Newsletter abonnieren

Wir graben für Sie nach Neuigkeiten. Die Ergebnisse gibt es bei uns im Newsletter.

Wir graben für Sie nach Neuigkeiten. Die Ergebnisse gibt es bei uns im Newsletter.

Newsletter Anmeldung
B_Iumweltbau
1. Schachtsymposium bei Brandenburger Liner
Eine kleine Fachausstellung ergänzte das Symposium. | Foto: B_I/zu Eulenburg

Nach dem Basic- und dem Expertenseminar zum Thema Schlauchlining vervollständigte das Schachtsymposium den Dreiklang der neu konzipierten Informationsveranstaltungen, die, so Tim Brandenburger, seitens des Unternehmens nicht nur intensiviert, sondern inhaltlich wie fachlich einem hohen Qualitätsanspruch gerecht werden sollen.

Großer Handlungsbedarf bei der Sanierung

Zum Auftakt in der bis auf den letzten Platz gefüllten „Grillhütte“ auf dem Brandenburger-Firmengelände wies Benedikt Stentrup, Vorsitzender des Bundesverbandes Grabenlos (BGT) und Geschäftsführer von Sanierungstechnik Dommel, auf die Dimension des Themas Schächte und deren Bedeutung im Gesamtsystem der Entwässerungsinfrastruktur hin und sprach in Analogie zum weit verbreiteten Videospiel Minecraft vom „Tor zur Unterwelt“. Die Rede sei von geschätzt 10 bis 13 Millionen Schächten im öffentlichen Bereich und noch einmal 25 bis 30 Millionen auf privaten Grundstücken. Die Schadensquote im öffentlichen Bereich wird aktuell auf 30 bis 50% geschätzt.

Trotz des erkennbaren Sanierungsstaus und eines entsprechend großen Handlungsbedarfes würden die Schächte vielerorts nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Dabei seien die Voraussetzungen zum Handeln in Form bewährter - insbesondere grabenloser – Sanierungstechnologien und dazugehöriger Regelwerke vorhanden.

Tim Brandenburger begrüßte die Teilnehmer und freute sich über das große Interesse am 1. Symposium Schachtsanierung. | Foto: B_I/zu Eulenburg
Tim Brandenburger begrüßte die Teilnehmer und freute sich über das große Interesse am 1. Symposium Schachtsanierung. | Foto: B_I/zu Eulenburg

Erfahrungen eines Netzbetreibers

Ralf Hamann vom Wasserverband Peine machte in seinem Vortrag deutlich, wie die Schächte in eine ganzheitlich ausgerichtete Kanalsanierungsstrategie eingebunden werden können. Neben den Sanierungsmethoden Mörtelbeschichtung, GFK-Handlaminat, Epoxidharzbeschichtung und PE-Schachtauskleidung stellte Ralf Hamann die Sanierung mit dem Schachtliner in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Seit dem Jahr 2019 wird dieses Verfahren im Verbandsgebiet des Wasserverbandes eingesetzt und inzwischen kann Hamann auf die Erfahrung von rund 700 Schachtliner-Installationen zurückblicken. Als Vorteile dieses Sanierungsverfahrens nannte er die Flexibilität und die Schnelligkeit des Verfahrens, den möglichen Verzicht auf eine aufwändige Wasserhaltung und die geringen Verkehrsbehinderungen. Beim Wasserverband Peine gilt die Sanierung mit dem Schachtliner als Investivmaßnahme mit den sich daraus ergebenden Abschreibungsmöglichkeiten.
Benedikt Stentrup wies auf den großen Handlungsbedarf beim Thema Schachtsanierung hin. | Foto: B_I/zu Eulenburg
Benedikt Stentrup wies auf den großen Handlungsbedarf beim Thema Schachtsanierung hin. | Foto: B_I/zu Eulenburg

Als besondere Empfehlung gab Hamann den anwesenden Netzbetreibern mit auf den Weg, die Sanierung der Schächte getrennt von der Sanierung der Haltungen auszuschreiben. Die Schachtsanierung sei bezüglich Planung und Ausführung eine anspruchsvolle Aufgabe, die nicht im Rahmen der Sanierung einer Haltung nebenbei miterledigt werden sollte.

