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Heidelberg Materials: Umsatzerlöse steigen im dritten Quartal um zehn Prozent

Heidelberg Materials: Umsatzerlöse steigen im dritten Quartal um zehn Prozent
Heidelberg Materials wächst im dritten Quartal auf 6,4 Milliarden Euro Umsatz und kündigt Sparmaßnahmen im europäischen Zementnetzwerk an. | Foto: Heidelberg Materials

Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials profitiert von einer anziehenden Nachfrage in seinen Kernmärkten. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres steigerte das Unternehmen seine Umsatzerlöse um zehn Prozent. Angesichts der stabilen Entwicklung im Sommerquartal bestätigt der Vorstand seine Prognose für das Gesamtjahr.

Heidelberg Materials blickt auf ein erfolgreiches drittes Quartal zurück und verzeichnet eine deutliche Beschleunigung seiner Wachstumsdynamik. Von Juli bis September 2026 kletterten die Umsatzerlöse des Baustoffherstellers um zehn Prozent auf 6,41 Milliarden Euro nach 5,81 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs erhöhte sich im gleichen Zeitraum um neun Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. Als wesentliche Säulen dieser Entwicklung nennt das Management eine robuste Baukonjunktur in Nordamerika sowie ein stabiles Europageschäft.

Sparprogramm übertrifft die Erwartungen der Konzernleitung

Einen wesentlichen Beitrag zur Margenverbesserung leistete die Ende 2024 ins Leben gerufene Effizienzoffensive. Die Einsparungen aus diesem Restrukturierungsprogramm werden das ursprüngliche Ziel von 500 Millionen Euro bis zum Jahresende voraussichtlich übertreffen, teilt der Konzern mit. Auf dieser Basis hat der Vorstand beschlossen, das Programm bis zum Jahr 2028 zu verlängern und zusätzliche Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro zu realisieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung des europäischen Zement- und Klinkerwerksnetzwerks, was unter anderem zur Schließung des Werks im französischen Ranville führt. Im März hat Heidelberg Materials das Zementwerk in Paderborn stillgelegt.

Expansion im skandinavischen und australischen Markt

Flankiert wird das Wachstum durch Akquisitionen in strategisch wichtigen Regionen. Anfang Oktober vereinbarte der Konzern die Übernahme der schwedischen und norwegischen Zuschlagstoff- und Asphaltaktivitäten des Bauunternehmens NCC. Die Transaktion umfasst 106 Zuschlagstoffstandorte und 44 Asphaltwerke in Nordeuropa. Zudem schloss der Baustoffproduzent im Oktober den Kauf des Baustoffgeschäfts der australischen Maas Group ab, so dass sich das Portfolio um 43 Steinbrüche und 22 Transportbetonwerke erweitert. In Peru sicherte sich Heidelberg Materials zudem eine Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent am Zementhersteller Cementos Inka.

Großprojekt zur CO2-Abscheidung in Wales gestartet

Im Bereich der Nachhaltigkeit treibt das Unternehmen die Dekarbonisierung seiner Produktion weiter voran. Am Zementwerk im walisischen Padeswood starteten im dritten Quartal die Tiefbauarbeiten für das Hauptfundament einer großtechnischen CO2-Abscheidungsanlage, deren erste Großkomponenten ab April 2027 geliefert werden sollen. Ziel ist es, künftig jährlich rund 800.000 Tonnen CO2 abzuscheiden und dauerhaft im Meeresboden zu speichern. In Deutschland nahm das CI4C-Konsortium, an dem der Konzern beteiligt ist, in Mergelstetten die weltweit erste Pilotanlage zur Abscheidung von hochreinem Kohlendioxid im Pure-Oxyfuel-Verfahren in Betrieb.

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Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt

Gestützt auf die Ertragslage hält der Vorstand an seinen Finanzzielen für das Gesamtjahr fest. Für das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs wird weiterhin ein Korridor von 3,40 bis 3,65 Milliarden Euro erwartet. Die Rendite auf das investierte Kapital soll leicht über der Marke von zehn Prozent liegen. Parallel dazu schloss der Konzern Anfang Oktober sein dreiteiliges Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro planmäßig ab.

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