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B_Iumweltbau

Leitungsinfrastruktur für Leipzigs Fernwärme

Mit Re=Fill entsteht zwischen Leuna und Leipzig eines der derzeit wichtigsten Fernwärmeprojekte in Deutschland. Für die Isoplus Fernwärmetechnik ist das der bislang größte Einzelauftrag in Deutschland: Das Unternehmen liefert die komplette Trasse mit vorgedämmten Rohrsystemen, Bögen und Muffen für eine 19 Kilometer lange Leitung, die ab 2028 industrielle Abwärme in das Leipziger Netz einspeisen soll.

Re=Fill Fernwärmeleitung zwischen Leuna und Leipzig: Isoplus liefert alle Komponenten
Isoplus liefert sämtliche vorgedämmten Rohrsysteme, Bögen und Muffen für die komplette Fernwärmetrasse Leuna-Leipzig . | Foto: Isoplus

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Die Dimensionen sind beachtlich. Rund 8.000 Einzelkomponenten, darunter mehr als 3.000 Kunststoffmantelrohre von 12 m Länge, entstehen im Werk von Isoplus in Sondershausen und gehen montagefertig auf die Baustelle. Damit rückt nicht nur die Wärmeversorgung Leipzigs in eine neue Größenordnung, sondern auch der Leitungsbau selbst: Die Trasse gilt laut Angaben des Unternehmens als Symbol dafür, wie industrielle Abwärme technisch beherrscht und in eine urbane Versorgungsstruktur integriert werden kann.

Klimaschutz: Abwärme statt Verlust

Re=Fill wird realisiert von den Leipziger Stadtwerken und der TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland. Die Energiequelle liegt im Chemiepark Leuna. Dort fällt industrielle Abwärme an, die bislang nicht genutzt wurde, künftig aber über die neue Fernwärmeverbindung nach Leipzig transportiert werden soll. Nach Angaben der Projektpartner sind jährlich rund 640 GWh CO₂-neutrale Wärme vorgesehen, genug für etwa 100.000 Haushalte und rund 38 Prozent des Leipziger Fernwärmebedarfs. 2028 soll die Leitung in Betrieb gehen.

Spatenstich für die Fernwärmetrasse Leuna-Leipzig und den Trassenbau, für den Isoplus alle Komponenten liefert. | Foto: Stadtwerke Leipzig
Spatenstich für die Fernwärmetrasse Leuna-Leipzig und den Trassenbau, für den Isoplus alle Komponenten liefert. | Foto: Stadtwerke Leipzig

Für die Stadtwerke Leipzig ist das Vorhaben ein Baustein ihrer Klimaneutralitätsstrategie, die eine vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2038 anstrebt. Der Nutzen reicht über den Klimaschutz hinaus: Das Projekt stärkt die regionale Energievernetzung und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Das Projekt stehe für Ressourcenschonung, CO₂-Reduktion und bezahlbare Wärmepreise, teilt Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke, mit. „Die Einbindung industrieller Abwärme sichert unseren Kunden langfristig stabile und bezahlbare Wärmepreise.“

Die unvermeidbare industrielle Abwärme aus Leuna, die als CO₂-neutral eingestuft ist, wird durch das Leitungssystem von Isoplus sicher und effizient nach Leipzig transportiert.

Ein Leitungsbau mit Anspruch an hohe Präzision

Im Mittelpunkt steht der technische Leitungsbau. Die Trasse ist rund 19 km lang. Mit Vor- und Rücklauf ergibt sich eine Gesamtlänge von 38 km. Für Isoplus bedeutet das eine industrielle Serienfertigung mit hoher Präzision, denn die Komponenten müssen nicht nur technisch zusammenpassen, sondern auch eine montagefertige Lieferung für ein großmaßstäbliches Infrastrukturprojekt ermöglichen.

„Mit Isoplus haben wir einen Partner, der Qualität, Zuverlässigkeit und Innovationskraft vereint", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Piehler. „Die unvermeidbare industrielle Abwärme aus Leuna, die als CO₂-neutral eingestuft ist, wird durch das Leitungssystem von Isoplus sicher und effizient nach Leipzig transportiert – ein wichtiger Schritt für unsere Wärmewende und die Energiezukunft der Stadt.“

Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig, vor der Kulisse der Stadt. | Foto: Leipziger Gruppe
Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig, vor der Kulisse der Stadt. | Foto: Leipziger Gruppe

Gerade bei Fernwärmeleitungen dieser Größe entscheidet die Qualität der vorgefertigten Systeme über Taktung, Montageaufwand und Betriebssicherheit, betont die Isoplus Fernwärmetechnik. Sie positioniert sich hier als Systemlieferant, der Rohrsysteme, Formteile und Muffen aus einer Hand bereitstellt und damit Schnittstellen reduziert. So lässt sich der Bauablauf standardisieren und beschleunigen.

Große Bedeutung für Isoplus

Für Isoplus ist Re=Fill mehr als ein weiterer Auftrag. Das Unternehmen spricht selbst vom größten Einzelprojekt seiner Geschichte in Deutschland und verweist auf die Fertigung in Sondershausen als zentrales Argument für die Wertschöpfung im Inland. Die politische und wirtschaftliche Signalwirkung ist klar: Fernwärmeinfrastruktur wird zunehmend zu einem strategischen Markt, in dem industrielle Fertigung, Logistik und Energiewende direkt zusammenlaufen.

Sascha Hagedorn, Prokurist und Vertriebsleiter Nordost der Isoplus Fernwärmetechnik, betont das Potenzial industrieller Abwärme für die Energiewende. „Für uns ist das Projekt ein Meilenstein – sowohl technisch als auch in seiner Bedeutung für die Energiewende. Es beweist, dass nachhaltige Wärmeversorgung und wirtschaftliche Effizienz Hand in Hand gehen können.“

Sascha Hagedorn, Prokurist und Vertriebsleiter Nordost der Isoplus Fernwärmetechnik, führender europäischer Hersteller von energieeffizienten, vorgedämmten Rohrsystemen. | Foto: Isoplus
Sascha Hagedorn, Prokurist und Vertriebsleiter Nordost der Isoplus Fernwärmetechnik, führender europäischer Hersteller von energieeffizienten, vorgedämmten Rohrsystemen. | Foto: Isoplus

Mit Re=Fill wird nicht einfach nur Energie übertragen, sondern hier entsteht ein komplettes Infrastruktursystem, das Abwärme erstmals in dieser Größenordnung regional nutzbar macht.

Entwicklung hin zu großen Verbindungslösungen

Re=Fill zeigt, wohin sich der Fernwärmeausbau entwickelt: weg von punktuellen Netzerweiterungen, hin zu großen, sektorenübergreifenden Verbindungslösungen, heißt es vonseiten der Isoplus Gruppe. Für den Leitungsbau bedeute das höhere Anforderungen an Planung, Vorfertigung, Transportlogistik und Montagekoordination über Ländergrenzen hinweg. Dass die Trasse durch Sachsen-Anhalt und Sachsen verlaufe, unterstreiche zudem die Genehmigungs- und Abstimmungsdimension solcher Vorhaben.

Für Bau- und Energiepraktiker ist das Projekt vor allem deshalb bemerkenswert, weil es einen technischen, wirtschaftlichen und klimapolitischen Zielkonflikt entschärft: Wärme wird dort genutzt, wo sie entsteht, und dort verteilt, wo sie gebraucht wird. Isoplus liefert dafür die Leitungstechnik — und macht den Schritt von der Abwärme zur städtischen Versorgung baulich erst möglich.

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Quelle: Isoplus Gruppe


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