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Nutzfahrzeuge am Bau/

Lkw-Gipfel in Hannover: Europas Hersteller trotzen der China-Konkurrenz


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Alles erfasst, aber kein Überblick: Wie läuft das Projekt eigentlich?

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Sechs Messetage, rund 140.000 Besucher und mit 1.589 Ausstellern ein neuer Rekord: Die IAA Transportation 2026 in Hannover hat eindrucksvoll bewiesen, mit wie viel Schwung die Nutzfahrzeugbranche in die Zukunft rollt. Mehr als 150 Weltpremieren machen deutlich, dass die Transformation hin zu batterieelektrischen Antrieben, Wasserstoff und intelligenter Vernetzung mit aller Macht Fahrt aufnimmt. Doch abseits des glänzenden Lacks nutzten Branchengrößen wie VDA-Präsidentin Hildegard Müller die Weltbühne auch für deutliche Worte an Brüssel und Berlin, um bezahlbare Energie, schnellere Prüfungen der CO2-Grenzwerte und einen drastischen Ausbau der Ladeinfrastruktur einzufordern. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger konterte bei seinem Messe-Debüt mit handfesten Zusagen für die Güterkraftverkehrsbranche, darunter ein 170 Milliarden Euro schweres Infrastrukturpaket sowie die Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für den Lang-Lkw Typ 1 bis zum Jahr 2033. Dieser spannende Mix aus Pioniergeist, klarer Kante und harter Industriepolitik bildete den Rahmen für die spektakulärsten Lkw-Neuheiten.

Mercedes-Benz Trucks: Vollelektrischer eActros Lowliner knackt die 500-Kilometer-Marke

Lkw-Gipfel in Hannover: Europas Hersteller trotzen der China-Konkurrenz
Der Mercedes eActros 600 ist nun auch als Lowliner für Volumentransporte mit Trailern für drei Meter Innenhöhe verfügbar. | Foto: FH

Mit über 150 Weltpremieren demonstriert die europäische Nutzfahrzeugindustrie auf der IAA Transportation ihre enorme technologische Stärke. Von schweren E-Lkw mit 700 Kilometern Reichweite über das ultraschnelle Megawattladen bis hin zu hocheffizienten Dieseln zeigen die etablierten Marken, was sie chinesischen Herstellern entgegenzusetzen haben.

Den Auftakt macht Mercedes-Benz Trucks mit Premieren für den Fernverkehr. Für den Volumentransport kommt der neue eActros Lowliner als 4x2-Sattelzugmaschine für Mega-Trailer. Bestückt mit zwei oder drei längs am Rahmen verbauten LFP-Batteriepaketen à 207 kWh bietet der eActros 600 Lowliner vollbeladen rund 500 Kilometer Reichweite. Die Variante eActros 400 Lowliner mit zwei Akkus erlaubt etwa 24 Tonnen Nutzlast bei 400 kW Dauerleistung der E-Achse. Das Laden erfolgt via CCS2 mit bis zu 400 kW, künftig per MCS unter 30 Minuten. Die Produktion startet im Frühjahr 2027.

Wasserstoff-Brennstoffzelle und sparsame Diesel-Sonderedition

Der Mercedes Next GenH2 Truck arbeitet mit Brennstoffzelle und Flüssigwasserstoff. Er soll Ende 2026 in einer Kleinserie in den Kundeneinsatz gehen. | Foto: FH
Der Mercedes Next GenH2 Truck arbeitet mit Brennstoffzelle und Flüssigwasserstoff. Er soll Ende 2026 in einer Kleinserie in den Kundeneinsatz gehen. | Foto: FH

Für die Langstrecke feiert der mit Brennstoffzelle und Flüssigwasserstoff betriebene NextGenH2 Truck für über 1.000 Kilometer Reichweite seine Publikumspremiere. Er soll Ende 2026 in einer Kleinserie von 100 Lkw zu ausgewählten Kunden kommen. Zudem ist für 2027 ein Actros mit H2-Verbrenner in Planung. Neu ist auch die Diesel-Generation „Powerliner“. Überarbeitete OM470- und OM471-Motoren bis 550 PS senken zusammen mit der neuer Getriebegenerationen und längeren Hinterachsübersetzungen den Verbrauch um bis zu vier Prozent. Anlässlich des 130-jährigen Jubiläums erscheint die auf 400 Lkw limitierte „130 Years Trucks Edition“ auf Basis von Mercedes Actros L und eActros 600.

