GFK-Rohre
Löschwasserversorgung unabhängig vom Trinkwassernetz

Im ländlichen Raum führt sinkender Wasserverbrauch oft zu Hygieneproblemen im Trinkwassernetz. Die Gemeinde Zweiflingen entkoppelte daher bei der Sanierung ihrer Wasserversorgung die Löschwasserversorgung vom regulären Netz. Ein unterirdischer GFK-Löschwasserbehälter sichert nun den Brandschutz in beengter Ortslage.

Grabenlos, hygienisch, effizient: SaniTube erhält KTW-BWGL-Zertifikat
Die Sanierung von Trinkwasserleitungen ist eine Herausforderung: Neben der technischen Erneuerung spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle.
Um die Trinkwasserversorgung zukunftsfähig aufzustellen, investiert die Gemeinde Zweiflingen rund zwölf Millionen Euro in die Infrastruktur. Im Ortsteil Pfahlbach zeigten Berechnungen, dass die alten Graugussleitungen für den heutigen Verbrauch überdimensioniert waren. Dies führte zu langen Verweilzeiten und hygienischen Risiken. Um die Stagnationszeiten zu verkürzen, wurden die Leitungsquerschnitte im Netz gezielt verringert.
Diese Redimensionierung hatte jedoch direkte Folgen für den Brandschutz. Die schmaleren Rohre hätten im Brandfall nicht mehr die notwendige Wassermenge über die Hydranten liefern können. Planer und Gemeinde entschieden sich daher für eine Entkopplung und den Bau eines eigenständigen Speichers.
Standortwahl für den unterirdischen Löschwasserbehälter
Eine Herausforderung stellte die Suche nach einem geeigneten Baufeld dar. Fachempfehlungen fordern für Löschwasserentnahmestellen in der Regel einen Einsatzradius von maximal 300 Metern um potenzielle Brandstellen. Um zusätzliche Grundstückskäufe zu vermeiden, nutzte die Gemeinde eine eigene, sehr schmal geschnittene Fläche direkt im Ortskern. Aufgrund dieser Platzverhältnisse schieden viele herkömmliche Speichersysteme aus.
