Newsletter abonnieren

Aktuelle Nachrichten zu den Entwicklungen im GaLa-Bau erfahren Sie in unserem Newsletter.
Nachrichten/

Klimaresistente Stadtbäume: VGL-Präsident fordert Reform der Ausschreibungen

Klimaresistente Stadtbäume: VGL-Präsident fordert Reform der Ausschreibungen
Robert Kühn: "Kein kommunal finanzierter Baum darf ohne nachgewiesene Zukunftstauglichkeit ausgeschrieben werden" | Foto: VGL Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt vertrocknet im Regenschatten des Harzes, während in den Amtsstuben der Kommunen noch immer Baumarten nach dem Prinzip „möglichst billig“ ausgeschrieben werden, die dem Klimawandel nicht gewachsen sind. Im exklusiven Interview mit B_I galabau findet Robert Kühn, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Sachsen-Anhalt, deutliche Worte: Er fordert eine radikale Abkehr vom reinen Preiskampf bei öffentlichen Vergaben.

Herr Kühn, Sachsen-Anhalt liegt im Regenschatten des Harzes und leidet unter extremen Trockenperioden. Viele Kommunen schreiben bei Neupflanzungen immer noch Gehölze aus, die den neuen klimatischen Realitäten nicht gewachsen sind. Müssen wir das kommunale Ausschreibungswesen im Land grundlegend reformieren, um klimaresistente ‚Zukunftsbäume‘ zur Pflicht zu machen?

Schluss mit Billig-Pflanzungen: Zukunftstauglichkeit muss Vergabekriterium werden


Anzeige
Regenwasserbehandlung: Fachtagung für zukunftsfähige Schwammstädte

Regenwasserbehandlung: Fachtagung für zukunftsfähige Schwammstädte

Regen.Impulse in München: Fachtagung am 10.11.2026 gibt Architektur- und Planungsbüros Impulse für eine zukunftsfähige Regenwasserbewirtschaftung


Robert Kühn: Ja – jedenfalls sollte das kommunale Ausschreibungswesen so weiterentwickelt werden, dass Klimaanpassung ein verbindliches Beschaffungskriterium wird. Eine pauschale Pflicht zu einer festgelegten Liste von „Zukunftsbäumen“ wäre dagegen zu starr. Sinnvoll wäre ein Verfahren, bei dem Kommunen bei Neupflanzungen nachweisen müssen, dass die ausgewählten Gehölze standortgerecht, trockenheits- und hitzetolerant und langfristig mit den erwartbaren Klimabedingungen vereinbar sind. Dabei sollten auch Boden, Wasserverfügbarkeit, Salzbelastung, Platzangebot und Biodiversität berücksichtigt werden. So würde aus dem Prinzip „möglichst billig pflanzen“ ein Prinzip „über den gesamten Lebenszyklus sinnvoll investieren“. Denn ein Baum, der wegen ungeeigneter Standortwahl nach wenigen Jahren eingeht, ist trotz niedriger Anschaffungskosten keine wirtschaftliche Beschaffung.

Wichtig wäre außerdem, Kommunen nicht mit einer starren Artenliste allein zu lassen. Die Vorgaben könnten vielmehr Qualitäts- und Klimakriterien definieren und regelmäßig anhand neuer Forschung aktualisiert werden. Förderprogramme des Landes könnten diese Standards zusätzlich zur Voraussetzung machen. Kurz gesagt: Nicht unbedingt „Zukunftsbaum X muss gepflanzt werden“, sondern „kein kommunal finanzierter Baum darf ohne nachgewiesene Zukunftstauglichkeit ausgeschrieben werden“. Das würde den Kommunen zugleich genügend Spielraum für unterschiedliche Standorte lassen. Hier arbeiten wir gerade in Berlin/Brandenburg mit der AG Vergabe Baumpflanzung, -pflege gemeinsam mit allen Akteuren an einer Empfehlung für die Vergabe.

Bereits im Frühsommer verhängen erste Landkreise in Sachsen-Anhalt Bewässerungsverbote aus Oberflächengewässern. Wie stark schränkt dies die Fertigstellungspflege und die Gewährleistung Ihrer Mitgliedsbetriebe ein, und welche Lösungen fordert der VGL hier von der Wasserwirtschaft?

