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Regenwassermanagement/

Regenwassermanagement: Hauraton im Reallabor Morgenstadt

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Reallabor Morgenstadt

Smarte Baumbewässerung für klimaresiliente Quartiere

01.08.2026, 07:00, aktualisiert 01.08.2026, 07:40
RASTATT
Regenwassermanagement: Hauraton im Reallabor Morgenstadt
Einbau des Flachtanks Neo | Foto: Hauraton

Die Stadt der Zukunft entwickeln, inmitten von Kommunen und anhand ihrer unmittelbaren Herausforderungen. Das ist das Prinzip der Morgenstadt City Labs. Dabei handelt es sich um Reallabore, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen Systeme für Klimaschutz, Wasserversorgung und Digitalisierung analysieren und verbessern. Initiator ist das Fraunhofer-Netzwerk. Hauraton beteiligt sich als Projektpartner an dem Forschungsprojekt „Integrierte Digitalisierung der Wasserversorgung“ (InDigWa).

Seit November 2025 werden im Wohnbauobjekt der Gewoba im Quartier Gartenstadt Süd in Bremen digitale Lösungen für eine zukunftsfähige Regenwasserbewirtschaftung erprobt. Susanne Schrodi, Produkt Managerin bei Hauraton: „Wir unterstützen die Planung des Regenwassermanagements und liefern die Systeme für Entwässerung, Rückhaltung, Behandlung und Nutzung von Regenwasser. Gemeinsam mit dem Partner RX Watertec setzen wir zudem die sensorbasierte Steuerung der Regenwasserflüsse im Quartier um.“

Für den fachgerechten Einbau des Entwässerungssystem wird der Untergrund vorbereitet. | Foto: Hauraton
Für den fachgerechten Einbau des Entwässerungssystem wird der Untergrund vorbereitet. | Foto: Hauraton

Integriertes Regenwassermanagement im Quartier

Städte stehen vor wachsenden Herausforderungen durch längere Trockenphasen und häufigere Starkregenereignisse. Vor diesem Hintergrund steht in dem Reallabor in der Bremer Gartenstadt Süd das Thema Integriertes Regenwassermanagement im Mittelpunkt. Im Forschungsprojekt InDigWa werden digitale Technologien mit der Nutzung von gereinigtem Regenwasser vernetzt. Insgesamt zehn Partnerfirmen und drei Fraunhofer-Institute arbeiten Seite an Seite für die Wasserversorgung der Zukunft.

Bevor das Filtersubstrat Carbotec 100 eingefüllt wird, wurde das Drainagerohr im Rinnenboden installiert. | Foto: Hauraton
Bevor das Filtersubstrat Carbotec 100 eingefüllt wird, wurde das Drainagerohr im Rinnenboden installiert. | Foto: Hauraton

Susanne Schrodi: „Im Fokus stehen Neubaumpflanzungen mit datenbasierter Bewässerung. Wachstum und Entwicklung dieser Bäume werden mit konventionell bewässerten Bäumen in gleicher Umgebung verglichen, die per Tankwagen versorgt werden. Ziel ist es, belastbare Erkenntnisse für eine zukunftsfähige Begrünung im Quartier zu gewinnen.“ Die technische Grundlage bildet dabei die Nutzung von Niederschlagswasser aus einem 550 m² großen, versiegelten Quartiersparkplatz. Das Wasser wird über 19 Meter der Drainfix Clean Rinnen von Hauraton mit dem Schadstofffilter Carbotec 100 erfasst und gereinigt. Anschließend erfolgt die Speicherung im Flachtank Neo mit einem Volumen von fünf Kubikmetern.

Die Erfahrungen von Hauraton im Regenwassermanagement stellen einen wichtigen Part der Zusammenarbeit dar. Gemeinsam mit der Expertise der weiteren Forschungs- und Projektpartner entsteht ein System, das sämtliche wasserwirtschaftlichen Prozesse digital erfasst und steuert. Regenwasser wird innerhalb dieser Prozesse gezielt gesammelt, behandelt und vor Ort nutzbar gemacht. So lassen sich Trinkwasserressourcen schonen und Abflussspitzen reduzieren.

