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Leitungsbau/

Löschwasserversorgung: GFK-Rohre lösen Platzprobleme im Bestand

GFK-Rohre

Löschwasserversorgung unabhängig vom Trinkwassernetz

14.10.2026, 12:11, aktualisiert 14.10.2026, 12:23
ZWEIFLINGEN
Löschwasserversorgung: GFK-Rohre lösen Platzprobleme im Bestand
Die Anlieferung der drei GFK-Elemente DN 3600 erfolgt zeitgleich. Die große logistische Herausforderung besteht in der Koordination der drei Tieflader im sehr beengten Zweiflinger Ortsteil Pfahlbach. | Foto: Amiblu Germany

Im ländlichen Raum führt sinkender Wasserverbrauch oft zu Hygieneproblemen im Trinkwassernetz. Die Gemeinde Zweiflingen entkoppelte daher bei der Sanierung ihrer Wasserversorgung die Löschwasserversorgung vom regulären Netz. Ein unterirdischer GFK-Löschwasserbehälter sichert nun den Brandschutz in beengter Ortslage.


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Die Sanierung von Trinkwasserleitungen ist eine Herausforderung: Neben der technischen Erneuerung spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle.


Um die Trinkwasserversorgung zukunftsfähig aufzustellen, investiert die Gemeinde Zweiflingen rund zwölf Millionen Euro in die Infrastruktur. Im Ortsteil Pfahlbach zeigten Berechnungen, dass die alten Graugussleitungen für den heutigen Verbrauch überdimensioniert waren. Dies führte zu langen Verweilzeiten und hygienischen Risiken. Um die Stagnationszeiten zu verkürzen, wurden die Leitungsquerschnitte im Netz gezielt verringert.

Diese Redimensionierung hatte jedoch direkte Folgen für den Brandschutz. Die schmaleren Rohre hätten im Brandfall nicht mehr die notwendige Wassermenge über die Hydranten liefern können. Planer und Gemeinde entschieden sich daher für eine Entkopplung und den Bau eines eigenständigen Speichers.

Standortwahl für den unterirdischen Löschwasserbehälter

Eine Herausforderung stellte die Suche nach einem geeigneten Baufeld dar. Fachempfehlungen fordern für Löschwasserentnahmestellen in der Regel einen Einsatzradius von maximal 300 Metern um potenzielle Brandstellen. Um zusätzliche Grundstückskäufe zu vermeiden, nutzte die Gemeinde eine eigene, sehr schmal geschnittene Fläche direkt im Ortskern. Aufgrund dieser Platzverhältnisse schieden viele herkömmliche Speichersysteme aus.

In nur drei Stunden sind die drei GFK-Elemente zu einem vollständigen Löschwasserbehälter montiert. | Foto: Amiblu Germany
In nur drei Stunden sind die drei GFK-Elemente zu einem vollständigen Löschwasserbehälter montiert. | Foto: Amiblu Germany

Flexibler Speicher aus GFK-Rohren

Die Wahl fiel auf ein modulares System aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) mit der Nennweite DN 3600 von Amiblu. Die geringe Wandstärke des Materials ermöglicht eine optimale Flächenausnutzung, während die Struktur statisch stark genug ist, um einer Verkehrsbelastung bis Lastklasse SLW 60 standzuhalten.

Der 150 Kubikmeter fassende Behälter besteht aus drei Einzelelementen von jeweils 5,90 Metern Länge. Das vorderste Element ist mit einem Domschacht (DN 1000), einem Lüftungskamin sowie einem Saugrohranschluss ausgestattet. Gespeist wird der Behälter über eine nahegelegene Quelle, wobei ein bestehender Altbehälter für weitere 30 Kubikmeter Stauvolumen integriert wurde.

Schwertransport und Auftriebssicherung

Die werksseitig vorgefertigten Rohrelemente erreichten die Baustelle in einer exakt getakteten Logistikkette per Schwertransport. Ein Autokran hob die GFK-Bauteile innerhalb von nur drei Stunden nacheinander in die fünf Meter tiefe Baugrube, wo sie über Edelstahl-Montagekupplungen verbunden wurden. Für die sichere Lagerung wurde der untere Teil der Grube mit Splitt verfüllt. Den oberen Abschluss bildet Aushubmaterial, das zusätzlich durch ein spezielles Geogitter als Auftriebssicherung stabilisiert wird.

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Quelle: Amiblu

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