Entwässerung
Ein dichtes System für Problemstoffe

Auf Wertstoffhöfen fallen hochaggressive Medien wie Batteriesäuren an. Um das Erdreich zu schützen, ist eine WHG-konforme Entwässerung Pflicht. Beim Umbau einer Schadstoffannahme in Bardowick bei Lüneburg sorgen nun säurebeständige Entwässerungsrinnen für den sicheren Rückhalt der Flüssigkeiten.

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Die Sanierung von Trinkwasserleitungen ist eine Herausforderung: Neben der technischen Erneuerung spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle.
Rund 300 Quadratmeter misst der Annahmebereich für Privatkunden auf der Mülldeponie in Bardowick. Wo Problemstoffe sortiert und gelagert werden, dürfen im Havariefall keine Chemikalien in den Boden sickern. Für den Gewässerschutz kam daher das Rinnensystem „Birco dicht" zum Einsatz, das über eine entsprechende Betriebszulassung verfügt. Die aufgefangenen Flüssigkeiten werden sicher in eine Doppelpumpenanlage zur Reinigung abgeleitet, die unter anderem mit einem Lamellenklärer ausgestattet ist. Von dort fließt das gefilterte Wasser weiter in ein Löschwasserrückhaltebecken.
Entwässerungsrinne mit PEHD-Auskleidung
Zum Schutz vor aggressiven Medien wurden durchgehend mit Polyethylen (PEHD) ausgekleidete Kastenrinnen der Nennweite 200 verbaut. Laut Herstellerangaben widersteht diese werkseitige Kombination aus säurebeständigem Kunststoff und druckresistentem Beton (Güte C 40/50) hochaggressiven Flüssigkeiten dauerhaft. Zudem ist das System für hohe statische Anforderungen ausgelegt: Die Belastungsklasse F 900 hält laut Unternehmensangaben Überfahrten von bis zu 90 Tonnen stand.

Integriertes Gefälle erleichtert Einbau
Die fugenlos betonierte und geglättete Bodenfläche des Geländes wurde laut dem ausführenden Bauunternehmen leicht abschüssig mit einem Gefälle von einem Prozent angelegt. Sämtliches anfallende Oberflächenwasser läuft somit über die ableitfähige Betonfläche direkt in die umlaufenden Rinnen. Die Entwässerungsrinnen selbst konnten waagerecht verlegt werden, da sie bereits über ein integriertes Innengefälle von 0,5 Prozent verfügen. Dies verringerte den Aufwand bei der Bettung und Fundamentierung (Betongüte C 25/30) vor Ort.
Elektrische Dichtheitsprüfung der Fugen
Die Dichtigkeit des Systems nach den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) hängt maßgeblich von den Fugen ab. Beim Verbau wird jede Rinne akribisch kontrolliert und innen verschweißt, um ein Versickern ins Erdreich sicher auszuschließen. Wie das Bauteam mitteilt, nimmt ein Prüfer die Nähte anschließend elektrisch ab: Ein in der Fuge liegender Draht wird dabei mit einer Sonde abgefahren. Schlägt das Gerät aus, lassen sich eventuelle Oberflächenrisse an den Stößen direkt nachschweißen, bis der gesamte Rinnenstrang abgedichtet ist.
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Quelle: Birco
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