U-Bahn-Bau
Doka liefert Maßarbeit für Wiener U-Bahn

Beim wichtigsten Infrastrukturprojekt Wiens entstehen komplexe Tunnel- und Stationsbauwerke mitten im dichten Stadtgebiet. Für den Ausbau des Linienkreuzes U2xU5 liefert Doka 3D-geplante, vormontierte Schalung. Die modular einsetzbaren Systeme sparen Montagezeit auf den eng getakteten Baustellen im Untergrund.
Tief unter der Wiener Innenstadt entstehen beim Ausbau der Linie U2 und dem Neubau der vollautomatischen U5 neue Stationsbauwerke und Röhren. Wo Tunnel, Querschläge und Fahrtreppenschächte in unterschiedlichen Winkeln aufeinandertreffen, ist eine exakte Anpassung der Schalung an die Geometrien zwingend erforderlich. Der Schalungshersteller Doka unterstützt das Großprojekt von der dreidimensionalen Planung über die Vormontage der Einheiten bis zur Montagebegleitung direkt vor Ort.
Das Unternehmen liefert seit 2021 umfangreiche Materialmengen für die U2-Verlängerung. Als Hauptlieferant rüstet der Schalungshersteller im Auftrag der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft (ARGE) U2 17-21, bestehend aus Strabag und Porr, mehrere Stationen aus. Dazu gehören die Knotenpunkte Matzleinsdorfer Platz, Reinprechtsdorfer Straße, Pilgramgasse und Neubaugasse.
Individuelle Schalwagen im Einsatz

Eine der ersten großen Etappen betrifft das Stationsbauwerk am Matzleinsdorfer Platz, das künftig rund 50.000 Menschen an die S-Bahn-Stammstrecke anbindet. Für die komplexen Tunnelquerschnitte lieferte Doka maßgeschneiderte Schalwagen. Auch für die Wendeanlage im Aufweitungsbereich, an dem die beiden Tunnelröhren in ein gemeinsames Bauwerk zusammenlaufen, kommen zeitnah individuell angepasste Schalwagenlösungen zum Einsatz.
Extrembedingungen in der Neubaugasse
Besonders hohe Anforderungen an die Schalung stellt der Bauabschnitt der Station Neubaugasse. In rund 35 Metern Tiefe entsteht unter dem laufenden Stadtverkehr ein zentraler Umsteigeknoten. Weil dort Röhren, Lüftungstunnel und Fahrtreppenschächte auf engstem Raum aufeinandertreffen, setzt das Team auf 3D-geplante Sonderschalungen. Zum Einsatz kommt das Traggerüst SL-1 in Kombination mit der bewährten Trägerschalung Top 50.

Vormontage spart Baustellenzeit
Die Arbeitsvorbereitung und Logistik spielen beim innerstädtischen Tunnelbau eine Schlüsselrolle. Um den Montageaufwand und die Wartezeiten zu minimieren, werden transportfähige Schalungseinheiten bereits im Doka-Werk in St. Martin vormontiert. Auf der Baustelle müssen die Segmente nur noch zusammengesetzt werden. Der hohe Anteil an modularen Systemkomponenten erlaubt es zudem, viele Teile über mehrere Bauabschnitte hinweg mehrfach zu verwenden.
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Klimaschutz durch Öffi-Ausbau
„Die komplexen Bauwerke erfordern individuelle Lösungen. Die Zusammenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung dieses Infrastrukturprojekts“, sagt Arge-Bauleiter Markus Kravutske. Der Ausbau des Wiener Linienkreuzes soll Kapazitäten für zusätzliche 300 Millionen Fahrgäste pro Jahr schaffen. Durch die Verkehrsverlagerung lassen sich jährlich rund 550 Millionen Pkw-Kilometer einsparen.
Projektdaten „Öffi-Ausbau U2xU5“
Parameter | Projektdetail |
Bauherr | Wiener Linien |
Ort | Wien (Österreich) |
Bauart | Tunnel- und Stationsbau |
Ausführung | ARGE U2 17-21 (Strabag und Porr) |
Geplante Fertigstellung | 2030 (erste Ausbaustufe) |
Dienstleistungen | 3D-Planung, Sonderschalungsbau, Schalungsvormontage, Richtmeister |
Eingesetzte Systeme | Tunnelschalwagen SL-1, Trägerschalung Top 50, Traggerüst Staxo 100 |
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