Regenwasser wird später im Flachtank Neo gespeichert. | Foto: Hauraton
Regenwasser wird später im Flachtank Neo gespeichert. | Foto: Hauraton

Oberflächenfiltration als zentrales Element

Ein wesentlicher Baustein ist das System Drainfix Clean mit Carbotec 100. Das Entwässerungssystem kombiniert Rückhaltung und Behandlung in einem integrierten Aufbau. Schadstoffbelastetes Niederschlagswasser von Verkehrsflächen wird oberflächennah erfasst und durchströmt ein speziell abgestimmtes Filtersubstrat. Als Wirkprinzip ist die leistungsfähige Oberflächenfiltration von großer Bedeutung. Damit werden Schadstoffe wie Schwermetalle oder Mikroplastik an der Oberfläche des Filtermaterials zurückgehalten. Gelöste Stoffe werden durch Adsorption dauerhaft gebunden.

Sauberes Wasser wird im Regenwassertank gespeichert und steht für die bedarfsgerechte Bewässerung neu gepflanzter Bäume zur Verfügung. Es entsteht ein geschlossener, ökologisch sinnvoller Wasserkreislauf im Quartier.

Über den Schacht wird das gespeicherte Regenwasser für die Bewässerung verteilt. | Foto: Hauraton
Über den Schacht wird das gespeicherte Regenwasser für die Bewässerung verteilt. | Foto: Hauraton

Platzsparende Speicherlösung für das Quartier

Der Flachtank Neo aus dem Rewatec Sortiment dient hier als zentrale Speichereinheit. Hierin wird Regenwasser zwischengespeichert für die Nutzung bereitgehalten. Überschüssiges Wasser kann dadurch gedrosselt an die Kanalisation abgegeben werden. Die flache Bauweise reduziert die notwendige Einbautiefe und verringert den Erdaushub deutlich. Das erleichtert die Integration in die bestehenden Flächen und senkt den Aufwand auf der Baustelle. Das bionische Design des Tanks spart Material und sorgt für Stabilität bei geringem Gewicht. Robuste und elastische Tankwände sichern eine dauerhafte Nutzung. So unterstützt die Lösung eine wirtschaftlich sinnvolle und ressourcenschonende Regenwassernutzung direkt vor Ort im Quartier.

Neu gepflanzte Bäume im Quartier werden mit smarter Technologie bewässert. | Foto: Hauraton
Neu gepflanzte Bäume im Quartier werden mit smarter Technologie bewässert. | Foto: Hauraton

Sensorik ermöglicht datenbasierte Steuerung

Elementarer Bestandteil des Projekts ist außerdem der Einsatz moderner Sensorik. Gemeinsam mit RX Watertec wird ein System zur kontinuierlichen Erfassung von Umwelt- und Betriebsdaten umgesetzt: Sensoren messen Bodenfeuchte, Niederschlag und Wasserstände im Speicher. Die Daten werden digital ausgewertet und in die Steuerung der Bewässerung eingebunden. Ergebnis ist eine bedarfsgerechte, standortgenaue Wasserversorgung der Bäume. Die datenbasierte Steuerung schafft Transparenz über den Wasserhaushalt im Quartier. Gleichzeitig ermöglicht sie eine gezielte Optimierung der Bewirtschaftung. Ziel ist es, belastbare Erkenntnisse für klimaresiliente Quartiere zu gewinnen und auf andere Standorte zu übertragen.

Susanne Schrodi, Produktmanagerin bei Hauraton | Foto: Hauraton
Susanne Schrodi, Produktmanagerin bei Hauraton | Foto: Hauraton

Quelle: Hauraton


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