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Regenwassermanagement: Besonderer Tiefbau auf prähistorischer Fundstätte Heuneburg

Entwässerungstechnik

Moderner Tiefbau trifft auf prähistorische Fundstätte

21.10.2026, 12:25, aktualisiert 21.10.2026, 12:33
HAMM
Regenwassermanagement: Besonderer Tiefbau auf prähistorischer Fundstätte Heuneburg
Das Areal rund um die Heuneburg und die Staatsdomäne Talhof ist archäologisch von großer Bedeutung. Funke-Fachberater Gerald Barth und Planer Thomas Knecht von der Rapp + Schmid Infrastrukturplanung GmbH informieren sich beim Archäologen Ralf Hartmayer vom Landesamt für Denkmalpflege (v.l.n.r.) über die Untersuchungen des Bodens. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Die Baustelle auf dem Areal der Heuneburg und der angrenzenden Staatsdomäne Talhof in Hundersingen ist wegen der Bodenstruktur und den laufenden Ausgrabungen mit besonderen Anforderungen verbunden. An diesem Ort soll eine Kelten-Erlebniswelt entstehen, unterstützt durch ein Entwässerungssystem mit Produkten von Funke Kunststoffe.


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Die Heuneburg in Oberschwaben ist eine wichtige archäologische Stätte. Funde auf dem Areal zeigen, dass sie ihre Blütezeit unter den Kelten zwischen 650 und 450 vor Christus hatte und damals ein Handels- und Machtzentrum war. Um die Bedeutung der Heuneburg zu würdigen und Besuchern ein Eintauchen in die Zeit vor rund 2.600 Jahren zu ermöglichen, lässt der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg, das Areal zu einer Kelten-Erlebniswelt weiterentwickeln. Die an das bestehende Freilichtmuseum angrenzende Staatsdomäne Talhof soll künftig das Museum, einen Bereich für die Denkmalpflege sowie gastronomische Angebote beherbergen.

Einsatz von Funke-Produkten

Insgesamt drei eingeschweißte D-Raintank-3000-Anlagen kommen auf dem Gelände des Talhofs zum Einsatz, um Regenwasser zunächst zu sammeln und dann an den Hängen verrieseln zu können. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Insgesamt drei eingeschweißte D-Raintank-3000-Anlagen kommen auf dem Gelände des Talhofs zum Einsatz, um Regenwasser zunächst zu sammeln und dann an den Hängen verrieseln zu können. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Bis es soweit ist, muss das Areal allerdings zunächst entwässerungstechnisch auf den modernsten Stand gebracht werden. Verbaut werden dafür Produkte von Funke. Zum Einsatz kommen für die Rückhaltung des Regenwassers drei eingeschweißte, insgesamt rund 200 m3 fassende D-Raintank-3000-Anlagen mit Inspektions- und Spülblöckenund darüber hinaus auch Reinigungsschächte, Drosselschächte, HS-Sickerrohre sowie rund 1.100 m HS-Kanalrohre für die Entwässerung im Trennsystem.

