Newsletter abonnieren

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.

Newsletter Anmeldung
B_Ibaumagazin

Hightech-Beton von Heidelberg Materials schützt Hamburgs Speicherstadt

Hamburgs berühmteste Kulisse steht unter Druck: Die historische Speicherstadt kämpft mit Schäden an ihren Kaimauern – verursacht durch steigenden Tidehub, Alter und extreme Belastungen. Jetzt wird eines der wichtigsten Wahrzeichen der Hansestadt mit modernster Technik fit für die Zukunft gemacht. Bei einer anvisierten weiteren Nutzungsdauer von zirka 80 Jahren sind die Anforderungen an Planung, Bauausführung und Material enorm. Deshalb kommt eine speziell entwickelte Betonrezeptur für Wasserbauwerke von Heidelberg Materials zum Einsatz.

Sanierung der Hamburger Speicherstadt: Hightech-Beton sichert Kaimauer für 80 Jahre
Die Kaimauer Speicherstadt in Hamburg zeigt an vielen Stellen altersbedingte Abnutzungserscheinungen. | Foto: Heidelberg Materials AG I Sebastian Engels

Anzeige
Warum Bauunternehmen ihr Dokumentenmanagement neu denken

Warum Bauunternehmen ihr Dokumentenmanagement neu denken

Digitale Bauakten, automatisierte Rechnungen und KI: Ein DMS kann Dokumente bündeln, Prozesse beschleunigen und Bauprojekte übersichtlicher machen.


Die Speicherstadt ist das Herzstück der Freien und Hansestadt Hamburg und gehört als größtes zusammenhängendes Denkmalensemble der Stadt seit 2015 zum UNESCO-Welterbe. Doch die Speicherstadt ist über 100 Jahre alt und an vielen Stellen zeigt die Kaimauer am Kehrwieder altersbedingte Abnutzungserscheinungen und Schäden. Bei einer anvisierten weiteren Nutzungsdauer von zirka 80 Jahren sind die Anforderungen an die Planung, Ausschreibung, Bauausführung und den Beton sehr hoch. Daher wurde die Kaimauer mit Hilfe einer speziellen Betonrezeptur für Wasserbauwerke von Heidelberg Materials saniert.

Extrembelastung im Wasserbau: Tidehub, Frost und Schiffsverkehr als Risiko

Wasserbauwerke aus Beton müssen extremen Belastungen standhalten: Wasserdruck, mechanische Beanspruchungen durch Schiffe sowie Frost und Tausalz wirken dauerhaft auf die Konstruktion ein – wie bei der Speicherstadt in Hamburg. Sie gehört als größtes zusammenhängendes Denkmalensemble der Stadt seit 2015 zum Unesco-Welterbe. Doch die Speicherstadt ist über 100 Jahre alt und an vielen Stellen zeigt die Kaimauer am Kehrwieder altersbedingte Abnutzungserscheinungen und Schäden. Wesentliche Gründe für die entstandenen Schäden sind der höhere Wasserdruck infolge des sich seit Jahrzehnten verändernden Tidehubs. Die Kaimauern weisen Risse auf, und ihr Mauerwerk ist in Teilen großflächig stark beschädigt. Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen der Freien und Hansestadt Hamburg hat als Bauherr die ReGe Hamburg mit dem umfassenden Projektmanagement für die Sanierung der Kaimauern in der Speicherstadt beauftragt. Die Wasserbauarbeiten übernahm das traditionsreiche Hamburger Unternehmen Holst.