Existenzrisiko Bewässerungsverbot: GaLaBau fordert Ausnahmeregelungen und Rechtssicherheit

Kühn: Die zunehmenden Bewässerungsverbote stellen unsere Mitgliedsbetriebe vor erhebliche praktische und wirtschaftliche Herausforderungen. Gerade in der Fertigstellungspflege sind neu angelegte Pflanzungen, Rasenflächen und Gehölze in den ersten Wochen und Monaten auf eine ausreichende Wasserversorgung angewiesen. Fällt diese Möglichkeit aufgrund eines Verbots kurzfristig weg, können unsere Betriebe die notwendige Pflege nicht mehr in dem Umfang sicherstellen, wie es vertraglich vorgesehen ist. Das betrifft unmittelbar auch die Gewährleistung. Unsere Betriebe können nicht für Schäden oder Ausfälle verantwortlich gemacht werden, wenn ihnen aufgrund behördlicher Einschränkungen die notwendige Bewässerung untersagt wird. Hier brauchen wir eine klare rechtliche Abgrenzung und Rechtssicherheit für die ausführenden Unternehmen.

Derzeit muss ich allerdings aus meinem persönlichen Umfeld auch differenzieren: Nach meinen Erfahrungen galten entsprechende Verbote ausdrücklich nicht für die Bewässerung neu gepflanzter Gehölze. Hier haben die Kommunen im Regelfall entsprechende Ausnahmen zugelassen. Das zeigt aus unserer Sicht, dass durchaus pragmatische und differenzierte Lösungen möglich sind, ohne die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung von Pflanzungen grundsätzlich infrage zu stellen. Aus Sicht des VGL Sachsen-Anhalt brauchen wir deshalb einen praxisnahen und differenzierten Umgang mit Bewässerungsverboten. Für die professionelle Pflege von neu angelegten Grünflächen müssen Ausnahmen bzw. Sonderregelungen möglich sein – insbesondere dort, wo eine Bewässerung zur Sicherung bereits investierter Leistungen und zur Vermeidung größerer Schäden zwingend erforderlich ist.

Gleichzeitig setzen wir uns für eine stärkere Nutzung alternativer Wasserquellen wie Regenwasser, Speicheranlagen oder aufbereitetes Wasser ein. Dafür müssen entsprechende Infrastrukturen geschaffen und Genehmigungsverfahren praktikabel gestaltet werden.

Unser Ziel ist ausdrücklich nicht, Wasserressourcen zu verschwenden. Es geht vielmehr um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser und darum, für die besonders sensible Phase der Fertigstellungspflege eine verlässliche und rechtssichere Lösung zwischen Wasserwirtschaft, Behörden, Auftraggebern und ausführenden Betrieben zu schaffen.

Das Vergabegesetz in Sachsen-Anhalt soll faire Bedingungen schaffen. In der Praxis dominiert bei kommunalen Aufträgen jedoch fast immer der billigste Preis anstelle des wirtschaftlich und ökologisch besten Angebots. Wo muss das Land ansetzen, damit Tarifbindung und Fachqualität bei öffentlichen Vergaben endlich belohnt werden?

Qualitäts- statt Dumping-Zuschlag: Tarifbindung muss in die Wertung einfließen

Kühn: Entscheidend ist, dass das Land den Preis nicht zum alleinigen Maßstab macht. Das Vergaberecht lässt schon heute die Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien zu; bei ungewöhnlich niedrigen Angeboten müssen zudem Arbeits- und Sozialstandards geprüft werden. Das Landesrecht Sachsen-Anhalt sollte deshalb bei kommunalen Vergaben verbindlicher werden: Tarifbindung, faire Löhne, Fachkräftequalität, Ausbildungsleistung und ökologische Standards müssen als echte Zuschlagskriterien mit einem nachvollziehbaren Gewicht in die Bewertung eingehen. Wer gute Arbeitsbedingungen bietet und qualifizierte Beschäftigte einsetzt, darf gegenüber einem Dumpingangebot nicht automatisch das Nachsehen haben.

Dazu braucht es klare Mustervergaben und einfache Bewertungsmatrizen für die Kommunen, damit soziale und ökologische Kriterien nicht aus Angst vor vergaberechtlichen Fehlern weggelassen werden. Gleichzeitig sollten extrem niedrige Angebote konsequent auf ihre Plausibilität und die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards geprüft werden. Öffentliche Aufträge sind mit Steuergeld bezahlt.