MAN Truck & Bus: Aerodynamischer eTGX steigert die E-Effizienz

Der MAN eTGX der neuen Generation hat eine um 120 Millimeter verlängerte Front, einen abgesenktem Frontscheibenrahmen und Bordsteinfenster in der Beifahrertür. | Foto: FH
Der MAN eTGX der neuen Generation hat eine um 120 Millimeter verlängerte Front, einen abgesenktem Frontscheibenrahmen und Bordsteinfenster in der Beifahrertür. | Foto: FH

Mit überarbeitetem Portfolio präsentiert sich MAN in Hannover. Das Highlight bildet die neue Generation des elektrischen Fernverkehrs-Lkw eTGX. Eine um 120 Millimeter verlängerte Frontpartie nutzt EU-Längennormen zur Aerodynamikoptimierung, während ein abgesenkter Frontscheibenrahmen und ein optionales Bordsteinfenster in der Beifahrertür die Sicht verbessern. Durch optimierte Zellchemie der NMC-Akkus steigt die nutzbare Batterieenergie um zehn Prozent. Als 4x2-Sattelzugmaschine mit brutto 552 kWh erzielt der eTGX bis zu 660 Kilometer Reichweite. Die neue 6x2-Variante integriert eine siebte Batterie (644 kWh) für bis zu 720 Kilometer Aktionsradius. Bei 444 kW (598 PS) Spitzenleistung steigt die Rekuperation um bis zu 20 Prozent. Das Megawatt Charging System (MCS) erlaubt Nachladen mit bis zu 750 kW in rund 30 Minuten. In Sachen Diesel zeigt MAN den überarbeiteten D30-PowerLion-Dieseltriebstrang mit bis zu fünf Prozent Kraftstoffersparnis sowie eine TGS 8x4 Mining-Variante für 60 Tonnen Gesamtgewicht.

DAF Trucks:Innovative Rahmen-Konstruktion bringt deutlich mehr Nutzlast

DAF wirbt mit der griffigen Formel „DTE“ (DAF Transport Efficiency) für seine Diesel- und Elektromodelle und hat nun auch die Modelle XG und XG+ elektrifiziert. | Foto: FH
DAF wirbt mit der griffigen Formel „DTE“ (DAF Transport Efficiency) für seine Diesel- und Elektromodelle und hat nun auch die Modelle XG und XG+ elektrifiziert. | Foto: FH

DAF legte den Fokus auf Raumangebot, Komfort und Nutzlast. Mit den neuen XG und XG+ Electric halten großräumige Fahrerhäuser Einzug in das batterieelektrische Segment für den Fernverkehr. Bestückt mit LFP-Batterien ermöglichen sie Reichweiten von über 550 Kilometern bis zur erneuten Aufladung. Eine neu konzipierte Akkuanordnung ohne Batterie unterm Fahrerhaus und dafür mit vier Paketen weiter hinten am Rahmen entlastet die Vorderachse um rund 700 Kilogramm und erhöht die Nutzlast um bis zu 2,5 Tonnen. Für XD, XF, XG und XG+ Electric kann das erhöhte zulässige Gesamtgewicht für E-Lkw und die optimale Gewichtsverteilung bis zu 500 Kilogramm mehr Nutzlast gegenüber vergleichbaren Dieselmodellen bedeuten.