Vergleichende Betrachtung

Stefan Blenke ist seit 2008 im Unternehmen Brandenburger Liner beschäftigt. Er war maßgeblich an der Entwicklung des Schachtliners aus dem Hause Brandenburger beteiligt und ist heute verantwortlich für das Produktmanagement Vertical. Blenke beleuchtete in seinem Vergleich unterschiedlicher Sanierungssysteme die Stärken und die Einsatzgrenzen der einzelnen Sanierungstechniken von der händischen Sanierung über mineralische, kunststoffbasierte, Schacht-in-Schacht-Systeme bis zum Ersatzneubau. Blenke betonte die Berechtigung aller Techniken.

Im Mittelpunkt der Entscheidung für das eine oder andere System sollte nicht die Präferenz für ein bestimmtes Produkt oder Verfahren stehen. Maßgeblich für die optimale Auswahl seien die Randbedingungen vor Ort, bauliche und schadensspezifische Kriterien sowie sanierungsstrategische Überlegungen. Investitionskosten allein seien vor diesem Hintergrund kein Entscheidungsmaßstab, betonte Blenke und empfahl auch den Betrieb und Unterhaltung in die Überlegungen einzubeziehen.

Eine flexible Lösung

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion wurden aktuelle Stimmungen und Trends der Branche thematisiert. V.l.: Moderator Sissis Kamarianakis, Benedikt Stentrup, Ralf Hamann, Andreas Haacker, Wendelin Böhne, Stefan Blenke und Manuel Geissler. | Foto: B_I/zu Eulenburg
Bei der abschließenden Podiumsdiskussion wurden aktuelle Stimmungen und Trends der Branche thematisiert. V.l.: Moderator Sissis Kamarianakis, Benedikt Stentrup, Ralf Hamann, Andreas Haacker, Wendelin Böhne, Stefan Blenke und Manuel Geissler. | Foto: B_I/zu Eulenburg

Mit dem Schachtliner „BB Vertical“ stellte der Leiter der Anwendungstechnik Manuel Geissler die aktuelle Schachtsanierungslösung von Brandenburger vor. Zu den besonderen Eigenschaften dieses Produktes gehört seine hohe Dehnfähigkeit. Damit passt sich der Liner an die Schachtgeometrie an. Ein genaues Aufmaß des Schachtes und eine Vorkonfektionierung des Schachtliners sind nicht erforderlich, das Linermaterial kann als Meterware verwendet werden. Außerdem sei eine vollständige Sanierung einschließlich der Berme möglich, betonte Geissler. Der schnelle Einbau ermögliche es, in kurzer Zeit ein im ausgehärteten Zustand selbsttragendes, zuverlässig dichtes System herzustellen.

Rohrpost abonnieren!

Wir graben für Sie nach Neuigkeiten. Die Ergebnisse gibt es bei uns im Newsletter.

Jetzt anmelden!

Ich akzeptiere die Datenschutz-Bestimmungen.
Newsletter Anmeldung
Newsletter Anmeldung

Ergänzt wurde das Programm des 1. Symposiums Schachtsanierung durch Kurzvorträge und eine kleine Ausstellung von Anbietern ergänzender Technologien wie der Anbindung von Zuläufen oder spezieller GFK-Arbeiten. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion mit Branchenexperten, die aktuelle Stimmungen und Trends der Branche thematisierte.

Insgesamt stieß das 1. Symposium Schachtsanierung der Brandenburger Liner GmbH bei den Teilnehmern auf ein betont positives Feedback. „Eine sehr gelungene Veranstaltung“, so das vielfach geäußerte Fazit. Und seitens der Veranstalter soll es nicht die letzte gewesen sein.

Neueste Beiträge:

Weitere Beiträge

1
2
3

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.

Bauleistungen
Bauleistungen

Bau

Dienstleistungen
Dienstleistungen

Dienst­leistung

Lieferleistungen
Lieferleistungen

Lieferung

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie passende Bundesländer aus.

Ausschreibungs-Radar
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Verwandte Bau-Stichworte:


Aktuelle Termine für unterirdische Infrastruktur

12.03.2026 - 13.03.2026

Lindauer Seminar 2026

12.03.2026, 08:30 Uhr - 12.03.2026, 17:00 Uhr

Mikrotunnelbau, Rohrvortrieb und HDD

Jetzt zum Newsletter anmelden:

Leitungsbau, Kanalsanierung, Abwasser – erfahren Sie das wichtigste rund ums Thema unterirdische Infrastruktur.