Pflasterbau
Historischen Lindenplatz mit „Cityblock“ für die Zukunft fit gemacht

Der Lindenplatz im baden-württembergischen Bad Wimpfen ist ein Ort mit Geschichte. Bei dessen Sanierung wurden nun die Verkehrsflächen auf das Notwendigste reduziert, um mehr Aufenthaltsqualität für Einwohner und Gäste des Kurortes zu schaffen. Bei der Neugestaltung des historischen Platzes kam Cityblock-Pflaster aus dem Betonwerk Adolf Blatt zum Einsatz, das höheren Belastungen gewachsen ist.

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Der Lindenplatz war einst Standort einer römischen Siedlung mit Kastell, auf dessen Areal im Mittelalter die Ritterstiftskirche St. Peter im Tal errichtet wurde. Zuletzt überwiegend als Parkplatz genutzt, sahen die Pläne nun einen begrünten, zukunftsfähigen öffentlichen Stadtraum vor. „Die Neugestaltung sieht sich im Spannungsfeld zwischen dem historischen Erbe und einer zeitgenössischen Ausstattung des Platzraumes“, sagt Dipl.-Ing. Ruprecht Neulinger vom Stuttgarter Planungsbüro ZOLL. „So entstand ein vielfältig bespielbarer offener, aber robuster Stadtraum, dessen historisches Alleinstellungsmerkmal gewahrt bleibt.“
Womit das Cityblock-Pflaster punkten soll
Während im westlichen Bereich des Areals zumeist wassergebundene Wegedecken als Gestaltungselement realisiert wurden, entschieden sich die Planer für die etwas stärker belasteten und neu zu befestigenden Flächen im Umfang von rund 4.800 Quadratmetern für besagtes Cityblock-Pflaster von Adolf Blatt aus Kirchheim am Neckar, ein Betonpflastersystem mit natürlicher Anmutung und robustem Verlege-Verband. „Zum einen bietet es mit seiner gelblich-grau changierenden, kugelgestrahlten Oberfläche Meliero-Aruba eine überzeugende dezent und natürlich wirkende Farbgebung und Textur, auch in Kombination zu den Platzflächen mit wassergebundenen Wegedecken“, so Neulinger, „zum anderen verfügt es über einen überzeugenden stabilen Verband auch für ungerichtete Platzflächen.“
Schutz gegen Verschiebungen innerhalb der Fläche

Dafür sorgt laut Hersteller ein Verzahnungssystem, das dazu beiträgt, dass das Cityblock-Pflaster auch höheren Verkehrsbelastungen gewachsen ist. Die zur regelmäßigen Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge mit einer Breite von fünf Millimetern werde dabei systembedingt stets eingehalten. Mithilfe der Abstandshalter sei eine kraftschlüssige Verbindung der Steine gewährleistet. Somit bieten diese einen dauerhaften Schutz gegen Verschiebungen innerhalb der Fläche.
Verzahnungssystem sorgt für stabile Flächen
Verlegt wurde das Pflastersystem in den Formaten 30 mal 20 und 20 mal 20 Zentimeter mit einer Stärke von 14 oder zehn Zentimetern. Damit ist es Blatt zufolge auch hohen Anforderungen der Belastungsklasse Bk3,2/RStO 12 gewachsen. Der Lindenplatz, dessen Sanierung abgeschlossen ist, wird das ganze Jahr über auch von schwereren Lieferfahrzeugen befahren. Besonders belastet wird der Platz zum jährlich stattfindenden „Talmarkt“ – einem der ältesten Volksfeste in Deutschland. An gleich sechs Tagen wird in Verbindung mit einem Krämermarkt gefeiert.
„Dank des Verzahnungssystems ist das Cityblock-Pflaster sehr gut für derartige Verkehrsbelastungen geeignet“, versichert Neulinger, „statische und dynamische Lasten werden in gewissem Umfang über die Fuge auf die Fläche verteilt.“ Selbst Rangierbewegungen schwererer Fahrzeuge, die gerade beim Auf- und Abbau des Marktes zum Einsatz kommen, sollten nicht zu Schäden in der Pflasterfläche führen.
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Quelle: Adolf Blatt
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