Großprofilsanierung
Sammler im Sand und Grundwasser

Starke Schäden, massiver Grundwassereintritt und eine Baustelle mitten im Sand: Die Sanierung des Sonderprofils DN 2000 in der spanischen Metropolregion Barcelona verlangte Mensch und Material alles ab.

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Das betroffene Sonderprofil speist die Kläranlage Gavà i Viladecans, eine Anlage mit einer Kapazität von 64 Millionen Litern pro Tag. Diese Menge entspricht dem Bedarf von rund 300.000 Menschen sowie der damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivität in der Region.
Schadensbild des Sammlers und örtliche Herausforderungen
Der Sammler wies erhebliche Schäden auf. Die Haltung war eingebrochen und stark beschädigt, im Sohlbereich zeigten sich starke Risse. Ein immenser Grundwassereintritt sowie die vorgefundene Bausubstanz stellten alle Beteiligten vor erhebliche Herausforderungen.
Erschwerend kamen die örtlichen Rahmenbedingungen hinzu: Die Baustelle lag mitten im Sand auf einem kaum befahrbaren Weg. Bevor mit der eigentlichen Sanierung begonnen werden konnte, mussten daher zunächst die Zugänge geschaffen werden. Auch der Einbau selbst wurde durch das Grundwasser erschwert. Als Lösung kam eine Abwasserlenkung zum Einsatz, mit der das Wasser des Kanals, das in die Kläranlage geleitet wurde, umgeleitet wurde.
Anspruchsvolle Kanal-Geometrie

Eine besondere Anforderung ergab sich aus der Geometrie des Kanals: Das Profil ist im oberen Bereich rund bis 8 und 4 Uhr ausgebildet und läuft darunter keilförmig schräg zu. Es handelt sich damit um ein echtes Sonderprofil.
Technische Umsetzung und UV-Liner-Einbau
Während der Ausführung stellte sich zudem heraus, dass der ursprünglich beauftragte Kanal mit der Nennweite DN 1980 tatsächlich als DN 2000 vorlag. Nach Angaben des ausführenden Unternehmens lassen sich derartige Abweichungen mit der eingesetzten Technologie zuverlässig bewältigen. Die technische Umsetzung erfolgte mit dem ImpregLiner. Dieser hat eine Wanddicke (WD) von 14 mm, eine Länge von 74 m und ein Gewicht von 12,5 t. Die Aushärtung erfolgte in nur 5 Stunden mit drei Kasro-Jumbokernen (3 x 6 x 2.000 W).
Bauzeit, Baustellenbedingungen und erfolgreicher Ablauf
Die Vorbereitung der Baustelle nahm rund drei Wochen in Anspruch, der Einbau selbst erfolgte innerhalb von zwei Tagen. Während der Arbeiten wurde neben dem Grundwasser auch extremer Staub als erschwerender Faktor genannt. Trotz dieser Bedingungen verlief die Baustelle nach Angaben der Beteiligten sehr gut.
Das Projekt zeigt, dass grabenlose Großprofilsanierung auch unter Bedingungen funktioniert, die alles andere als ideal sind. Nach Einschätzung der Beteiligten sind dafür die passende Technologie sowie ein Team erforderlich, das sich den Herausforderungen gemeinsam stellt.
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