39. iro
Netze unter Anpassungsdruck

Das 39. Oldenburger Rohrleitungsforum am 4. und 5. Februar 2027 rückt die Anpassung leitungsgebundener Infrastrukturen an den Klimawandel in den Fokus. Die Netze sind unter enormem Anpassungsdruck: Unter dem Leitthema „Resiliente Netze“ diskutieren Fachleute aus Planung und Bau praxisnahe Baustrategien zur Sicherung der Ver- und Entsorgung.

Regenwasserbewirtschaftung mit dem AquaFlowManager planen
Der AquaFlowManager von Funke unterstützt die Planung der Regenwasserbewirtschaftung von der Bemessung bis zur Produktauswahl.
Leitungsgebundene Netze stehen durch die Energiewende und extreme Wetterlagen wie Starkregen oder Hochwasser unter wachsendem Anpassungsdruck. Um die Versorgungssicherheit im Tiefbau und Netzbetrieb zu gewährleisten, bündelt das Programm in 36 Themenblöcken technische und organisatorische Lösungsansätze. Im Mittelpunkt stehen Notstromkonzepte für Pumpwerke, die Starkregenvorsorge sowie die Implementierung blau-grüner Infrastrukturen.
Kritische Infrastrukturen: Betriebssicherheit bei Extremwetterereignissen
„Resilienz bedeutet weit mehr als die Widerstandsfähigkeit einzelner Bauteile oder Systemkomponenten“, betont Mike Böge, Geschäftsführer des Instituts für Rohrleitungsbau an der Fachhochschule Oldenburg. „Sie beschreibt die Fähigkeit von Netzen, Belastungen standzuhalten, wesentliche Funktionen auch unter erschwerten Bedingungen aufrechtzuerhalten und Störungen wirksam zu bewältigen oder gar zu antizipieren.“
Wärmenetze und Wasserstoff-Infrastruktur: Neue Anforderungen an den Trassenbau
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Transformation der Energieinfrastruktur. Planende Fachleute und ausführende Unternehmen erhalten aktuelle Praxisberichte zum Bau des Wasserstoff-Kernnetzes, zum Schweißen an druckführenden H2-Leitungen sowie zur regionalen Gasnetzplanung. Zudem greift der Kongress bauliche Aspekte rund um Fernwärmenetze auf, darunter den Einsatz von Verfüllbaustoffen, die Herausforderungen beim Trassenbau im dicht besiedelten urbanen Raum sowie Instandhaltungsstrategien zur Qualitätssicherung.
Grabenlose Sanierung und digitale Zustandsüberwachung
Für den Erhalt bestehender Leitungen fokussiert sich die Veranstaltung auf die Bewertung des Netzzustands und die Verfahren der grabenlosen Sanierung. Ergänzt wird der fachliche Austausch durch bautechnische Updates zu Werkstoffen und zum kathodischen Korrosionsschutz. Effizienzsteigerungen im Netzbetrieb sollen zudem durch digitale Planungstools wie BIM, GIS sowie die sensorgestützte Armaturenüberwachung erreicht werden.
Begleitet wird der Kongress in den Weser-Ems-Hallen von rund 120 Referenten und 480 ausstellenden Unternehmen mit ihren Systemlösungen.
Das ausführliche Tagungsprogramm und weitere Informationen stehen ab Oktober 2026 hier zur Verfügung.
Lesen Sie hier mehr zum iro 2026:
Quelle: Institut für Rohrleitungsbau
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