maschinensteuerung. | Foto: Liebherr

Den Erdbau prägen zunehmend digitale Konstruktionsvorgaben. Die 40-Tonnen-Planierraupe PR 756 G8 Litronic arbeitet mit elektronisch geregeltem hydrostatischem Fahrantrieb. Assistenzsysteme wie das Operator Assistance System (OAS) und 3D Grade übersetzen digitale 3D-Geländemodelle direkt in die Maschinensteuerung. Das erleichtert den Fahrern das exakte Feinplanieren bei konstant hoher Schubleistung.

Elektrobagger senkt Wartungskosten

Der Miningbagger R 9150 E verbindet eine beeindruckende Kraftverteilung mit den Vorteilen eines Elektroantriebs. | Foto: Liebherr
Der Miningbagger R 9150 E verbindet eine beeindruckende Kraftverteilung mit den Vorteilen eines Elektroantriebs. | Foto: Liebherr

Der netzgebundene 130-Tonnen-Elektrobagger R 9150 E verdeutlicht den Wandel bei Großgeräten. Die Maschine arbeitet am Einsatzort lokal emissionsfrei. Der größte wirtschaftliche Vorteil für Betreiber: Der Elektromotor benötigt erheblich weniger Verschleißteile als ein klassischer Dieselantrieb. Das reduziert den Wartungsaufwand spürbar, erhöht die Maschinenverfügbarkeit und senkt parallel den Geräuschpegel an der Abbaukante.

Stromversorgung aus dem Container

Das batteriebasierte Energiespeichersystem Liduro Power Port 600 liefet den Strom für elektrische Maschinen in abgelegenen Einsatzgebieten. | Foto: Liebherr
Das batteriebasierte Energiespeichersystem Liduro Power Port 600 liefet den Strom für elektrische Maschinen in abgelegenen Einsatzgebieten. | Foto: Liebherr

Um elektrifizierte Maschinenflotten an Orten mit unzureichender Netzabdeckung zu versorgen, liefert Liebherr den Liduro Power Port 600 (LPO 600). Der mobile, batteriebasierte Speicher stellt eine Kapazität von 564 Kilowattstunden im kompakten 10-Fuß-Container bereit. Mit AC- und DC-Anschlüssen sowie Schnellladetechnik fungiert er als autarke Stromtankstelle für hybride und vollelektrische Anlagen direkt im Steinbruch.

Zwei Motoren werden zu einem

Im Technologie-Pavillon rücken alternative Kraftstoffe wie HVO (hydriertes Pflanzenöl) und wasserstoffbasierte Antriebe in den Fokus. Einen sehr praxisnahen Ansatz zur Ressourcenschonung demonstriert das Remanufacturing-Programm: Die Spezialisten zeigen vor Ort, wie sie aus den Komponenten zweier ausgedienter Verbrennungsmotoren ein technisch neuwertiges Antriebsaggregat zusammensetzen.


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