„Bühli“ wird Hochwasser-sicher
Mit dem Neubaugebiet „Bühli“ schafft die Stadt Achern 65 neue Bauplätze und setzt dabei konsequent auf vorbeugenden Hochwasserschutz. Herzstück ist eine 1.000 m³ große Speicherrigole, die Niederschlagswasser eines zehnjährlichen Regenereignisses aufnimmt und gedrosselt ableitet, während das Grabensystem auf ein 100-jähriges Hochwasser ausgelegt wurde. Ergänzend sorgen robuste, korrosionsbeständige Kanalrohre für eine langlebige und hydraulisch leistungsfähige Entwässerungsinfrastruktur.

Thomas Eckstein, Projektleiter vom Fachgebiet Eigenbetriebe Technik der Stadt Achern, ergänzt: „Die Abflüsse aus dem Neubaugebiet können somit problemlos in das vorhandene Grabensystem eingeleitet werden. Wir setzen angesichts immer häufiger werdender Starkregen auf größtmögliche Sicherheit der Unterlieger und haben uns mit dem Volumen der Regenrückhalteanlage und dem Ausbau des Grabensystems ganz bewusst für eine zukunftssichere Lösung entschieden.“
1.000 m³ Speicherrigole: D-Raintank 3000 optimal an die Topographie angepasst

Die Hanglage des Baugebiets stellte besondere Anforderungen an die Tiefbauarbeiten. Aus diesem Grund fiel die Wahl auf die flexibel einsetzbaren D-Raintank 3000-Rigolenelemente.Um die Speicherrigole optimal in das bestehende Gelände integrieren zu können, wurde sie entsprechend angepasst.
Um die Anlage optimal in das Gelände zu integrieren, wurden im abfallenden Bereich zum Graben hin sogenannte „halbhohe“ Elemente mit 33 cm Höhe verbaut, während in den übrigen Bereichen Standardelemente (600 x 600 x 600 mm) eingesetzt wurden. Die flachere Variante – die D-Raintank 3000 smallbox (600 x 600 x 330 mm) – ermöglicht einen platzsparenden Einbau bei unverändert hoher Leistungsfähigkeit. Bauüberwacher Michael Dupps von RS Ingenieure erklärt, dass diese Lösung ideal auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt werden konnte. Funke-Fachberater Jürgen Gäßler betont: „Die Elemente sind so konzipiert, dass sie äußerst robust sind. Das hohe Elastizitätsmodul von 3000 N/mm² in Kombination mit der ausgeklügelten Konstruktion ergeben eine hohe Tragfähigkeit der Bauwerke.“

Kontrollierte Ableitung: Drosselschacht und leistungsfähige Kanalrohre
Das in der Rückhalteanlage gespeicherte Niederschlagswasser wird über einen Drosselschacht mit einem kontrollierten Abfluss von maximal rund 94 l/s in das angrenzende Grabensystem eingeleitet. Für die Verbindung zwischen Drosselbauwerk und Auslass kamen 55 Meter blaue HS-Kanalrohre in den Nennweiten DN/OD 400 und 500 zum Einsatz.
Robuste und korrosionsbeständige HS-Kanalrohre für die Schmutzwasserentsorgung
Auch im Bereich der Schmutzwasserkanalisation setzt das Neubaugebiet „Bühli“ auf das HS-Kanalrohrsystem. Verlegt wurden:
- rund 1.000 m Hauptkanal in DN/OD 250 bis 315
- zusätzlich rund 400 m Anschlussleitungen in DN/OD 160
Auch hier bestimmte die Topographie die Bauarbeiten wesentlich. Während die Schmutzwasserkanalisation Richtung Renchtalstraße bis zu 5 Meter tief verbaut wurde, liegt sie im übrigen Baugebiet zwischen einem und zwei Meter tief.
„HS-Kanalrohre sind besonders robust. Selbst bei einer Überdeckung von lediglich 0,50 m halten sie einer Belastung von SLW 60 stand“, erklärt Gäßler.
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Bis DN/OD 315 werden die HS-Rohre muffenlos gefertigt und angefast. Sie sind, genauso wie die Formteile, bis DN/OD 500 mit einer fest eingelegten FE-Dichtung ausgestattet. Für die Langlebigkeit des HS-Kanalrohrsystems sprechen auch die glatten Innenwände. Durch die gute Hydraulik sind Ablagerungen nahezu ausgeschlossen.

Nachdem im Frühjahr 2025 die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet abgeschlossen worden sind, wurde mit dem Hochbau begonnen.
Quelle: Funke Kunststoffe
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