Entwässerung
Wie ein Industriebetrieb gegen Starkregen aufrüstet

Strengere Vorgaben zur Entwässerung zwingen Unternehmen zum Handeln. Ein Industriebetrieb in Sachsen-Anhalt erweiterte seine Anlage zur Regenwasserversickerung um 50 Kubikmeter. Zum Einsatz kam das Cavitop-Rigolensystem von Mall aus Porenbeton, das hohe Speicherkapazitäten auf engem Raum ermöglicht und aktuellen DWA-Richtlinien entspricht.

Grabenlos, hygienisch, effizient: SaniTube erhält KTW-BWGL-Zertifikat
Die Sanierung von Trinkwasserleitungen ist eine Herausforderung: Neben der technischen Erneuerung spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle.
Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die aktualisierte Richtlinie DWA-A 138-1 (Stand Oktober 2024) fordern eine dezentrale Niederschlagswasserbewirtschaftung. Regenwasser von versiegelten Flächen soll vor Ort versickern, um die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten und die Grundwasserneubildung zu fördern.
Ein auslaufender Wasserrechtsbescheid veranlasste einen Industriebetrieb in Sachsen-Anhalt, das Speichervolumen seiner Anlage um rund 50 Kubikmeter zu erhöhen. Wegen begrenzter Betriebsflächen und eines hohen Grundwasserstands entschied sich das Planungsteam für eine flache, breitflächige Versickerungslösung des Herstellers Mall.
Cavitop-Sickerelemente aus Porenbeton im Einsatz
Um den Platzbedarf auf dem Werksgelände in Sachsen-Anhalt zu minimieren, wurde das modulare Rigolensystem Cavitop von Mall verbaut. Die Anlage besteht aus 162 Sickerelementen aus Porenbeton, die in drei Lagen zu einer Gesamtrigole angeordnet wurden. Gemäß den Angaben von Mall bietet die offenporige Struktur des Betons in Kombination mit den geformten Hohlräumen eine maximale Wasseraufnahme.

Da die Einzelelemente jeweils rund 365 Kilogramm wiegen, reichten herkömmliche Lkw-Ladekräne für die Montage aus. Der Einbau konnte an nur einem Tag abgeschlossen werden. Die bei Kunststoffrigolen oft übliche Geotextilummantelung entfällt bei CaviTop. Die Anlage ist trotz der oberflächennahen Bauweise statisch für Schwerlastverkehr bis 60 Tonnen (SLW 60) ausgelegt.
Kombinationsanlagen für den Grundwasserschutz
Bevor das Regenwasser von Dach- und Verkehrsflächen versickert, muss es laut DWA-A 138-1 mechanisch und chemisch gereinigt werden. Ziel ist es, Schadstoffe wie Schwermetalle oder feine Partikel (AFS63) zurückzuhalten. Bei dem Industrieprojekt in Sachsen-Anhalt konnte praktischerweise eine bestehende Sedimentationsanlage weitergenutzt werden.
Für Mischflächen ohne Bestandssysteme bietet Mall als Ergänzung zu den Cavitop-Elementen die Kombinationsanlage ViaPro an. Diese Vorbehandlung vereint die Sedimentation mit Adsorptionsfiltern, verhindert ein Verstopfen der Versickerungsporen und schützt das Grundwasser dauerhaft vor Verunreinigungen.

Regionale Förderprogramme für Unternehmen
Während ein einheitliches bundesweites Zuschussprogramm für solche Regenwasser-Infrastrukturen bislang fehlt, unterstützen mehrere Bundesländer die Umsetzung des Schwammstadtkonzepts. In Nordrhein-Westfalen erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) derzeit Zuschüsse von bis zu 60 Prozent für Anlagen zur dezentralen Versickerung. Auch Stadtstaaten wie Hamburg und Bremen bezuschussen Mulden-Rigolen-Systeme und Erdarbeiten anteilig, sofern bestimmte Mindestgrößen für die angeschlossenen Flächen erfüllt werden.
Lesen Sie hier mehr über Mall:
Quelle: Mall
Weiterlesen:
Neueste Beiträge:
Meistgelesene Artikel
Jetzt Ausschreibungen finden
Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.


Bau


Dienstleistung


Lieferung
Verwandte Bau-Themen:
Top Bau-Themen:
Aktuelle Termine für unterirdische Infrastruktur
Jetzt zum Newsletter anmelden:
Leitungsbau, Kanalsanierung, Abwasser – erfahren Sie das wichtigste rund ums Thema unterirdische Infrastruktur.
Hier finden Sie Hinweise zum Datenschutz








