Bilanz
MAN steigert Umsatz auf 10,3 Milliarden Euro – E-Lkw legen um 36 Prozent zu

Volle Auftragsbücher und steigende Erträge beim Münchner Nutzfahrzeugbauer: MAN Truck & Bus schließt die ersten drei Quartale 2026 mit einem Umsatzplus auf 10,3 Milliarden Euro ab. Das Wachstum treiben vor allem die elektrischen Nutzfahrzeuge. Das Europageschäft boomt aber vor allem außerhalb Deutschlands.

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Der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus blickt auf erfolgreiche erste neun Monate des Geschäftsjahres 2026 zurück. S ämtliche Finanz- und Absatzzahlen legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu: Der Gesamtumsatz stieg um vier Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis kletterte um 82 Millionen Euro auf 639 Millionen Euro (Vorjahr: 557 Millionen Euro).
Lieferengpässe dämpfen Schlussquartal leicht
„Auf MAN ist Verlass. Wir sind nun seit fast vier Jahren stabil unterwegs, liefern kontinuierlich robuste Ergebnisse und generieren einen starken Cashflow“, erklärt Finanzvorständin Inka Koljonen. Das Ergebnis des dritten Quartals sei vor allem beeinflusst durch ein niedriges Absatz- und Produktionsvolumen während der Sommerpause. „Kurzfristig sind wir von temporären Einschränkungen bei einem Lieferanten für Truck-Komponenten betroffen. Hier ist mit geringfügigen Effekten im vierten Quartal 2026 zu rechnen“, so Koljonen.
Europa gleicht Flaute im Heimatmarkt aus
Im Kerngeschäft mit schweren Lastwagen verzeichnete der Hersteller ein Auslieferungsplus von acht Prozent. Das Wachstum trugen vor allem die europäischen Kernmärkte abseits der DACH-Region, in denen der Marktanteil den höchsten Stand seit sieben Jahren markierte. Im deutschen Heimatmarkt stagnierte der Lkw-Absatz hingegen nach neun Monaten. Die Nachfrage zieht jedoch wieder an: Der Auftragseingang in Deutschland stieg im dritten Quartal um 19 Prozent, beflügelt durch die Branchenmesse IAA Transportation in Hannover. Konzernweit wuchs das Bestellvolumen um acht Prozent auf 78.600 Fahrzeuge.
Transporter TGE markiert neuen Verkaufsrekord
Im Segment der leichten Nutzfahrzeuge setzt die Baureihe TGE ihren Wachstumskurs fort. Nach neun Monaten verbuchte der Transporter 23.400 Auslieferungen, das entspricht einem Zuwachs von knapp drei Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2025. Zudem bewegt sich der Auftragseingang auf Höchststand. Seit dem Produktionsstart im Jahr 2016 liefen mittlerweile über 200.000 Einheiten des Modells vom Band. Dagegen geriet die Bussparte in einem umkämpften Marktumfeld unter Druck und büßte sechs Prozent der Auslieferungen ein.
Stromer verzeichnen zweistelliges Absatzplus
Deutliche Zuwächse verbucht MAN im Bereich der Elektromobilität. Mit insgesamt 1.480 Einheiten – aufgeteilt auf 805 eTrucks und 675 eBusse – stieg der Absatz vollelektrischer Nutzfahrzeuge um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Herstellers legte die Kundenflotte von rund 1.500 elektrischen Lkw mittlerweile über 60 Millionen Kilometer zurück, bei einem durchschnittlichen Flottenverbrauch von 95 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Nach der Vorstellung der Gesamtreihe auf der IAA bedient MAN mit den Baureihen eTGL, eTGM, eTGS und eTGX künftig das gesamte Tonnagespektrum von 4 bis 50 Tonnen.
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