Newsletter abonnieren

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.

Newsletter Anmeldung
B_Ibaumagazin
Baukosten explodieren: Bauverbände fordern Preisgleitklauseln
Die Baupreise steigen wegen immer höherer Kosten für Energie und Erdölprodukte - die Baubranche fordert eine grundlegende Reform der Preisregeln. | Foto: Aco GmbH

Anzeige
Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation

Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation

Mit der GIPO P 101 GIGA und GIPO P 111 GIGA präsentiert der Schweizer Hersteller zwei neue Prallbrecher, die rein elektrisch betrieben werden können.


Die Situation erinnert an den Beginn des Ukraine-Krieges: Der Nahost-Konflikt lässt die Kosten für Diesel, Bitumen und andere energieintensive Baustoffe sprunghaft ansteigen. „Für die Unternehmen sind die kurzfristigen und massiven Preissteigerungen nicht mehr planbar“, bringt Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB), das Problem auf den Punkt. Sein Amtskollege vom Bauindustrieverband Ost (BIVO), Dr. Robert Momberg, bestätigt: „Unternehmen werden täglich mit Preisaufkündigungen, sprunghaften Kostensteigerungen und unsicheren Lieferketten konfrontiert.“

Preissteigerungen bis 30 Prozent

Für die Baufirmen ist das fatal. Haben sie einmal ein Angebot für ein Bauvorhaben abgegeben, sind sie an diesen Preis gebunden. Die unvorhergesehenen Mehrkosten müssen sie aus eigener Tasche zahlen. Besonders der Asphaltbau leidet, da hier die Kosten für das Erdölprodukt Bitumen und den hohen Energiebedarf der Mischanlagen direkt durchschlagen. Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent für das fertige Asphaltmischgut sind die Folge.

Stillstand bei wichtigen Infrastrukturprojekten droht

Die Verbände warnen, dass diese Entwicklung öffentliche Investitionen lähmt. Bauvorhaben geraten ins Stocken, weil Ausschreibungen ohne Angebote bleiben oder Firmen nur noch mit extremen Risikoaufschlägen kalkulieren können. Selbst Projekte, für die Mittel bereitstehen – etwa aus dem Sondervermögen des Bundes – drohen zu scheitern. „Wenn die Länder hier nicht zügig gegensteuern, droht, dass zentrale Infrastrukturprojekte erheblich verzögert oder gar nicht zur Umsetzung gelangen werden“, warnt Dr. Momberg.

Forderung: Praxisnahe Preisregeln verstetigen

Die Lösung sehen beide Verbände in einer dauerhaften Preisgleitung. Diese soll außergewöhnliche Kostenrisiken fair zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer verteilen. „Ziel muss eine permanente und praxisnahe Preisgleitung sein, die die wesentlichen Kostenfaktoren – insbesondere Löhne, Geräte und Baustoffe – berücksichtigt, um Preisrisiken zu minimieren und wirtschaftliche Baupreise zu gewährleisten. Während entsprechende Preisanpassungsmechanismen in Deutschland bislang nur in Ausnahmefällen Anwendung finden, gehören sie in vielen anderen europäischen Staaten längst zum vergaberechtlichen Standard“, so Gilka.

Im Bau kennen wir uns aus!

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.

Gleich abonnieren!

Ich akzeptiere die Datenschutz-Bestimmungen.
Newsletter Anmeldung
Newsletter Anmeldung

Preisgleitung nach europäischem Vorbild

Denn während solche Mechanismen in vielen europäischen Ländern längst Standard sind, gilt das deutsche Regelwerk als bürokratisch und kompliziert. In Frankreich und Belgien etwa greift eine Preisgleitung schon bei Verträgen ab drei Monaten Laufzeit, in Österreich ist sie bei Projekten über einem Jahr üblich.

Die Bauverbände fordern die Politik auf, zügig einheitliche und unbürokratische Rahmenbedingungen zu schaffen. Nur so lasse sich die Angebotsbereitschaft der Unternehmen sichern und die Umsetzung wichtiger Bauvorhaben gewährleisten.

Ob Stoffpreisgleitklauseln angesichts der angespannten Lage nun zur Pflicht werden müssen und wie eine praxisnahe Regelung aussehen könnte, lesen Sie in unserem weiterführenden Artikel:


Mehr zum Thema:


Neueste Beiträge:

Weitere Beiträge

1
2
3

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.

Bauleistungen
Bauleistungen

Bau

Dienstleistungen
Dienstleistungen

Dienst­leistung

Lieferleistungen
Lieferleistungen

Lieferung

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie passende Bundesländer aus.

Ausschreibungs-Radar
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Verwandte Bau-Stichworte:

Jetzt zum Newsletter anmelden:

Lesen Sie Nachrichten zu Bauwirtschaft und Baupolitik aus erster Hand. Plus: Hoch-, Tief- und Straßenbau.