FernwÀrmenetz
Ein kluger Schach(t)zug

Zwischen aktiven Stromleitungen, engstem Raum und flieĂendem Stadtverkehr: Im Herzen Hamburgs haben die Hamburger Energiewerke ihr FernwĂ€rmenetz modernisiert. Das Projekt erforderte Millimeterarbeit bei der Rohrerneuerung, passend gemauerte SchĂ€chte und logistische Spitzenleistung.

Smarte BaumbewĂ€sserung fĂŒr klimaresiliente Quartiere
Kommunen durch Regenwassermanagement klimaresilient machen â eines der Ziele des Reallabors Morgenstadt. Hauraton ist als Experte dabei.
Im Zuge der MaĂnahme wurden DN400-Leitungen, teilweise noch aus den 1950er Jahren, durch moderne Kunststoffmantelrohre (KMR) ersetzt. In offener Bauweise erneuerte das zustĂ€ndige Bauunternehmen Michel Bau eine TrassenlĂ€nge von rund 72 Metern zwischen einem vorhandenen Schachtbauwerk und einem neu herzustellenden Ăbergangsschacht. Ein zentraler Bestandteil der MaĂnahme war zudem der Neubau von zwei gemauerten Ăbergangsbauwerken. Stillgelegte Kanalabschnitte wurden ausgebaut oder mit einer extrem flieĂfĂ€higen Suspension fachgerecht verdĂ€mmert.
Hohe Dichte an Fremdleitungen und aufwÀndiges Verkehrsmanagement

Im Bereich des vorhandenen Schachtbauwerks verliefen in geringer Tiefe Leitungen fĂŒr Telekommunikation, Wasser und Strom unmittelbar ĂŒber der alten FernwĂ€rmetrasse. Die Kolonne musste die alten Beton-HaubenkanĂ€le in knapp 2,5 Metern Tiefe vorsichtig unter diesen aktiven Leitungen abbrechen und die neuen Rohre prĂ€zise einfĂ€deln, ohne die bestehende Infrastruktur zu beschĂ€digen.
Die innerstĂ€dtische Lage erforderte eine kleinteilige Aufteilung der Bauabschnitte sowie wöchentliche Abstimmungen mit den Behörden und dem zustĂ€ndigen Polizeikommissariat. Umleitungen fĂŒr Pkw, Radfahrer und FuĂgĂ€nger sowie kurzzeitige Vollsperrungen mussten prĂ€zise getaktet werden.
Aufgrund der beengten PlatzverhĂ€ltnisse und der komplexen Anschlusssituationen wurden die neuen SchĂ€chte vor Ort gemauert. Erst nach Fertigstellung des Mauerwerks wurde das exakte AufmaĂ genommen, um die zweiteiligen Deckenplatten im Betonwerk passgenau anzufertigen. Die Abmessungen der Decken betrugen etwa 4,7 Ă 5,1 Meter (RentzelstraĂe) bzw. 4,3 Ă 4,8 Meter (BundesstraĂe).
ĂuĂerst herausfordernd war auch das Einsetzen der tonnenschweren Fertigteile per 90-Tonnen-Mobilkran im laufenden Stadtverkehr.

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