Deshalb sollte nicht das billigste, sondern das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag bekommen – über den gesamten Lebenszyklus betrachtet.

Das würde Tarifbindung und Qualität belohnen und zugleich verhindern, dass Unternehmen, die auf gute Arbeit und Nachhaltigkeit setzen, durch Lohndumping aus dem Wettbewerb gedrängt werden.

Im Mitteldeutschen Revier fließen Milliarden Euro in den Strukturwandel. Haben Sie das Gefühl, dass das Geld ausreichend in grüne Infrastruktur und lebenswerte Städte investiert wird, oder fließt zu viel in reine Industrieansiedlungen und grauen Beton?

Strukturwandel im Revier: Kein wirtschaftlicher Erfolg ohne lebenswertes Grün

Kühn: Der Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier bietet eine große Chance – und diese Chance sollte nicht allein darin bestehen, neue Industrie anzusiedeln. Natürlich brauchen wir Arbeitsplätze, Wertschöpfung und starke Unternehmen in der Region. Aber genauso wichtig ist die Frage, wie lebenswert unsere Städte und Gemeinden in Zukunft sind. Aus meiner Sicht müssen deshalb grüne Infrastruktur, Stadtbäume, Parks, Grünzüge, entsiegelte Flächen und eine klimaangepasste Gestaltung von Straßenräumen von Anfang an Bestandteil der Strukturwandelprojekte sein. Das ist kein „Nice-to-have“, sondern eine Investition in Lebensqualität, Gesundheit und die Widerstandsfähigkeit unserer Kommunen gegenüber Hitze und Starkregen.

Wir sollten deshalb Industrie und grüne Infrastruktur nicht gegeneinander ausspielen. Beides gehört zusammen. Ein moderner Wirtschaftsstandort braucht attraktive Städte, qualitätsvolle Freiräume und ein Umfeld, in dem Menschen gerne leben und arbeiten. Entscheidend ist, dass bei den Milliarden des Strukturwandels nicht nur in Gebäude und Straßen investiert wird, sondern auch in das Grün dazwischen. Genau dort sehe ich noch erhebliches Potenzial.

Sachsen-Anhalt ist berühmt für das Gartenreich Dessau-Wörlitz und das Netzwerk ‚Gartenträume‘. Der Klimastress setzt den alten Baumbeständen massiv zu, doch der Denkmalschutz ist oft streng. Wie lässt sich der Spagat zwischen historischer Treue und dem notwendigen Umbau hin zu klimaresistenten Parks lösen?

Gartendenkmalpflege im Klimastress: Denkmalschutz darf kein Stillstand sein

Kühn: Ich glaube, dass wir hier keinen Gegensatz zwischen Denkmalschutz und Klimaanpassung aufbauen dürfen. Beides muss zusammen gedacht werden. Das Gartenreich Dessau-Wörlitz und die Gartenträume sind ein Stück unserer Geschichte und unserer Identität – und genau deshalb müssen wir dafür sorgen, dass diese Anlagen auch in Zukunft erhalten bleiben. Dabei geht es nicht darum, historische Parks einfach „umzubauen“ oder ihren Charakter zu verändern. Vielmehr brauchen wir einen behutsamen, fachlich fundierten Umgang mit dem Bestand.

Dazu gehören beispielsweise eine standortgerechte Auswahl klimaresilienter Gehölze, eine stärkere Nutzung von Regenwasser, angepasste Bewässerungskonzepte und eine größere Vielfalt bei der Nachpflanzung. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass Denkmalschutz nicht zum Stillstand führen darf. Wenn ein historischer Baum aufgrund der veränderten klimatischen Bedingungen nicht mehr zukunftsfähig ist, müssen wir gemeinsam mit Denkmalpflege, Landschaftsarchitekten und Fachbetrieben nach Lösungen suchen, die den historischen Charakter möglichst bewahren und gleichzeitig die Zukunft des Parks sichern. Wir sollten dabei auch den Mut haben, neue Wege zu gehen und wissenschaftliche Erkenntnisse stärker einzubeziehen. Klimaanpassung bedeutet nicht, Geschichte aufzugeben – sie bedeutet, Verantwortung dafür zu übernehmen, dass wir diese Geschichte auch an die nächste Generation weitergeben können.

