GaLaBau 2026
Junge Fachkräfte haben urbane Freiräume im Fokus

Jan Ole Barth und Niklas von der Brehling haben den Landschaftsgärtner-Cup auf der Messe GaLaBau in Nürnberg gewonnen. Sie tragen jetzt den Titel Deutscher Meister. Anhand eines „Tiny Gartens“ bewiesen die Nachwuchskräfte ihr bautechnisches Können. Im Fokus standen regionale Baustoffe und wassersparende Pflanzkonzepte für die urbane Nachverdichtung.

Betonwerkstein überzeugt bei CO2-Ausstoß und Primärenergiebedarf
Eine Studie des Betonverbandes SLG bietet einen ökobilanziellen Vergleich von sechs verschiedenen Terrassenbefestigungen.
Beim bundesweiten Wettbewerb setzten sich die Auszubildenden der Betriebe Grewe Rotenburg sowie Grüner Zweig Gartengestaltung gegen zehn weitere Teams durch. In 15 Stunden Bauzeit realisierten sie einen vier mal vier Meter großen Gartenausschnitt. Die Kernaufgabe bestand darin, qualitative Aufenthaltsbereiche auf minimaler Fläche zu schaffen. Solche raumeffizienten Konzepte sind insbesondere bei Bauvorhaben in der urbanen Nachverdichtung gefordert.
Nachwuchsförderung im GaLaBau sichert bautechnische Ausführungsqualität
Die fachgerechte Materialverwendung ist entscheidend für die Dauerhaftigkeit von Außenanlagen. Die bautechnische Aufgabe umfasste die Konstruktion einer Sitzmauer über Eck aus regionalem Jura-Kalkstein. Ergänzt wurde das Bauwerk durch eine Klinkerterrasse, die mit einer sogenannten Grenadierschicht eingefasst war. Dies demonstriert die notwendige handwerkliche Präzision im Umgang mit Naturstein und Klinkerbauweisen.
Trockenresistente Bepflanzung als Standard für die urbane Nachverdichtung
Ein zentraler Aspekt der Prüfung lag auf der Umsetzung klimaresilienter Vegetationskonzepte. Den gestalterischen Mittelpunkt bildete ein von Holzlamellen eingefasster Baum, der direkt in das Sitzkonzept integriert wurde. Für die Begrünung der verbleibenden Freiflächen mussten die Fachkräfte eine trockenresistente Bepflanzung eigenständig konzeptionieren und fachgerecht setzen.
Die verwendeten Solitär- und Leitstauden sind speziell für städtische Hitzeinseln ausgelegt, bei denen ein reduzierter Wasser- und Pflegebedarf im Betrieb zwingend erforderlich ist. Technische Neuerungen zeigten sich in diesem Jahr auch im Hintergrund des Wettbewerbs: Die Leistungsbewertung der einzelnen landschaftsgärtnerischen Gewerke durch die Fachjury erfolgte erstmals vollständig digital.
Auf den zweiten Platz gelangten Felix Körner und Victor Walther, beide Pomosus Garten- und Landschaftsbau Christoph Rother aus Sachsen. Die Drittplatzierte sind Leon Luca Schade von Hartmut Schmidt oHG und Hannes Weser von Oar Gartenservice GmbH vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nord.
Große Chance auf die „Euro Skills 2027"
Die drei bestplatzierten Teams haben die Chance, in die landschaftsgärtnerische Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. Aus dieser wird anschließend das Zweierteam ausgewählt, das Deutschland bei den EuroSkills 2027 in Düsseldorf im Skill Landscape Gardening vertreten wird.
Insgesamt 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am 16. und 17. September 2026 in Teams gegeneinander angetreten:
- Baden-Württemberg: Emilie Braun und Matilda Lehmann
- Bayern: Moritz Wolf und Ramon Knab-Ziegler
- Berlin und Brandenburg: Nils von Waldowski und Aaron Anton
- Hessen-Thüringen: Jannes Weigel und Tom Nickmann
- Mecklenburg-Vorpommern: Finn Ihde und Philipp Kunkel
- Niedersachsen-Bremen: Jan Ole Barth und Niklas von der Brehling
- Nord: Leon Luca Schade und Hannes Weser
- Nordrhein-Westfalen: Leon Keller und Marvin Mühlhoff
- Rheinland-Pfalz und Saarland: Vinzenz Bosse und Max Kotzan
- Sachsen: Felix Körner und Victor Walther
- Sachsen-Anhalt: Janne Konstantin Nemitz und Max Lenske
BGL-Präsident und AuGaLa-Vorsitzender Thomas Banzhaf gratulierte den Siegerinnen und Siegern und würdigte zugleich die Leistung aller teilnehmenden Teams: „Der Landschaftsgärtner-Cup zeigt auf beeindruckende Weise, wie vielfältig und anspruchsvoll unser Beruf ist. Hier müssen innerhalb kürzester Zeit ganz unterschiedliche Materialien, Pflanzen und Arbeitstechniken zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfinden. Dafür braucht es Fachwissen, handwerkliche Sicherheit, einen guten Blick für Gestaltung und vor allem echtes Teamwork. Genau das haben unsere 22 Nachwuchskräfte in diesen beiden Tagen unter Beweis gestellt. Ich gratuliere dem Siegerteam herzlich zum Deutschen Meistertitel – und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu dem, was sie hier geleistet haben.“
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Quelle: BGL
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