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Ingenieurbau/

Storstrøm-Brücke: Doka-Schalungstechnik für Dänemarks drittlängste Brücke

Storstrøm-Brücke: Doka-Schalungstechnik für Dänemarks drittlängste Brücke
Die neue Storstrøm-Brücke stärkt als drittlängste Brücke Dänemarks den Fehmarnbelt-Korridor nach Mitteleuropa. Beim Bau des Pylons setzten die Baupartner auf ein windstabiles Selbstkletterkonzept von Doka. | Foto: Doka

Mit einer Gesamtlänge von 3,8 Kilometern bildet die neue Storstrøm-Brücke in Dänemark eine zentrale Verbindung zur Festen Fehmarnbeltquerung. Für die Errichtung des 102 Meter hohen Pylons und der Vorlandbrücken unter extremen klimatischen Bedingungen lieferte der Schalungsspezialist Doka die maßgeschneiderten Kletter- und Gerüstsysteme.


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Die Anfang Juni 2026 für den Autoverkehr freigegebene „Dronning Margrethe II’s Bro“ (Königin-Margrethe-II.-Brücke) ist Dänemarks drittlängste Brücke. Das von der dänischen Straßenverkehrsbehörde Vejdirektoratet beauftragte und vom Bauunternehmen Itinera ausgeführte Projekt übernimmt eine strategische Funktion im skandinavisch-europäischen Güter- und Personenverkehr. Die Brücke, die ab 2027 auch für den Bahnverkehr freigegeben wird, ersetzt das historische Vorgängerbauwerk aus dem Jahr 1937, das nun schrittweise zurückgebaut wird.

Seit 2019 begleitete der Doka das komplexe Bauvorhaben. Der Leistungsumfang umfasste neben dem Pylon auch Schalungslösungen für die 80 Meter langen Vorlandbrücken, landseitig vorgefertigte Pfeilerköpfe sowie die auskragenden Tragwerke, die die Fertigteil-Brückensegmente mit dem Hauptpylon verbinden.

Auch die vorgefertigten Pfeilerköpfe für die Storstrøm Bridge - im Bild der Einhub mit dem Schwimmkran - gehörten zu Dokas Leistungsumfang. | Foto: SBJV
Auch die vorgefertigten Pfeilerköpfe für die Storstrøm Bridge - im Bild der Einhub mit dem Schwimmkran - gehörten zu Dokas Leistungsumfang. | Foto: SBJV

Kletterschalung für komplexe Geometrie

Die bautechnisch anspruchsvollste Phase des Projekts bildete die Errichtung des 102 Meter hohen Pylons. Als zentrales Tragelement der Schrägseilbrücke mit einer Hauptspannweite von 320 Metern leitet er sämtliche Kräfte in das Fundament ab. Die Konstruktion erforderte eine Schalungslösung, die sich nicht nur an die variable Geometrie des Pylons anpasste, sondern auch vorgefertigte Ausschalungen (Box-outs) und die massiven Einbauteile für die Schrägseile integrieren konnte. Zudem mussten die Systeme den extremen Windlasten über dem Storstrømmen-Sund standhalten.

Die Selbstkletterschalungen SKE100 plus und SKE50 plus ermöglichten die Herstellung des 102 Meter hohen Pylons. | Foto: SBJV
Die Selbstkletterschalungen SKE100 plus und SKE50 plus ermöglichten die Herstellung des 102 Meter hohen Pylons. | Foto: SBJV

Um diese Anforderungen wirtschaftlich umzusetzen, kombinierten die Doka-Ingenieure verschiedene Klettersysteme. Für die Aufnahme hoher Lasten kamen Plattformen der Selbstkletterschalung SKE100 plus zum Einsatz. Auf den beengten Seiten des Pylons wurden diese durch flexiblere SKE50 plus-Einheiten ergänzt, um durchgängig aufgehende Arbeitsbühnen zu realisieren.

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Integrierte Arbeitsplattform für den Endausbau

Für die finalen Arbeiten an der Schrägseilbrücke konstruierte Doka eine abschnittsweise errichtete Arbeitsplattform. Die Basis bildete das Traggerüstsystem Staxo 100, das auf vier stationären Kletterkonsolen der SKE-Baureihen ruhte. Dabei nutzten die Techniker die bereits vorhandenen Verankerungspunkte aus der vorangegangenen Pylonherstellung, was den Rüstaufwand deutlich minimierte.

Zwei in das Gerüstkonzept integrierte Treppentürme stellten den Zugang für die Baukolonnen sicher. Durch die feste Verankerung der Plattform mit dem Pylon blieben die Arbeitsbedingungen auch unter den anspruchsvollen Wind- und Lastbedingungen in großer Höhe stabil. So konnte der Pylonbau termingerecht abgeschlossen werden. Aurelia Penza, Technical Manager bei Itinera, bewertet die Zusammenarbeit positiv: „Das Storstrøm-Brückenprojekt stellte hohe Anforderungen an das Schalungs- und Traggerüstkonzept: Es musste sich präzise an die wechselnden Geometrien anpassen und gleichzeitig hohen Windlasten standhalten. Der Engineering-Ansatz von Doka vereinte diese Stabilität und Flexibilität.“

Der 102 Meter hohe Pylon der neuen Storstrøm-Brücke übernimmt die Ableitung sämtlicher Kräfte in das Fundament. | Foto: SBJV
Der 102 Meter hohe Pylon der neuen Storstrøm-Brücke übernimmt die Ableitung sämtlicher Kräfte in das Fundament. | Foto: SBJV

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