Personalie
Jürgen Oyen neuer Präsident der Bauindustrie Niedersachsen-Bremen

Die Bauindustrie Niedersachsen-Bremen hat einen neuen Präsidenten: Jürgen Oyen, Vorstand der Zech Bau SE, übernimmt das Amt. Angesichts schleppender Genehmigungsverfahren und stockender Mittelabrufe verlangt der Verband von der Politik spürbare Erleichterungen, um Bauprojekte zügiger umzusetzen.

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Die Mitgliederversammlung der Bauindustrie Niedersachsen-Bremen hat Jürgen Oyen einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Der amtierende Vorstand der Bremer Zech Bau SE, die erst kürzlich im Rahmen eines Asset Deals wesentliche Teile der insolventen Karrié Baugesellschaften übernommen hat, engagiert sich bereits seit Jahren im Bauindustrieverband und vertritt künftig die strategischen und wirtschaftlichen Interessen der regionalen Bauwirtschaft.
Forderung nach Bürokratieabbau und schnelleren Baugenehmigungen
Für Bauunternehmen, ausschreibende Stellen und Planer drängt die Zeit. Die aktuellen branchenpolitischen Herausforderungen in Niedersachsen und Bremen sind immens. Hauptgeschäftsführer Jörn P. Makko benennt die strukturellen Probleme deutlich: Planungs- und Genehmigungsverfahren dauern zu lange, kommunale Verwaltungen sind personell unterbesetzt und zugesagte Sondermittel erreichen die Baustellen nur mit Verzögerung. Der Verband fordert von der Politik daher einen deutlichen Abbau bürokratischer Hürden und mehr Tempo bei der Umsetzung von Infrastruktur- und Hochbauprojekten.
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Oyen selbst unterstreicht die systemrelevante Rolle der Branche: „Die Bauindustrie ist das Fundament, auf dem Wirtschaft und Gesellschaft stehen.“ Dies gelte gleichermaßen für die Schaffung von Wohnquartieren, den Straßenbau sowie die Errichtung von Seehäfen.
Baupolitik: Bezahlbarer Wohnraum als Ziel
Im Anschluss an die formelle Versammlung diskutierten rund 300 Gäste auf dem Sommerfest des Bauindustrieverbandes in Bremen über Lösungsansätze für die aktuellen Branchenherausforderungen. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, signalisierte in seiner Gastrede Kooperationsbereitschaft. Die Bauwirtschaft sei ein unverzichtbarer Partner, um wohnungspolitische Ziele zu erreichen. Die Prioritäten des Ministeriums liegen demnach aktuell auf der Förderung von bezahlbarem Wohnraum, der Vereinfachung von Bauvorschriften sowie der konsequenten Begrenzung der Baukosten.
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