Kaimauer-Sanierung in Hamburg: Spundwand sichert die Uferlinie dauerhaft

Um die Sicherheit der Uferlinie und der darüberliegenden Gebäude zu gewährleisten, wurde eine neue, vorgesetzte Spundwand errichtet. | Foto: Heidelberg Materials AG I Sebastian Engels
Um die Sicherheit der Uferlinie und der darüberliegenden Gebäude zu gewährleisten, wurde eine neue, vorgesetzte Spundwand errichtet. | Foto: Heidelberg Materials AG I Sebastian Engels

Die ursprüngliche Uferwand aus dem späten 19. Jahrhundert sowie eine Überbauung aus den 1960er-Jahren wiesen im Rahmen einer Bauwerksprüfung erhebliche Defizite auf. Um die Sicherheit der Uferlinie und der darüberliegenden Gebäude zu gewährleisten, wurde eine neue, vorgesetzte Spundwand errichtet. Diese zeitgemäße Konstruktion übernimmt nun die Ufersicherung, während die beiden alten Wände außer Funktion gesetzt wurden.

Spundwand und Mikropfähle: Tragkonstruktion für steigende Lasten

Insgesamt ragen die Spundbohlen etwa sechs Meter aus dem Boden heraus und bilden die Tragkonstruktion der neuen Kaimauer. Zur Aufnahme der erhöhten Lasten durch den über die Jahre gestiegenen Tidehub wurden die Spundwandprofile statisch verstärkt. Zusätzlich stabilisieren 126 Mikropfähle als Schräganker die Konstruktion, indem sie die Kräfte in den Baugrund ableiten. Eine Gurtung- und Stahlkonstruktion verbindet Spundwand und Anker statisch miteinander.

750 Kubikmeter Spezialbeton für den Wasserbau in der Speicherstadt

Für die Kaimauer wurden rund 750 Kubikmeter Spezialbeton nach ZTV-W LB 215 von Heidelberg Materials verarbeitet. | Foto: Heidelberg Materials AG I Sebastian Engels
Für die Kaimauer wurden rund 750 Kubikmeter Spezialbeton nach ZTV-W LB 215 von Heidelberg Materials verarbeitet. | Foto: Heidelberg Materials AG I Sebastian Engels
Nach dem Einbringen der Spundwand begannen die Arbeiten an der Betonkonstruktion und Mauerwerksfassade. Um diese sicher und effizient durchführen zu können, wurde entlang der neu eingebrachten Spundwand ein Gerüst errichtet. Als äußere Schalung dienten Stahlbetonfertigteile. Für die Kaimauer wurden rund 750 Kubikmeter Spezialbeton von Heidelberg Materials verarbeitet. Die Mischung entspricht den „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen für Wasserbauwerke“ (ZTV-W LB 215) und ist für Beanspruchungen durch Wasser, Frost und salzhaltige Einwirkungen ausgelegt. Zum Einsatz kam ein C35/45-Luftporenbeton der Expositionsklassen XC4. Die gezielt eingebrachten, mikroskopisch kleinen Luftporen bieten dem Wasser bei Frost Raum zur Ausdehnung und unterbrechen die Kapillarstrukturen des Betons, um Frostschäden zu vermeiden. Um die Wärmeentwicklung zu reduzieren und Spannungen im massiven Bauteil zu minimieren, wurde ein CO2-reduzierter „evoBuild“ CEM III/A 42,5 N mit hohem Hüttensandanteil eingesetzt. Die Betonage erfolgte schrittweise in mehreren Etappen, um sowohl den Frischbetondruck als auch die Wärmeentwicklung kontrolliert zu halten.

