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Ingenieurbau/

Tunnelrohbau am Südschnellweg: Porr startet mit segmentierter Blockbauweise

Spezialtiefbau

Tunnelrohbau am Südschnellweg gestartet

14.07.2026, 11:06
HANNOVER
Tunnelrohbau am Südschnellweg: Porr startet mit segmentierter Blockbauweise
Der Tunnel unter dem Südschnellweg in Hannover wächst nun sichtbar: Nach umfangreichen Vorarbeiten entstehen in den vorbereiteten Baudocks Schritt für Schritt die einzelnen Bauteile des Bauwerks. | Foto: Porr

Der Tunnel unter dem Südschnellweg in Hannover wächst nun sichtbar: Unter Federführung von Porr hat in Hannover mit der ersten Sohlbetonage der Tunnelrohbau für den Südschnellweg begonnen. In 18 Metern Tiefe entsteht das Bauwerk in segmentierter Blockbauweise. Im Fokus stehen hohe Prozessstabilität, komplexe Baugrubensicherung sowie ein gezieltes Rissmanagement für massive Bauteile.

In Baudock 4 wurde die Bodenplatte des Tunnelblocks 27 hergestellt. Porr bezeichnet die erste Betonage der Sohle als einen entscheidenden Fortschritt des Ingenieurbaus im Baufortschritt. Diese Etappe bezeichnet den Übergang vom vorbereitenden Ingenieurbau in die eigentliche Tunnelrohbauphase.

Der Tunnel wird aus 80 geschlossenen Tunnelblöcken und 31 offenen Trogblöcken zusammengesetzt. Diese Bauweise mit weitgehend einheitlichen Abmessungen von 10 mal 12 m und rund 9,5 m Höhe ermöglicht eine flexible Anpassung an die spezifische Linienführung. Durch die Standardisierung der insgesamt 431 Einzelbetonagen wird eine hohe Prozessstabilität im gesamten Bauablauf erreicht. Für die erste, 1,20 m starke Bodenplatte war der Einbau von rund 440 m3 Beton erforderlich.

Mit der ersten Sohlbetonage im Tunnel am Südschnellweg erreicht die Porr einen wichtigen Meilenstein: Rund 440 Kubikmeter Beton bilden in etwa 18 Metern Tiefe das Fundament für einen der zukünftigen Tunnelabschnitte. | Foto: Porr
Mit der ersten Sohlbetonage im Tunnel am Südschnellweg erreicht die Porr einen wichtigen Meilenstein: Rund 440 Kubikmeter Beton bilden in etwa 18 Metern Tiefe das Fundament für einen der zukünftigen Tunnelabschnitte. | Foto: Porr

Baugrubensicherung und Unterwasserbeton für anspruchsvolle Böden

Dem eigentlichen Rohbau gingen umfangreiche Vorarbeiten voraus, bei denen Unternehmen wie Hagedorn den anspruchsvollen Nassaushub und die Baufeldfreimachung übernahmen. Die Sicherung der Baugrube für die nun laufenden Arbeiten erfolgt über eine 1.000 m lange Schlitzwand, die mit 2.000 Ankern kraftschlüssig rückverankert ist. Zur Abdichtung gegen das anstehende Grundwasser kamen im Vorfeld große Mengen Unterwasserbeton zum Einsatz, um ein stabiles Fundament für den Rohbau zu schaffen.

Die Betonage in Zahlen:

Die Herstellung erfolgt in standardisierten Einzelschritten. Der streng getaktete, wiederkehrende Bauablauf ist auf maximale Prozessstabilität ausgelegt:

  • 111 Bodenplattenbetonagen im Tunnelbereich
  • 240 Wandbetonagen im Tunnelbereich
  • Ergänzende Wandkonstruktionen in den offenen Trogabschnitten
  • Gesamtumfang: 431 Einzelbetonagen
Nach der Bewegung von rund 300.000 Kubikmetern Boden und der Herstellung der Baugruben hat mit der ersten Betonage die eigentliche Rohbauphase des Tunnels begonnen. | Foto: Porr
Nach der Bewegung von rund 300.000 Kubikmetern Boden und der Herstellung der Baugruben hat mit der ersten Betonage die eigentliche Rohbauphase des Tunnels begonnen. | Foto: Porr

Rissmanagement und Dichtigkeit bei massiven Betonbauteilen

Ein technischer Schwerpunkt in der aktuellen Rohbauphase liegt auf der dauerhaften Begrenzung von Wasserzutritten. Um die Gebrauchstauglichkeit sicherzustellen, werden vor den jeweiligen Betonagen Fugenbleche und integrierte Dichtelemente eingebaut.

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Diese Bauteile übernehmen eine zentrale Funktion im Rissmanagement. Durch gezielt angeordnete Sollrissquerschnitte lässt sich die unvermeidbare Schwindrissbildung des Betons kontrolliert in definierte Bereiche lenken. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Ende 2029 vorgesehen.

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Quelle: Porr


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