Sozialer Wohnungsbau
Bündnis Soziales Wohnen streitet sich mit Bauministerin Klara Geywitz

Mehr als 910.000 Sozialwohnungen fehlen in Deutschland – das sagt eine Studie, die das Pestel-Institut im Auftrag des Bündnis Soziales Wohnen erstellt hat. Darüber gibt es jetzt Streit mit der Bundesbauministerin. Sie hält die Studie für unseriös.
Die Zahlen seien „ausgedacht“, die Studie „höchst unseriös“ und ihre Ergebnisse „relativ absurd“ sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz in einem Interview bei tagesschau24 über die Pestel-Studie. Das Bündnis Soziales Wohnen, das die Studie in Berlin vorgestellt hat, reagierte empört und wies die Vorwürfe der Bundesbauministerin „auf das Schärfste“ zurück. Sie seien „unhaltbar“, die Ministerin wolle offensichtlich die in der Studie als Zielmarke gesetzte 2-Millionen-Marke bei den Sozialwohnungen in Zweifel ziehen, so das Bündnis in einer Pressemitteilung. Zu dem Bündnis gehören der Deutsche Mieterbund, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau), die Caritas, der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) sowie die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM).
Die Reaktion von Klara Geywitz auf die Wohnungsmarkt-Studie sei „der untaugliche Versuch, mit dem Mittel der Unterstellung der Falschinformation die Studienergebnisse zu untergraben“, so das Bündnis weiter. Es spreche für sich, „wenn die Bundesministerin, die von dem Erreichen der selbst gesteckten Ziele meilenweit entfernt ist, unliebsame Wahrheiten bei nicht genehmen Studienergebnissen als hochgradig unseriös abqualifiziert“.
Sozialer Wohnungsbau: Bund und Länder verfehlen Zielmarke
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