Entwässerungsplanung notwendig

Baustellenbesprechung vor der bereits eingeschweißten D-Raintank-3000-Anlage (v.l.n.r.): Funke-Fachberater Gerald Barth, Planer Thomas Knecht von der Rapp + Schmid Infrastrukturplanung GmbH, die beiden Mitarbeiter der Depotec GmbH sowie Leon Mayer von der Löhle Baggerbetrieb GmbH. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Baustellenbesprechung vor der bereits eingeschweißten D-Raintank-3000-Anlage (v.l.n.r.): Funke-Fachberater Gerald Barth, Planer Thomas Knecht von der Rapp + Schmid Infrastrukturplanung GmbH, die beiden Mitarbeiter der Depotec GmbH sowie Leon Mayer von der Löhle Baggerbetrieb GmbH. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
„Aufgrund der bindigen Bodenschichten ist auf dem Gelände des Talhofs keine Versickerung möglich. Das Niederschlagswasser von den Gebäudedächern und befestigten Flächen wird daher vorgereinigt und zunächst den drei Retentionsanlagen zugeleitet“, erklärt Projektleiter Thomas Knecht von der Rapp + Schmid Infrastrukturplanung GmbH aus Ummendorf, die bei der Maßnahme die Entwässerungsplanungen für die Außenbereiche vorgenommen hat. Da sich das Bauvorhaben auf einer Hochebene über dem Donautal befindet, wird das Oberflächenwasser aus den Retentionsanlagen anschließend mit 1,5 l/s gedrosselt über HS-Kanalrohre in zwei HS-Sickerrohrstränge geleitet und an den Hängen verrieselt. Knecht: „Mehrere Ausleitungsstellen der Drainageleitungen stellen sicher, dass das Regenwasser breitflächig und gleichmäßig hangabwärts versickern kann.“
Die D-Raintank-3000-Rigolenkörper werden mit einer optimierten Spüleinheit ausgestattet. Mittig im Bild zu sehen sind die Halbschalenelemente für die anschließende Montage des Spülrohres sowie der Spülblock. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Die D-Raintank-3000-Rigolenkörper werden mit einer optimierten Spüleinheit ausgestattet. Mittig im Bild zu sehen sind die Halbschalenelemente für die anschließende Montage des Spülrohres sowie der Spülblock. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Für die Dimensionierung der D-Raintank-3000-Anlagen legte das Planungsbüro ein 30-jährliches Regenereignis zugrunde. Erforderlich sind demnach Retentionskörper mit einem Volumen von 52 m3, 74 m3 und 78 m3. Die kleinste Regenrückhalteanlage soll 2026 in ein bestehendes Beton-Silo unter der späteren Außengastronomie gesetzt werden.

Retentionsanlagen schnell fertiggestellt

Die beiden größeren Anlagen sind bereits fertiggestellt. Hierfür benötigten die Mitarbeiter der mit dem Verlegen und Einschweißen der D-Raintank-3000-Elemente beauftragten Depotec GmbH aus Urspringen weniger als drei Tage und lobten dabei Funke-Angaben zufolge das gute Handling der Produkte: „Die einzelnen Rigolenelemente sind relativ leicht und lassen sich dank ihres handlichen Formats auf der Baustelle gut bewegen.“ Nachdem die Löhle Baggerbetrieb GmbH aus Meßkirch die Baugruben ausgehoben hatte, konnten die PVC-U-Elemente mit Hilfe von Verbindern zweilagig positioniert werden. Ummantelt werden die Rigolenkörper mit einem Schutzvlies, wasserdicht verschweißten Kunststoffdichtungsbahnen und einer weiteren schützenden Lage Vlies.

Der D-Raintank-3000-Rigolenkörper wird zweilagig eingebaut. Für eine Positionssicherung zwischen den Elementlagen sorgen die blauen Verbinder. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Der D-Raintank-3000-Rigolenkörper wird zweilagig eingebaut. Für eine Positionssicherung zwischen den Elementlagen sorgen die blauen Verbinder. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Die Tatsache, dass es sich auf dem Gelände um historisch bedeutsamen Grund handelt, prägt das gesamte Projekt. Entscheidend bei der Maßnahme ist die Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege. Projektleiter Richard Baur von der auftraggebenden Vermögen und Bau Baden-Württemberg: „Sowohl Grabungen als auch Zwischenlagerflächen für den Aushub müssen mit den Archäologen eng abgestimmt werden. Das hat erheblichen Einfluss auf die Bauabläufe.“

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Brauchwasser wird gezielt genutzt

Im Anschluss an den Einbau der Retentionsanlagen erfolgt die Verrohrung, die ebenfalls Löhle übernimmt. Das Schmutzwasser vom Areal der Heuneburg wird derzeit noch in einem zentralen Behälter gesammelt und durch Pumpfahrzeuge abtransportiert. Künftig soll es über HS-Kanalrohre zu einem Doppelpumpwerk und von dort über eine Druckleitung ins öffentliche Kanalnetz geleitet werden. Das Entwässerungskonzept hält mit Blick auf das Regenwasser noch eine Besonderheit bereit. Ein kleiner Teil des Wassers wird mittels Filterschacht vorgereinigt und soll unter anderem für den Waschplatz der Archäologen genutzt werden.

Insgesamt rund 1.100 m HS-Kanalrohre in blau und braun werden auf dem Gelände für die Entwässerung im Trennsystem verbaut. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Insgesamt rund 1.100 m HS-Kanalrohre in blau und braun werden auf dem Gelände für die Entwässerung im Trennsystem verbaut. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

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Quelle: Funke Kunststoffe GmbH

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