GaLaBau 2026
Befahrbare Pflastersysteme mit Vegetationsfugen von Braun-Steine

Auf der GaLaBau präsentiert der Hersteller Braun-Steine neue Pflastersysteme, die Flächenentsiegelung und hohe Verkehrsbelastungen vereinen. Durch spezielle Abstandsnocken entstehen Vegetationsfugen, die das Schwammstadt-Prinzip unterstützen und Regenwasser lokal versickern lassen, ohne die Stabilität der Beläge zu mindern.
Die zunehmende Hitzeentwicklung in städtischen Räumen und häufigere Starkregenereignisse erfordern im Wegebau neue infrastrukturelle Lösungen. Auf der Fachmesse GaLaBau stellt das Unternehmen Braun-Steine Pflastersysteme vor, die das Konzept der Flächenentsiegelung mit den statischen Anforderungen an befestigte Verkehrsflächen kombinieren. Ziel der Systeme ist es, versiegelte Flächen aufzubrechen, damit Niederschläge vor Ort versickern können und Pflanzen Raum zur klimatischen Entlastung erhalten.
Verzahnungstechnik für den Schwerlastverkehr
Das technische Fundament der Systeme bildet ein spezifisches konstruktives Prinzip: Die Fugen fungieren hierbei als funktionaler Bestandteil des Belags. Sogenannte Abstandsnocken definieren die Fugenbreite und sorgen gleichzeitig für eine feste Verzahnung der Pflastersteine untereinander. Dieser Verbund gewährleistet eine hohe Stabilität und Tragfähigkeit. Dadurch sind die Flächen auch für Belastungen durch Feuerwehrzufahrten oder stark frequentierte Parkplätze zugelassen, während die Fugenräume offen für Substrat und Bepflanzung bleiben.
Modulare Systeme zur gezielten Flächenentsiegelung
Planern und Bauunternehmen steht ein Baukasten aus verschiedenen Geometrien zur Verfügung, um den Begrünungsgrad einer Fläche an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Beim organisch geformten System "Arena" lassen sich die Fugenbreiten flexibel variieren, wodurch ein Grünanteil von bis zu 50 Prozent erreicht werden kann. Auf stark belasteten Flächen wie Rettungswegen wird das versickerungsfähige Pflaster engfugig verlegt, während Übergangsbereiche zu Grünanlagen mit breiteren Vegetationsfugen ausgestattet werden.

Für lineare Gestaltungen ist das System "Vario" (Typ 20 und Typ 40) konzipiert, welches durch die Kombination von zwei Steintypen einen Grünanteil von bis zu 40 Prozent ermöglicht. Einen freieren Gestaltungsansatz bietet das sechseckige System "Polyline". Hier lassen sich durch den Einsatz von Halbsteinen oder das gezielte Auslassen einzelner Elemente größere, differenzierte Pflanzräume in die Fläche integrieren.

Zusätzlich ergänzen sogenannte Vegetationsflächensteine das Portfolio. Bei diesen sind komplette Steinbereiche als Substratraum ausgebildet. Sie werden konstruktiv in den Pflasterverband eingebunden und schaffen zusammenhängende Grünflächen inmitten des Belags, ohne die Tragfähigkeit der Gesamtkonstruktion zu beeinträchtigen. Bauausführende können befestigte Flächen so je nach Nutzungsanforderung flexibel zonieren.
Halle 4, Stand 4-108
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