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Wirtschaft und Politik/

Bauhauptgewerbe: IG BAU protestiert gegen höheres Renteneintrittsalter

Bauhauptgewerbe: IG BAU protestiert gegen höheres Renteneintrittsalter
Die IG BAU kritisiert Pläne für ein höheres Renteneintrittsalter und aufgeweichte Arbeitszeiten. Am 26. September sind bundeweit Proteste geplant. | Foto: IG Bau/Archiv

Die IG BAU ruft im Bauhauptgewerbe für den 26. September zu Protesten gegen renten- und arbeitsmarktpolitische Pläne der Bundesregierung auf. Im Fokus der Kritik stehen ein höheres Renteneintrittsalter, die Aufweichung des Acht-Stunden-Tages sowie Einschnitte bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.


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Die Pläne der Rentenkommission, das Eintrittsalter nach 2031 weiter an die Lebenserwartung zu koppeln, stoßen bei der Gewerkschaft auf Ablehnung. Für David Vetter, Vorsitzender der Fachgruppe Bauhauptgewerbe Südbaden, ist die rein statistische Lebenserwartung der falsche Maßstab, da Beschäftigte auf dem Bau mit Anfang 60 oft bereits über vier Jahrzehnte körperlich schwere Arbeit geleistet hätten. Als branchengerechte Alternative verweist der Polier auf die Schweiz, wo Bauarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen bereits ab 60 Jahren in einen flexiblen Altersrücktritt gehen können.

Warnung vor längeren Arbeitszeiten am Bau

Neben der Rentendebatte lehnt die Arbeitnehmervertretung auch Überlegungen ab, die tägliche durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit zu ersetzen. Straßenbauer und Fachgruppenvorstand Moritz Berkenhagen mahnt an, dass mehr Flexibilität nicht zu Lasten des Arbeitsschutzes gehen dürfe. Zudem wehren sich die Gewerkschafter gegen Forderungen der Arbeitgeberseite, den ersten Krankheitstag unbezahlt zu lassen oder künftig Teilkrankschreibungen einzuführen.

Bundesweite Kundgebungen am 26. September

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, schließt sich die Fachgruppe Südbaden dem bundesweiten Aktionstag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an. Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente“ finden am 26. September 2026 in 15 Großstädten Kundgebungen statt, darunter in Freiburg, aber auch in Berlin, Stuttgart, Hamburg, Kiel, Erfurt und Magdeburg.

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