Nutzfahrzeuge
Superpanther holt früheren Daimler-Truck-Manager nach Europa

Der chinesische E-Lkw-Hersteller Superpanther stellt die Weichen für das Seriengeschäft in Europa: Dr. Holger Scherr wechselt als Executive Vice President Europa in das Führungsteam. Er bringt jahrzehntelange Erfahrung aus dem Daimler-Konzern mit.

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Dr. Holger Scherr übernimmt eine zentrale Rolle beim Aufbau und der Expansion des europäischen Geschäfts. Er arbeitet künftig eng mit Dr. Michael Ruf zusammen, dem President Europe des chinesischen Unternehmens. Scherr blickt auf eine über 20-jährige Karriere in der Nutzfahrzeugindustrie zurück. Er war viele Jahre für Daimler und Daimler Truck aktiv, wo er unter anderem die Fahrzeugentwicklung, die globale Logistik und das Lieferkettenmanagement verantwortete. Zuletzt fungierte er als Präsident und CEO der Beijing Foton Daimler Automotive in China.
Erfahrung aus großen Entwicklungsprogrammen für Lkw
In seiner bisherigen Laufbahn steuerte Scherr den Aufbau sowie die Lokalisierung des Mercedes-Benz-Lkw-Geschäfts im chinesischen Markt. Zudem hielt er eine zentrale Führungsrolle im Entwicklungsprogramm des schweren Fernverkehr-Lkw Actros inne und verantwortete das Entwicklungsprogramm des Allrad-Lkw Zetros. Diese Praxiserfahrung soll nun dem Hochlauf der eigenen Strukturen in Europa zugutekommen.
Serienfertigung bei Steyr Automotive in Österreich läuft
Die Verpflichtung fällt strategisch mit einer neuen Phase des Herstellers zusammen, der aktuell vom Erprobungsbetrieb in die Serienfertigung übergeht. Die Sattelzugmaschine eTopas 600 wird seit Juli 2026 beim Auftragsfertiger Steyr Automotive in Österreich in Serie produziert. Die ersten Serienfahrzeuge wurden bereits an Kunden ausgeliefert, zu denen unter anderem das Logistikunternehmen DHL Freight gehört.
Ehrgeizige Absatzziele für europäischen Markt im Visier
Bis zum Jahresende 2026 plant der Hersteller die Übergabe von rund 100 Fahrzeugen an europäische Kunden. Für das Gesamtjahr 2027 ist ein Absatz von insgesamt 1.000 Einheiten anvisiert. Das Servicenetz und die Versorgung mit Ersatzteilen regelt das Unternehmen über eine Kooperation mit dem Partner Alltrucks sowie über zwei eigens betriebene Ersatzteillager innerhalb der Europäischen Union.
Produktion und Service müssen mit dem Wachstum schritthalten
„Der Kundenbetrieb zeigt, dass der eTopas 600 in Europa sehr gut funktioniert. Entscheidend ist jetzt, Produktion, Service und Vertrieb so aufzubauen, dass sie mit dem Wachstum Schritt halten“, erklärt Michael Ruf. Mit Scherrs Erfahrung beim Aufbau neuer Märkte und der Begleitung von Fahrzeugen bis zur Serienreife sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um eine feste Marktposition zu erreichen.
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