Fünfachsige Fahrgestelle für den schweren Diesel-Einsatz

Für die DAF Electric 6x2 hat der Hersteller nun auch eine BDF-Lösung. Außerdem gibt es elektrische 6x4- und 8x4-Varianten für Verteilerverkehr und den Bau. | Foto: FH
Für die DAF Electric 6x2 hat der Hersteller nun auch eine BDF-Lösung. Außerdem gibt es elektrische 6x4- und 8x4-Varianten für Verteilerverkehr und den Bau. | Foto: FH

Den Komfort steigern das „Single Driver Luxury Package“, ein bis zu 90 Zentimeter breites Relax-Bett (Option) und ein neues Stauraumsystem an der Rückwand. Es bietet drei zusätzliche Fächer mit insgesamt bis zu 290 Litern Volumen. Zukünftig stehen zudem neue elektrische 6x2-, 6x4- und 8x4-Varianten bereit, darunter spezielle Fahrgestelle für BDF-Wechselaufbauten, Verteilerverkehr und Baulogistik.

Auch das Dieselangebot erhält neue Spezialausführungen: Ein fünfachsiges 10x4-Fahrgestell ab Werk mit zwei gelenkten Vorderachsen und 34-Tonnen-Tridem ist für technische Gesamtgewichte bis 54 Tonnen im Schwereinsatz ausgelegt. Für die Automobillogistik führt DAF 4x2- und 6x2-Chassis mit 83 Zentimetern Rahmenhöhe sowie reduzierten Dachhöhen ein.

Volvo Trucks: Der „Truck of the Year 2027“ erzielt 700 Kilometer E-Reichweite

Der Volvo FH Aero Electric 6x2 für maximal 700 Kilometer Reichweite ist das Topmodell der neuen E-Generation, die auf der IAA als „Truck of the Year 2027“ ausgezeichnet wurde. | Foto: FH
Der Volvo FH Aero Electric 6x2 für maximal 700 Kilometer Reichweite ist das Topmodell der neuen E-Generation, die auf der IAA als „Truck of the Year 2027“ ausgezeichnet wurde. | Foto: FH
Auch Volvo Trucks erweitert sein E-Portfolios und schärft seiner Wasserstoff-Pläne. Im Mittelpunkt steht die Serienfertigung der neuen Elektro-Generation, die auf der Messe frisch zum „Truck of the Year 2027“ gewählt wurde. Deren Aushängeschild ist der Volvo FH Aero Electric. Seine E-Achse mit zwei Elektromotoren und Sechsganggetriebe schafft Bauraum für mehr Batterien und ermöglicht eine Reichweite bis zu 700 Kilometern. Wegen des Zusatzgewichts ist allerdings eine Mini-Nachlaufachse an der 6x2-Sattelzugmaschine nötig. Parallel baut Volvo weiterhin 4x2-E-Lkw mit Zentralantrieb. In der zweiten Generation stehen für diese kompakten Stromer maximal 540 kWh brutto bereit, die für bis zu 470 Kilometer ohne Nachladen reichen sollen.
Links der Volvo FH Aero mit Brennstoffzelle, rechts der Volvo FH Aero Hydrogen mit Wasserstoff-Verbrenner: Probefahrten mit den Versuchsträgern während der IAA. | Foto: FH
Links der Volvo FH Aero mit Brennstoffzelle, rechts der Volvo FH Aero Hydrogen mit Wasserstoff-Verbrenner: Probefahrten mit den Versuchsträgern während der IAA. | Foto: FH

Elektrischer Motorwagen für schwere Zuggewichte bis 80 Tonnen

Für den Schwerlastbereich zeigt der Hersteller eine E-Variante als Motorwagen für Anhängerzüge. Mit 640 kWh Batteriekapazität, neuen Achsen mit Radnabenuntersetzung sowie MCS-Ladeleistung bis 680 kW ist das Fahrzeug für Gesamtzuggewichte bis 80 Tonnen konzipiert. Die Markteinführung startet Anfang 2027 in Skandinavien.

