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Tief- und Straßenbau/

Spundwandbau im Bahnbau: Stützwand sichert neuen Bahnhof Ihrhove

Spundwandbau im Bahnbau: Stützwand sichert neuen Bahnhof Ihrhove
Der neue Bahnhof entsteht direkt an einem Biotop. | Foto: Heisig Spezialtief- und Wasserbau GmbH

Beim Neubau des Bahnhofs Ihrhove an der Bahnstrecke Wunderline schützt eine 350 Meter lange Spundwand ein angrenzendes Biotop. Unter laufendem Bahnverkehr und bei extremen Platzverhältnissen verbaute Heisig Spezialtiefbau teilbeschichtete Doppelbohlen von Terra Infrastructure. Das Projekt zeigt passgenaue Lösungen für strenge Bauauflagen.

Beim Neubau des Bahnhofs Ihrhove (Niedersachsen) wurde eine 350 Meter lange Stützwand aus Stahl-Spundwänden errichtet. Die Heisig Spezialtief- und Wasserbau GmbH aus Winsen (Aller) führte die Arbeiten im Auftrag der Albert Fischer GmbH durch. Der entscheidende fachliche Anspruch des Projekts lag in den extrem limitierten Platzverhältnissen: Für den Spundwandbau stand lediglich eine vier Meter breite Arbeitsfläche zur Verfügung. Zudem mussten die Einbauarbeiten während des laufenden Zugverkehrs realisiert werden. Die Materiallogistik erforderte eine exakte Taktung, bei der stets nur das Tagespensum an Doppelbohlen auf der Baustelle vorgehalten wurde.

Teilbeschichtete Bohlen sparen Zeit vor Ort

Zum Einsatz kamen 284 Doppelbohlen und zwei Einzelbohlen des Typs TKL 603 von Terra Infrastructure. Die warmgewalzten Profile mit einer Länge von sieben Metern wurden bereits vorbeschichtet auf die Baustelle geliefert. Im oberen Bereich, der nach dem Einbau sichtbar bleibt, weisen die Bohlen auf 1,5 Metern Länge eine Beschichtung auf, die vor Korrosion schützt und die Lebensdauer der Stützwand erhöht.

Für den Einbau der Terra Infrastructure-Doppelbohlen TKL 603 stand auf der gesamten Länge von 350 Metern ein nur vier Meter breiter Arbeitsraum zur Verfügung. | Foto: Heisig Spezialtief- und Wasserbau GmbH
Für den Einbau der Terra Infrastructure-Doppelbohlen TKL 603 stand auf der gesamten Länge von 350 Metern ein nur vier Meter breiter Arbeitsraum zur Verfügung. | Foto: Heisig Spezialtief- und Wasserbau GmbH

Der technische Nutzen dieser Vorfertigung: Eine aufwendige Nachbeschichtung vor Ort entfällt, was den Bauablauf erheblich beschleunigt. Dies erfordert jedoch ein hohes Maß an Präzision beim Handling und Einvibrieren, um die Schutzschicht nicht zu beschädigen. Dass bei dem Projekt keine Ausbesserungen an der Beschichtung notwendig waren, belegt die genaue Ausführung der maschinellen Montage durch das ausführende Spezialtiefbau-Unternehmen.

Ökologische Anforderungen im Bahnbau

Die Errichtung der Spundwand war aus baulichen und ökologischen Gründen erforderlich. Da das Gewässer eines angrenzenden Biotops direkt neben dem neuen Gleis 1 liegt, war die Anlage einer konventionellen Böschung nicht möglich. Die Spundwand mit einem Kopfbalken aus Beton und aufgesetztem Geländer dient hier als platzsparende Stützwand und trennt die baulichen Anlagen klar vom Gewässer.

Der Einbau der Doppelbohlen erfolgte mit hochfrequent arbeitender, erschütterungsarmer Maschinentechnik. Die teilbeschichteten Bohlen wurden dabei mit Sorgfalt behandelt, sodass nach Abschluss der Arbeiten keine Nachbeschichtung notwendig war. | Foto: Heisig Spezialtief- und Wasserbau GmbH
Der Einbau der Doppelbohlen erfolgte mit hochfrequent arbeitender, erschütterungsarmer Maschinentechnik. Die teilbeschichteten Bohlen wurden dabei mit Sorgfalt behandelt, sodass nach Abschluss der Arbeiten keine Nachbeschichtung notwendig war. | Foto: Heisig Spezialtief- und Wasserbau GmbH

Um das Biotop während der vierwöchigen Bauzeit zu schonen, kamen hochfrequente, erschütterungsarme Maschinen zum Einsatz, die mit Bio-Öl betrieben wurden. Temporäre Baggermatratzen dienten als Baustraße, um die Lasten optimal zu verteilen und einer Verdichtung des Bodengefüges vorzubeugen.

Das Projekt Wunderline

Der komplett neu errichtete Haltepunkt Ihrhove ist Teil der Modernisierung der sogenannten Wunderline – der 173 Kilometer langen Bahnverbindung zwischen Bremen und Groningen.

Die Teilbeschichtung wird mittels Spritzpistole gleichmäßig aufgetragen. | Foto: Terra Infrastructure GmbH
Die Teilbeschichtung wird mittels Spritzpistole gleichmäßig aufgetragen. | Foto: Terra Infrastructure GmbH

Da der ursprüngliche Bahnhof aus den 1970er Jahren abgerissen wurde, erfolgt der Neubau an einem versetzten Standort. Dieser ermöglicht den Bau von zwei 120 Meter langen Außenbahnstecken, die aktuellen Anforderungen an die Barrierefreiheit entsprechen.

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