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Sprengstopp im Himalaya: Wie ein Hydraulikhammer den Tunnelbau rettet

Sprengstopp im Himalaya: Wie ein Hydraulikhammer den Tunnelbau rettet
Beim Shimla-Bypass im Himalaya baut der Epiroc HB 3600 DP den Tunnel dort weiter, wo Sprengen nicht möglich ist. | Foto: Epiroc

Wenn im Tunnelbau Sprengen nicht möglich ist, droht der gesamte Bauzeitenplan zu kippen. Beim 27 Kilometer langen Shimla-Bypass im Himalaya brachten strenge Auflagen den Vortrieb in der Nähe bewohnter Dörfer plötzlich ins Stocken. Statt Dynamit sorgt nun ein Hydraulikhammer dafür, dass der Felsabbau ohne Erschütterungschaos weiterläuft.


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Der Ausbau des National Highway 5 im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh gehört zu den anspruchsvollsten Verkehrsprojekten Nordindiens. Um den Dauerstau in der Bergstadt Shimla aufzulösen, baut die National Highways Authority of India (NHAI) eine 27,4 Kilometer lange Umgehungstrasse mit mehreren Tunneln und Brücken durch das Himalaya-Massiv. Das ausführende Bauunternehmen Bharat Constructions stieß im geologisch instabilen Gebirge jedoch schnell an rechtliche und bautechnische Grenzen: Immer wenn die Tunneltrasse dicht an bewohnten Siedlungen vorbeiführt, verbieten strenge Auflagen zur Erschütterungskontrolle den Einsatz von Sprengstoffen.

Wenn das NATM-Sprengen an Siedlungsgrenzen scheitert

Tunnelbaustelle im Himalaya: Der Ausbau des National Highway 5 mit mehreren Tunneln gehört zu den anspruchsvollsten Verkehrsprojekten Nordindiens. | Foto: Epiroc
Tunnelbaustelle im Himalaya: Der Ausbau des National Highway 5 mit mehreren Tunneln gehört zu den anspruchsvollsten Verkehrsprojekten Nordindiens. | Foto: Epiroc

Eigentlich setzt das Baustellenteam beim Vortrieb auf die Neue Österreichische Tunnelbauweise (NATM), um flexibel auf das Verformungsverhalten der wechselnden Gesteinsschichten zu reagieren. Doch das bewährte Sprengverfahren geriet durch die Nähe zu Wohnhäusern zum massiven Termintreiber. Jeder Zündvorgang zog Sicherheitsbedenken, langwierige Genehmigungsprozesse und temporäre Baustopps nach sich. Um den Bauzeitenplan nicht komplett zu gefährden, suchten die Ingenieure nach einer Lösung, die den Ausbruch ohne riskante Druckwellen vorantreibt.

Hydraulikhammer übernimmt den Felsabbruch

Der HB 3600 DP wurde an den engen Tunnelquerschnitt, die aggressiven Staubbedingungen und die hohe Dauerbelastung angepasst. | Foto: Epiroc
Der HB 3600 DP wurde an den engen Tunnelquerschnitt, die aggressiven Staubbedingungen und die hohe Dauerbelastung angepasst. | Foto: Epiroc

Die Rettung für den Vortrieb lieferte der Baumaschinenspezialist Epiroc mit seinem schweren Hydraulikhammer HB 3600 DP. Nach einer genauen Einsatzanalyse rüstete das Baustellenteam Trägergeräte für den extremen Untertageeinsatz mit dem Anbaugerät um. Epiroc passte den Meißelhammer konstruktiv an den engen Tunnelquerschnitt, die aggressiven Staubbedingungen und die langen Dauerbelastungszyklen im Berg an. Nach kurzer Einlaufphase etablierte sich das Gerät als vollwertiger Ersatz für Sprengladungen und meißelte den Fels mit hoher Präzision aus der Wand.

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Baustellen-Support sichert die Verfügbarkeit

Um Ausfälle tief im Gebirge zu verhindern, kombinierte Epiroc die Maschinentechnik mit einem intensiven Schulungsprogramm für Maschinisten und Werkstattpersonal direkt vor Ort. Die Einheiten konzentrierten sich auf das Verschleißmanagement der Meißelspitzen, die Dichtungsüberwachung und den sicheren Betrieb unter Tage. Dadurch erreichte das Bauteam eine durchgehend hohe technische Verfügbarkeit und konnte den Vortrieb in kontinuierlichen Zyklen ohne Verzögerungen fortführen.

Zukunftsmodell für sensible Gebirgsregionen

Ähnliche Infrastrukturprojekte in sensiblen Regionen werden künftig verstärkt auf präzisionsorientierte Technologien setzen, meint Peter Royston von Epiroc India. | Foto: Epiroc
Ähnliche Infrastrukturprojekte in sensiblen Regionen werden künftig verstärkt auf präzisionsorientierte Technologien setzen, meint Peter Royston von Epiroc India. | Foto: Epiroc
Auf den rund drei Kilometern im Bau befindlichen Tunnelabschnitten beweist die mechanisierte Methode ihren Nutzwert für künftige Gebirgstrassen. „Mit derzeit rund drei Kilometern Tunnelbau in Ausführung zeigt dieses Projekt, wie mechanisierte, präzisionsorientierte Vortriebslösungen den Baufortschritt sichern können, wenn konventionelle Sprengverfahren eingeschränkt sind", erklärt Business Line Manager Peter Royston von der Attachments Division bei Epiroc India. „Ähnliche Infrastrukturprojekte in sensiblen Regionen werden künftig verstärkt auf solche Technologien setzen, um Sicherheit, Regelkonformität und Produktivität in Einklang zu bringen.“

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