Ergänzend umfasst das Angebot optimierte 12,77-Liter-Verbrennermotoren mit sparsameren D13-Diesel- und G13-Gasaggregaten. Bei alternativen Kraftstoffen verfolgt Volvo eine zweigleisige Wasserstoffstrategie: Neben Testfahrzeugen mit Brennstoffzelle von Cellcentric und H2-Verbrenner engagiert sich Volvo gemeinsam mit Partnern wie Daimler Truck, Toyota und Bosch in einer Branchenallianz zum schnellen Aufbau einer europäischen Wasserstoff-Infrastruktur.

Scania: Aerodynamischer Feinschliff senkt den Energieverbrauch

Der schwedische Mitbewerber Scania präsentiert eine umfassende Modellpflege. Unter der Bezeichnung „Scania Dynamic“ zeigt der Hersteller die überarbeitete R- und S-Baureihe, deren aerodynamische Verfeinerungen den Energieverbrauch um bis zu zwei Prozent senken. Erstmals führt Scania ein digitales Spiegelsystem ein. Für eine bessere Aerodynamik sorgen zudem die verlängerte Aero-Front, geänderte A-Säulen, versenkte Türgriffe, längere Seitenverkleidungen und Radabdeckungen. Den Innenraum werten neue Materialien, angepasste Sitze, erweiterte Assistenzsysteme und eine optional bis zu 800 Millimeter breite Liege auf.

Dreiachs-Sattelzugmaschine kombiniert 700 Kilometer Reichweite mit hoher Nutzlast

Die Scania Dreiachs-Sattelzugmaschine BEV 44 R 6x2 besitzt hinterm Fahrerhaus zwei zusätzliche Akkus, was die Gesamtkapazität auf 801 kWh und die Reichweiten auf 700 Kilometer steigert. | Foto: FH
Die Scania Dreiachs-Sattelzugmaschine BEV 44 R 6x2 besitzt hinterm Fahrerhaus zwei zusätzliche Akkus, was die Gesamtkapazität auf 801 kWh und die Reichweiten auf 700 Kilometer steigert. | Foto: FH

Im Elektro-Segment erweitert der Scania BEV 44 R 6x2 das Angebot: Durch die Platzierung von zwei zusätzlichen MP20-Akkupacks mit 356 kWh hinter dem Fahrerhaus („Battery-Behind-Cab“) steigt die Gesamtkapazität auf 801 kWh, was Reichweiten von gut 700 Kilometern bei 65 Tonnen Gesamtzuggewicht ermöglicht. Die Dreiachs- Sattelzugmaschine bleibt dank leicht nach vorn gezogener Front voll kompatibel mit 13,6-Meter-Standardaufliegern. Für Volumentransporte ergänzt die Low-Deck-Variante BEV 33 S mit 950 Millimeter Aufsattelhöhe und 445 kWh Kapazität das Angebot.

Die Scania 770 S-Schwerlastzugmaschine mit V8-Motor und Allison-Automatik erlaubt Einsätze mit bis zu bis 1.000 Tonnen im Zug-Schub-Verband. | Foto: FH
Die Scania 770 S-Schwerlastzugmaschine mit V8-Motor und Allison-Automatik erlaubt Einsätze mit bis zu bis 1.000 Tonnen im Zug-Schub-Verband. | Foto: FH

Ein Highlight bildet die Spezialanfertigung einer grünen 770 S-Schwerlastzugmaschine (8x6/4) mit V8-Motor, Allison-Automatik und Heckturm für Spedition Kübler, die Einsätze bis 1.000 Tonnen im Zug-Schub-Verband erlaubt.

