A7-Ausbau
Flexible Schalung für den Lärmschutztunnel Altona

Der 2,23 Kilometer lange Tunnel Altona ist der dritte und längste Lärmschutztunnel der A7 in Hamburg. Für den achtstreifigen Ausbau in offener Bauweise nutzt die ARGE aus Hochtief und Implenia eine anpassungsfähige Schalung, um die variierende Tunnelkontur bei laufendem Baustellenverkehr zu betonieren.
Die A7 teilt die westlichen Stadtteile Hamburgs als zentrale Nord-Süd-Verbindung. Um diese städtebauliche Schneise zu schließen, entsteht nach den Projekten Schnelsen und Stellingen nun der Tunnel Altona. Das 2,23 Kilometer lange Bauwerk wird angrenzend an den Elbtunnel parallel zum Autobahnverkehr errichtet. Mit einer Breite von 42 Metern und einer Höhe von fünf Metern bietet der Tunnelquerschnitt Platz für einen achtstreifigen Ausbau sowie zwei integrierte Anschlussstellen mit entsprechenden Rampen. Auf dem Deckel entstehen später ein Erholungspark, Kleingärten und neue Stadtstraßen.
Verkehrsumlegung in zwei Phasen
Die ARGE stellt den Rohbau der westlichen Tunnelröhre bis Mitte 2026 fertig, die Inbetriebnahme ist für 2027 terminiert. Danach schließt sich der Bau der östlichen Röhre für die Richtungsfahrbahn Nord an. Der gesamte Verkehr soll um den Jahreswechsel 2029/2030 lärmfrei unter Tage fließen. Abschließend demontieren die Baufirmen die Provisorien und binden die neuen Anschlussstellen an das städtische Straßennetz an.
Verfahrbare Schalung für 112 Takte
Bei der Herstellung der 112 Tunneltakte mit jeweils 20 Metern Länge greift die ARGE auf eine Tunnelschalung von Peri zurück. Die Lösung basiert auf dem Ingenieurbaukasten "Variokit". Insgesamt fünf verfahrbare Tunnelschalwagen arbeiten für die aufgelöste Bauweise parallel.
Hydraulische Anpassung der Kontur
Ausgestattet mit hydraulischen Hub- und Absenkeinheiten passen die Facharbeiter die Deckenschalwagen an die stark variierende Tunnelkontur an. So entfallen aufwendige Umbaumaßnahmen. Die Konstruktion der Schalung integriert zudem zwei Durchfahrtsöffnungen, die den laufenden Baustellenverkehr im Tunnelquerschnitt aufrechterhalten.
Integration in den Gerüstbaukasten
Neben der Geometrieanpassung erfordern wechselnde Gründungssituationen im Hamburger Boden eine flexible Lasteinleitung. Das Projektteam kombiniert dafür die Variokit-Systemlösung mit projektspezifischen Sonderteilen aus vorangegangenen Einsätzen, um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Das System ist kompatibel mit dem Gerüstbaukasten Peri Up, was sichere Arbeitszugänge auf der Baustelle schafft.
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Vormontage und Baustellenbetreuung
Ingenieure der Hamburger Peri-Niederlassung und die Weißenhorner Infrastrukturspezialisten begleiten den Bauprozess von der Planung bis zur Ausführung. Das Konzept umfasst die Materialbereitstellung, die komplette Vormontage der Schalungselemente sowie die baubegleitende Projektleitung inklusive Einweisung durch einen Richtmeister vor Ort.

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