Der Fachkräftemangel is spürbar, und gleichzeitig konzentriert Sachsen-Anhalt die gärtnerischen Berufsschulklassen auf wenige Standorte. Wie attraktiv ist die Ausbildung für einen Jugendlichen aus der Altmark noch, wenn er für die Berufsschule quer durch das Bundesland reisen muss?

Weite Wege für Azubis: Berufliche Bildung im ländlichen Raum sichern

Kühn: Ich sehe hier vor allem eine gemeinsame Aufgabe: Wir müssen die Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau auch für junge Menschen aus der Altmark attraktiv und erreichbar halten. Die Konzentration der Berufsschulklassen auf wenige Standorte kann organisatorisch nachvollziehbar sein, darf aber nicht dazu führen, dass die Wege für Auszubildende unnötig lang werden. Gerade in ländlichen Regionen ist eine gute Erreichbarkeit ein wichtiger Bestandteil attraktiver Ausbildung.

Gleichzeitig bietet die Bündelung auch die Chance, an den verbleibenden Standorten ein hochwertiges und zukunftsorientiertes Bildungsangebot zu schaffen. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass wir hier gemeinsam gute Lösungen finden – zwischen Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben, Politik und den zuständigen Stellen. Wenn wir junge Menschen für den Garten- und Landschaftsbau begeistern wollen, müssen wir ihnen zeigen, dass dieser Beruf Zukunft hat und dass die Rahmenbedingungen stimmen. Unser Ziel sollte deshalb sein, beides miteinander zu verbinden: starke Berufsschulstandorte und möglichst gute, praktikable Bedingungen für die Auszubildenden aus allen Regionen Sachsen-Anhalts – auch aus der Altmark.

Der grüne Wirtschaftssektor und Klimaanpassungsmaßnahmen hängen stark von Landesförderprogrammen und politischem Rückhalt ab. Welche Kernforderungen stellt der VGL an die aktuelle Landesregierung, um sicherzustellen, dass die Anpassung unserer Städte an den Klimawandel nicht im bürokratischen Dickicht oder in Haushaltsdebatten steckenbleibt?

Entbürokratisierung und Kontinuität: Das sind die VGL-Forderungen an das Land

Kühn: Aus Sicht des VGL muss Klimaanpassung als langfristige Gemeinschaftsaufgabe verstanden werden – und zwar nicht nur in den Städten, sondern ausdrücklich auch in unseren Gemeinden und im ländlichen Raum. Unsere Kernforderung an die Landesregierung ist deshalb, verlässliche und auskömmliche Förderprogramme zu schaffen, die Kommunen Planungssicherheit geben und gleichzeitig mit deutlich weniger Bürokratie auskommen. Klimaanpassung braucht Kontinuität statt kurzfristiger Förderperioden. Maßnahmen wie zusätzliche Grünflächen, klimaangepasste Bäume und Gehölze, Entsiegelung, Begrünung oder ein nachhaltiges Wassermanagement wirken über Jahrzehnte und müssen entsprechend langfristig unterstützt werden.

Dabei darf der Blick nicht ausschließlich auf die größeren Städte gerichtet sein. Gerade kleinere Gemeinden stehen vor den gleichen Herausforderungen, verfügen aber häufig über deutlich geringere personelle und finanzielle Kapazitäten.

Deshalb brauchen wir einfache, praxistaugliche Förderbedingungen und eine stärkere Unterstützung der kommunalen Ebene. Der VGL Sachsen-Anhalt bringt sich dabei bereits aktiv in die Diskussion ein.

Über den Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und die Initiative „Grün in die Stadt“ werden konkrete Lösungsansätze für eine klimaangepasste und lebenswerte Stadt und Gemeinde entwickelt und in die politische Diskussion eingebracht. Dabei geht es uns ausdrücklich nicht nur darum, Probleme zu benennen, sondern aufzuzeigen, welche Maßnahmen vor Ort funktionieren und wie diese auch politisch und finanziell unterstützt werden können.

