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Straßenbau 2026: Steigende Kosten fressen Umsätze auf

Straßenbau 2026: Steigende Kosten fressen Umsätze auf
Teurer Baustoff: Die Preise für Bitumen schossen im März 2026 infolge des Iran-Krieges um über 36 Prozent in die Höhe. Das frisst die Margen der Straßenbauer auf. | Foto: B_I/hin

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hat seinen neuen Branchenreport zum Straßenbau vorgelegt. Während der nominale Umsatz mit 19,8 Milliarden Euro fast stabil blieb (+0,6 %), ließen die massiven Baupreissteigerungen den realen Umsatz um 3,2 Prozent sinken. Nach Jahren der Erholung steigt zudem die Zahl der Insolvenzen wieder an.


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Der aktuelle „Branchenreport 2026: Bau von Straßen“ analysiert die Lage der 2.860 deutschen Straßenbaubetriebe mit ihren rund 96.000 Beschäftigten. Die Kernaussage: Der enorme Anstieg bei den Material- und Energiekosten hat die Branche fest im Griff und sorgt trotz solider Auslastung für sinkende reale Erträge.

Preisentwicklung: Material- und Energiekosten explodieren

Die Analyse der Preisentwicklung zeigt die Wurzel des Problems. Die Preise für Neubauleistungen im Straßenbau lagen im Februar 2026 um 3,7 % über dem Vorjahresmonat und damit über dem Durchschnitt des Bauhauptgewerbes. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch die Kosten für Vorprodukte.

Besonders dramatisch stellt sich die Lage bei den mineralölbasierten Produkten dar. Der Report verweist explizit auf die Folgen des Iran-Krieges, die bereits im März 2026 zu einer Explosion der Mineralölpreise geführt haben. So sind die Preise für Dieselkraftstoff um 25,3 % und für Bitumen um 36,4 % im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 gestiegen. Da allein die Oberbauschichten aus Asphalt rund ein Drittel der Gesamtkosten im Straßenbau ausmachen, schlägt dieser Kostenschub direkt auf die Bilanzen der Unternehmen durch.

Umsatz: Scheinriese ohne reale Zuwächse

Die Straßenbauumsätze sind nominal in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, preisbereinigt zeigt sich aber die Realität: Die Umsätze liegen real 17 % unter dem Niveau von 1995. Die nominalen Zuwächse sind also reine Preiseffekte, die von den Kostensteigerungen aufgefressen werden.

Der Report zeigt eine klare Branchenstruktur:

  • Großbetriebe (mit über 200 Beschäftigten) machen nur 2,9 % der Unternehmen aus, erwirtschaften aber 34 % des gesamten Branchenumsatzes.
  • Kleinbetriebe (bis 19 Beschäftigte) stellen mit 63 % die große Mehrheit der Firmen, tragen aber nur 10 % zum Umsatz bei.

Insolvenzen: Trendwende nach Jahren der Stabilität

Die verbesserte Ertragslage der vergangenen Jahre hatte bis 2022 zu einem stetigen Rückgang der Insolvenzen im Straßenbau geführt. Doch dieser positive Trend hat sich umgekehrt: Seit 2023 steigt die Zahl der Unternehmen, die aus dem Markt ausscheiden, wieder an. Im Jahr 2025 mussten 44 Straßenbaubetriebe Insolvenz anmelden.

Im Branchenvergleich steht der Straßenbau zwar immer noch besser da als der Hochbau, wo die Insolvenzquote deutlich höher liegt. Der Wiederanstieg der Pleiten in Kombination mit der negativen realen Umsatzentwicklung wird im Report jedoch als klares Warnsignal für eine zunehmend schwierigere Marktlage gewertet.

Der Report ist für Mitglieder des Hauptverbandes kostenfrei erhältlich. Zudem kann er erworben werden bei Petra Kraus, Kontakt unter petra.kraus@bauindustrie.de

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