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Baustoffproduktion stagniert: BBS senkt Prognose 2026

Baustoffproduktion stagniert: BBS senkt Prognose 2026
BBS-Präsident Dr. Dominik von Achten warnt vor anhaltender Stagnation und fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die heimische Baustoffindustrie. | Foto: Steffen Höft

Die Hoffnung der Baustoffindustrie auf eine Erholung im Jahr 2026 hat sich zerschlagen. Der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (BBS) korrigiert seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr von plus zwei Prozent auf ein bloßes Nullwachstum nach unten.


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Die deutsche Baustoffindustrie tritt auf der Stelle. BBS-Präsident Dominik von Achten macht das Wetter, die Weltlage und vor allem die Blockade in Berlin für die Flaute verantwortlich. Auf der Jahrestagung des Verbandes bilanzierte er nüchtern: „Die Hauptgründe für die Stagnation der Baustoffproduktion liegen auf der Hand: Ein relativ langer Winter sowie die Verunsicherung der Märkte durch die volatile geopolitische Lage und die ausbleibenden Reformen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau. 2026 ist weiterhin nicht mit einer Erholung der Baustoffproduktion zu rechnen.“

Dabei ist der Baubedarf unstrittig enorm. Straßen bröckeln, Brücken werden gesperrt, Wohnungen fehlen. Von Achten benennt das Versagen präzise: „Die marode Infrastruktur verfällt weiter, wir haben den niedrigsten Stand an neuen Wohnungen seit zwölf Jahren und auch bei der Energieeffizienz im Gebäudesektor besteht weiterhin erheblicher Nachholbedarf.“

Das Sondervermögen droht zu versickern

Zwar wolle die Bundesregierung handeln, doch sie verschleppe ihre eigenen Gesetze. Vor allem beim mühsam erkämpften Sondervermögen Infrastruktur droht laut von Achten das Scheitern: „Zu Beginn war der Deal klar - historische Verschuldung gegen mutige Reformen. Wenn jetzt allerdings nicht zügig reformiert wird, droht das Sondervermögen, ohne spürbaren volkswirtschaftlichen Effekt zu versickern. Das wäre das Worst-Case-Szenario.“

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Naturschutzgesetz bedroht die Rohstoffversorgung

Zusätzliche Gefahr drohe den Betrieben durch das geplante Gesetz zur natürlichen Infrastruktur. Es soll den Naturschutz über den Rohstoffabbau stellen. Wer Kies, Sand und Schotter abbauen will, stehe damit künftig vor unüberwindbaren Hürden. Für von Achten ist das geplante Gesetz ein Desaster: „Für Steine-Erden-Unternehmen, die in den kommenden Jahren Folgegenehmigungen zur Gewinnung von mineralischen Rohstoffen anstreben, wäre das Gesetz in dieser Form eine rohstoffpolitische Katastrophe.“


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