Luftporenbeton C35/45: Schutz vor Frost und Tausalz im Hafenbau

Vor jeder Betonage wurde das Ausbreitmaß überprüft und die Luftporen im Beton mit Hilfe eines Luftporenmessgerätes (Bild) kontrolliert. | Foto: Heidelberg Materials AG I Sebastian Engels
Vor jeder Betonage wurde das Ausbreitmaß überprüft und die Luftporen im Beton mit Hilfe eines Luftporenmessgerätes (Bild) kontrolliert. | Foto: Heidelberg Materials AG I Sebastian Engels
Nach der Entwicklung der Rezeptur und vor dem Start der Baumaßnahme musste der Luftporenbeton verschiedene Prüfungen durchlaufen, unter anderem auch eine Frostprüfung, die von einem Drittlabor durchgeführt wurde. Dabei werden Probekörper zunächst sechs Tage in Wasser gelagert, dann in eine Salzlösung gelegt und schließlich in einer Klimakammer im Wechsel bei -20°C und +20°C eingefroren und aufgetaut. Dabei wird die abwitternde Betonmenge, also wie viel Material durch Frost abgetragen wird, und zweitens das Innengefüge des Betons, gemessen am E-Modul (Elastizitätsmodul), überprüft. Der Beton wird als frostbeständig eingestuft, wenn die Schädigung des Innengefüges unter 25 Prozent liegt und die abgewitterte Menge im erlaubten Bereich bleibt. Eine regelmäßige Überwachung stellt zudem die Qualität des Frischbetons sicher. Vor jeder Betonage wurde das Ausbreitmaß überprüft und die Luftporen im Beton kontrolliert. Nur wenn der Beton den vorab definierten Spezifikationen entsprach, wurde er weiterverarbeitet.

Digitale Baustelle im Einsatz: Betonlieferung per App in Echtzeit gesteuert

Durch die Baustellen-App OnSite von Heidelberg Materials konnten die Abläufe jedoch sehr genau geplant werden. | Foto: Heidelberg Materials AG I Sebastian Engels
Durch die Baustellen-App OnSite von Heidelberg Materials konnten die Abläufe jedoch sehr genau geplant werden. | Foto: Heidelberg Materials AG I Sebastian Engels

Die Absperrung des Bereichs vor der Kaimauer ermöglichte es, dort Betonpumpen und Betoniereinrichtungen von Heidelberg Materials aufzustellen, so dass auf das ursprünglich geplante Betonieren von der Wasserseite verzichtet werden konnte. Zusätzlich wurde die App On Site von Heidelberg Materials auf der Baustelle verwendet: Der Beton wurde per App bestellt, und der gesamte Lieferprozess konnte in Echtzeit verfolgt werden – von der Beladung der Betonmischer über deren Standort bis zur Ankunft auf der Baustelle.

Im Bau kennen wir uns aus!

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.

Gleich abonnieren!

Ich akzeptiere die Datenschutz-Bestimmungen.
Newsletter Anmeldung
Newsletter Anmeldung

Betonsanierung in der Speicherstadt in Hamburg auf einen Blick

Projekt

Sanierung der Kaimauer am Kehrwieder, Hamburg

Auftraggeber

Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen, Freie und Hansestadt Hamburg

Bauunternehmen

Holst (GmbH & Co. KG), Hamburg

Beton

750 m³ C35/45 (LP), XC4, XF4, XD3, XS3, XA2 Heidelberg Materials Beton DE GmbH, Hamburg

Betonpumpen

Heidelberger Betonpumpen, Heidelberg Materials Beton DE GmbH, Hamburg

Rezepturentwicklung & Qualitätsüberwachung

Betotech Baustofflabor GmbH

Zement

"evoBuild" CEM III/B 42,5 N (na), GWP ≤ 500 kg CO2-Äq./t, CCC Klasse D, Heidelberg Materials, Werk Hannover

Fertigstellung

2026

Weitere Beiträge über Heidelberg Materials:


Mehr zum Thema:


Neueste Beiträge:

Weitere Beiträge

1
2
3

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.

Bauleistungen
Bauleistungen

Bau

Dienstleistungen
Dienstleistungen

Dienst­leistung

Lieferleistungen
Lieferleistungen

Lieferung

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie passende Bundesländer aus.

Ausschreibungs-Radar
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Verwandte Bau-Stichworte:

Jetzt zum Newsletter anmelden:

Lesen Sie Nachrichten zu Bauwirtschaft und Baupolitik aus erster Hand. Plus: Hoch-, Tief- und Straßenbau.