Der grüne Wirtschaftssektor verfügt über ein enormes Fachwissen und praktische Erfahrung. Dieses Wissen muss stärker in politische Entscheidungen einfließen. Wir wollen deshalb den Dialog mit Politik und Kommunen weiter intensivieren und unsere Erfahrungen aus der Praxis dort einbringen, wo die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Unser Ziel ist klar: Klimaanpassung darf weder am bürokratischen Aufwand noch an fehlenden finanziellen Spielräumen scheitern. Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit aus guten Ideen konkrete Maßnahmen werden – in der Großstadt genauso wie in der kleinen Gemeinde und im ländlichen Raum.

In Sachsen-Anhalt erzielt die AfD bei Wahlen historisch starke Ergebnisse und stellt im Landtag eine einflussreiche Fraktion. Schaut man in deren agrar- und wirtschaftspolitische Konzepte, stehen oft der Abbau von Umweltauflagen und eine Skepsis gegenüber öffentlich finanzierten Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsprojekten im Fokus. Welche konkreten Folgen befürchten Sie für den GaLaBau in Sachsen-Anhalt, wenn Gelder für den ökologischen Stadtumbau, für grüne Infrastruktur oder für Landesgartenschauen zugunsten anderer Haushaltsposten drastisch gekürzt würden?

Investition statt Luxus: Grüne Infrastruktur vermeidet zukünftige Schäden

Kühn: Für den GaLaBau wären drastische Kürzungen bei der grünen Infrastruktur, beim ökologischen Stadtumbau oder bei Landesgartenschauen ein deutliches Signal in die falsche Richtung. Es geht dabei nicht nur um einzelne Förderprogramme, sondern um die Frage, wie wir unsere Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt zukunftsfähig gestalten.

Gedeiht die grüne Branche?

Aktuelle Nachrichten zu den Entwicklungen im GaLa-Bau erfahren Sie in unserem Newsletter. Hier abonnieren!

Datenschutzhinweise
Newsletter Anmeldung
Newsletter Anmeldung

Der GaLaBau ist ein wichtiger Partner, wenn es darum geht, Hitze in Städten zu reduzieren, Regenwasser zurückzuhalten, Bäume und Grünflächen zu entwickeln und öffentliche Räume lebenswerter zu machen. Werden solche Investitionen zurückgefahren, trifft das deshalb nicht nur unsere Unternehmen, sondern auch die Kommunen und letztlich die Bürgerinnen und Bürger.

Gleichzeitig möchte ich die Diskussion nicht auf Parteipolitik reduzieren. Wir brauchen eine sachliche Debatte darüber, welche Maßnahmen tatsächlich einen nachhaltigen Nutzen bringen und wie öffentliche Mittel möglichst wirksam eingesetzt werden können. Aus meiner Sicht darf Klimaanpassung dabei nicht als Luxus verstanden werden. Ein gesunder Baumbestand, entsiegelte Flächen, funktionierende Grünanlagen und ein intelligentes Regenwassermanagement sind ganz konkrete Investitionen in die Zukunft unserer Städte. Auch Landesgartenschauen können dabei weit mehr sein als eine kurzfristige Veranstaltung. Richtig geplant, können sie Impulse für dauerhafte Stadtentwicklung, Tourismus, regionale Wertschöpfung und eine moderne grüne Infrastruktur geben. Deshalb sollte man nicht zuerst fragen, was man streichen kann, sondern welche Investitionen langfristig Kosten vermeiden und Lebensqualität sichern. Für den GaLaBau bedeutet das: Wir brauchen verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine kontinuierliche Investitionsbereitschaft. Denn grüne Infrastruktur entsteht nicht von heute auf morgen – sie braucht Planung, Fachkräfte, Unternehmen und vor allem langfristige Perspektiven.

Neueste Beiträge:

Weitere Beiträge

1
2
3

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.

Bauleistungen
Bauleistungen

Bau

Dienstleistungen
Dienstleistungen

Dienst­leistung

Lieferleistungen
Lieferleistungen

Lieferung

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie passende Bundesländer aus.

Ausschreibungs-Radar
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Verwandte Bau-Themen:

Jetzt zum Newsletter anmelden:

Werden Sie Experte im Garten- und Landschaftsbau. Plus: Kommunaltechnik.

Weitere Newsletter und Informationen

Bauwirtschaft und Baupolitik. Plus: Hoch-, Tief- und Straßenbau
Garten- und Landschaftsbau
Unterirdische Infrastruktur: Leitungsbau, Kanalsanierung und Co

Hier finden Sie Hinweise zum Datenschutz