Renault Trucks: E-Tech T 780 punktet mit starker E-Achse und schnellem Laden

Blickfang auf der Messe: Die auf 30 Fahrzeuge limitierte Sonderserie Renault Trucks T High Ultimate Edition in drei Farblackierungen. | Foto: FH
Blickfang auf der Messe: Die auf 30 Fahrzeuge limitierte Sonderserie Renault Trucks T High Ultimate Edition in drei Farblackierungen. | Foto: FH

In der französischen Perspektive setzt Renault Trucks auf Elektro-Ausbau und Diesel-Effizienz für das Modelljahr 2027. Im Fernverkehr steht die erweiterte E-Tech T-Baureihe im Mittelpunkt: Das dreiachsige Spitzenmodell E-Tech T 780 kombiniert eine E-Achse mit NCA-Batterien für bis zu 660 Kilometer Reichweite bei 27,4 Tonnen Nutzlast. Unterstützt wird MCS-Schnellladen mit bis zu 700 kW. Das E-Portfolio ergänzen die 4x2-Ausführungen T 585 (bis 500 km) und T 540 (bis 450 km).

Neue Dieselmotoren und kompakte E-Modelle für den städtischen Verteilerverkehr

Den Renault Trucks E-Tech T 540 kommt dank Zentralantrieb mit zwei Achsen aus und erreicht bis 450 Kilometer Reichweite. | Foto: FH
Den Renault Trucks E-Tech T 540 kommt dank Zentralantrieb mit zwei Achsen aus und erreicht bis 450 Kilometer Reichweite. | Foto: FH

Gleichzeitig optimiert Renault Trucks die Verbrennertechnik. Der neue 12,77-Liter-Dieselmotor DE13 R liefert bis zu 540 PS und 2.800 Nm. In Verbindung mit dem Optidriver-Getriebe sinkt der Verbrauch um vier Prozent. Der Diesel-, HVO- und B100-taugliche Antrieb kommt 2027 für die T-, C- und K-Baureihe. Ergänzend steht die auf 30 Fahrzeuge limitierte Sonderserie T High Ultimate Edition in Gold, Violett und Grau bereit. Für den Verteilerverkehr stellt der Lkw-Hersteller die Elektro-Laster E-Tech D 12T und D 14T mit LFP-Akkus (bis 220 km) vor. Sie sind speziell für den Einsatz in dicht besiedelten Gebieten mit häufigen Stop-and-Go-Verkehr entwickelt und besitzen 5,6 beziehungsweise 6,7 Tonnen Nutzlast.

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Ford Trucks: Überarbeiteter F-Max verspricht zweistelliges Effizienzplus

Premiere feierte der F-Max Gen 2.0 mit überarbeitetem Ecotorq-Gen2-Motor, verbesserter Aerodynamik, Kühlergrill in Wagenfarbe und digitalen Spiegelkameras. | Foto: FH
Premiere feierte der F-Max Gen 2.0 mit überarbeitetem Ecotorq-Gen2-Motor, verbesserter Aerodynamik, Kühlergrill in Wagenfarbe und digitalen Spiegelkameras. | Foto: FH

Die wachsende Vielfalt auf dem europäischen Markt spiegelt sich auch bei Ford Trucks wider. Hauptattraktion war die Premiere des F-Max Gen 2.0 für den Fernverkehr. Die Modellpflege umfasst den überarbeiteten, 510 PS starke Ecotorq-Gen2-Motor, eine verbesserte Aerodynamik, Kühlergrill in Wagenfarbe, digitale Spiegelkamera am Türblatt sowie modernisierte Assistenzsysteme. Dafür bleibt es beim automatisierten 16-Gang-Overdrive-Getriebe. Dennoch verspricht Ford Trucks ein Effizienzplus von bis zu 11,3 Prozent gegenüber der ersten Generation.

