Hightech-Beton von Heidelberg Materials schützt Hamburgs Speicherstadt
Hamburgs berühmteste Kulisse steht unter Druck: Die historische Speicherstadt kämpft mit Schäden an ihren Kaimauern – verursacht durch steigenden Tidehub, Alter und extreme Belastungen. Jetzt wird eines der wichtigsten Wahrzeichen der Hansestadt mit modernster Technik fit für die Zukunft gemacht. Bei einer anvisierten weiteren Nutzungsdauer von zirka 80 Jahren sind die Anforderungen an Planung, Bauausführung und Material enorm. Deshalb kommt eine speziell entwickelte Betonrezeptur für Wasserbauwerke von Heidelberg Materials zum Einsatz.


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Die Speicherstadt ist das Herzstück der Freien und Hansestadt Hamburg und gehört als größtes zusammenhängendes Denkmalensemble der Stadt seit 2015 zum UNESCO-Welterbe. Doch die Speicherstadt ist über 100 Jahre alt und an vielen Stellen zeigt die Kaimauer am Kehrwieder altersbedingte Abnutzungserscheinungen und Sch äden. Bei einer anvisierten weiteren Nutzungsdauer von zirka 80 Jahren sind die Anforderungen an die Planung, Ausschreibung, Bauausführung und den Beton sehr hoch. Daher wurde die Kaimauer mit Hilfe einer speziellen Betonrezeptur für Wasserbauwerke von Heidelberg Materials saniert.
Extrembelastung im Wasserbau: Tidehub, Frost und Schiffsverkehr als Risiko
Wasserbauwerke aus Beton müssen extremen Belastungen standhalten: Wasserdruck, mechanische Beanspruchungen durch Schiffe sowie Frost und Tausalz wirken dauerhaft auf die Konstruktion ein – wie bei der Speicherstadt in Hamburg. Sie gehört als größtes zusammenhängendes Denkmalensemble der Stadt seit 2015 zum Unesco-Welterbe. Doch die Speicherstadt ist über 100 Jahre alt und an vielen Stellen zeigt die Kaimauer am Kehrwieder altersbedingte Abnutzungserscheinungen und Schäden. Wesentliche Gründe für die entstandenen Schäden sind der höhere Wasserdruck infolge des sich seit Jahrzehnten verändernden Tidehubs. Die Kaimauern weisen Risse auf, und ihr Mauerwerk ist in Teilen großflächig stark beschädigt. Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen der Freien und Hansestadt Hamburg hat als Bauherr die ReGe Hamburg mit dem umfassenden Projektmanagement für die Sanierung der Kaimauern in der Speicherstadt beauftragt. Die Wasserbauarbeiten übernahm das traditionsreiche Hamburger Unternehmen Holst.
Kaimauer-Sanierung in Hamburg: Spundwand sichert die Uferlinie dauerhaft

Die ursprüngliche Uferwand aus dem späten 19. Jahrhundert sowie eine Überbauung aus den 1960er-Jahren wiesen im Rahmen einer Bauwerksprüfung erhebliche Defizite auf. Um die Sicherheit der Uferlinie und der darüberliegenden Gebäude zu gewährleisten, wurde eine neue, vorgesetzte Spundwand errichtet. Diese zeitgemäße Konstruktion übernimmt nun die Ufersicherung, während die beiden alten Wände außer Funktion gesetzt wurden.
Spundwand und Mikropfähle: Tragkonstruktion für steigende Lasten
Insgesamt ragen die Spundbohlen etwa sechs Meter aus dem Boden heraus und bilden die Tragkonstruktion der neuen Kaimauer. Zur Aufnahme der erhöhten Lasten durch den über die Jahre gestiegenen Tidehub wurden die Spundwandprofile statisch verstärkt. Zusätzlich stabilisieren 126 Mikropfähle als Schräganker die Konstruktion, indem sie die Kräfte in den Baugrund ableiten. Eine Gurtung- und Stahlkonstruktion verbindet Spundwand und Anker statisch miteinander.
750 Kubikmeter Spezialbeton für den Wasserbau in der Speicherstadt

Luftporenbeton C35/45: Schutz vor Frost und Tausalz im Hafenbau

Digitale Baustelle im Einsatz: Betonlieferung per App in Echtzeit gesteuert

Die Absperrung des Bereichs vor der Kaimauer ermöglichte es, dort Betonpumpen und Betoniereinrichtungen von Heidelberg Materials aufzustellen, so dass auf das ursprünglich geplante Betonieren von der Wasserseite verzichtet werden konnte. Zusätzlich wurde die App On Site von Heidelberg Materials auf der Baustelle verwendet: Der Beton wurde per App bestellt, und der gesamte Lieferprozess konnte in Echtzeit verfolgt werden – von der Beladung der Betonmischer über deren Standort bis zur Ankunft auf der Baustelle.
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Betonsanierung in der Speicherstadt in Hamburg auf einen Blick
Projekt | Sanierung der Kaimauer am Kehrwieder, Hamburg |
Auftraggeber | Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen, Freie und Hansestadt Hamburg |
Bauunternehmen | Holst (GmbH & Co. KG), Hamburg |
Beton | 750 m³ C35/45 (LP), XC4, XF4, XD3, XS3, XA2 Heidelberg Materials Beton DE GmbH, Hamburg |
Betonpumpen | Heidelberger Betonpumpen, Heidelberg Materials Beton DE GmbH, Hamburg |
Rezepturentwicklung & Qualitätsüberwachung | Betotech Baustofflabor GmbH |
Zement | "evoBuild" CEM III/B 42,5 N (na), GWP ≤ 500 kg CO2-Äq./t, CCC Klasse D, Heidelberg Materials, Werk Hannover |
Fertigstellung | 2026 |
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