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Robuste F-Line bringt den Elektroantrieb in die Baulogistik

Der neue Ford F-Line E mit Dual-Motor-Antrieb markiert den batterieelektrischen Einstieg des türkischen Herstellers in die Welt des emissionsfreien Güterverkehrs. | Foto: FH
Der neue Ford F-Line E mit Dual-Motor-Antrieb markiert den batterieelektrischen Einstieg des türkischen Herstellers in die Welt des emissionsfreien Güterverkehrs. | Foto: FH

Für Verteiler- und Bauanwendungen präsentiert der Hersteller die F-LINE-Serie. Der mitgebrachte F-LINE Construction zeichnet sich durch robuste Technik, hohe Belastbarkeit und zeitgemäßer Sicherheits- und Vernetzungsfeatures aus. Den Schritt in Richtung Dekarbonisierung markiert der vollelektrische F-LINE E in den Ausführungen 4x2 (19-Tonner) und 6x2 (27-Tonner). Der Neuling besitzt eine kompakte 2,3-Meter-Fahrerkabine, Dual-Motor-Antrieb von ZF mit 235 oder 310 kW (320 oder 421 PS) Dauerleistung und integriertem Dreiganggetriebe. Die Reichweite bis zum erneuten Aufladen der 294- oder 498-kWh-Akkus beträgt 250 bis 300 Kilometer. Abgerundet hat der Messeauftritt das Digitalsystem ConnecTruck. Dieser Dienst für effizientere Abläufe verknüpft Flotten und Fahrer mit dem Fuhrparkmanagement.

Fuso: Modularer Leicht-Lkw eCanter bietet Platz für 15 Europaletten

Für den innerstädtischen Verteilerverkehr ist der wendige FUSO eCanter 9C18e für 3,6 Tonnen Nutzlast und 200 Kilometer Reichweite wie geschaffen. | Foto: FH
Für den innerstädtischen Verteilerverkehr ist der wendige FUSO eCanter 9C18e für 3,6 Tonnen Nutzlast und 200 Kilometer Reichweite wie geschaffen. | Foto: FH

Den Kreis der europäischen Messepremieren schließt Fuso mit seinen in Portugal gefertigten Canter-Modellen. Auf der Messe präsentiert der Hersteller Lösungen für den städtischen Verteilerverkehr und setzt dabei auf Technologiemix. Neben dem batterieelektrischen eCanter bleibt der Diesel-Canter eine feste Säule im Angebot. Als Messe-Highlight stand der eCanter 9C18e mit Kofferaufbau im Fokus. Bei 4.450 Millimeter Radstand bietet der 8,55-Tonner Platz für 15 Europaletten sowie 3,6 Tonnen Nutzlast. Das Fahrgestell selbst wartet mit bis zu 4,6 Tonnen Tragfähigkeit auf. Das L-Batteriepaket mit 123,9 kWh versorgt den bis zu 129 kW (175 PS) starken E-Motor für Reichweiten bis 200 Kilometer. DC-Schnellladen mit 104 kW füllt den Akku in etwa 40 Minuten von 20 auf 80 Prozent.

Neue Luftfederung für den Diesel-Canter

Generell ist die eCanter-Familie modular aufgebaut. Vier Gewichtsklassen, sechs Radstände, zwei Fahrerhaustypen und drei Batteriegrößen erlauben über 40 Konfigurationen. Erstmals führt Fuso eine Luftfederung für den konventionellen Diesel-Canter ein. Das System passt sich Beladungszuständen an und lässt sich um 160 Millimeter in der Höhe verstellen. Das soll das Be- und Entladen erleichtern. Außerdem passt sie sich automatisch an unterschiedliche Beladungszustände an, verbessert die Fahrzeugstabilität und reduziert Schwankbewegungen des kompakten Leicht-Lkw.

Wachsende Konkurrenz aus China

Konkurrenz bekommen die europäischen Lastwagenbauer zunehmend aus dem Reich der Mitte. Noch nie waren so viele chinesische Hersteller mit konkreten Fahrzeugmodellen für Europa mit von der Partie wie in diesem Jahr. Was Marken wie Superpanther, Sinotruk, BYD, FAW, GAC, Dongfeng, Deepway, Skyworth, Farizon, Foton oder Sany demnächst auch auf den hiesigen Markt werfen wollen. Es bleibt spannend.

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