Gerüstbau
Großes Kino: Dachanhebung bei laufendem Betrieb

Für den Ausbau eines Kinosaals in Neu-Ulm musste das Bestandsgebäude um fast sechs Meter aufgestockt werden. Da der Betrieb in den Nachbarsälen weiterlief und der Bau witterungsabhängig war, setzte das Gerüstbau-Unternehmen Dullenkopf auf ein verfahrbares Wetterschutzdach samt freitragender Überbrückung.
Das Dietrich-Theater in Neu-Ulm modernisierte im zweiten Halbjahr 2025 einen seiner elf Kinosäle zu einem Imax-Format mit einer 240 Quadratmeter großen Leinwand. Um die neue Projektions- und Tontechnik aufnehmen zu können, war eine Gebäudeaufstockung mit einhergehender Dachanhebung um sechs Meter zwingend erforderlich.
Die bauliche Herausforderung bestand darin, die Eingriffe an der Substanz durchzuführen, während der reguläre Kinobetrieb in den anderen Sälen ungestört weiterlief. Mit der Einrüstung und dem Witterungsschutz beauftragte der Bauherr die regionale Gerüstbau Dullenkopf GmbH & Co. KG aus Senden.

Anforderungen an Gerüst und Wetterschutz
Das Pflichtenheft für den Gerüstbau sah vor, dass das Gebäude während der Eingriffe durch ein temporäres Wetterschutzdach abgeschirmt wird. Da großformatige Stahlträger der bestehenden Dachkonstruktion per Kran ausgehoben und zeitgleich neues Baumaterial eingehoben werden mussten, durfte das Dach die vertikale Logistik nicht blockieren.
Zudem war eine klassische Gerüstverankerung an der Außenfassade statisch nicht möglich. Eine weitere Erschwerung ergab sich aus den Dachflächen der angrenzenden Gebäude, die durch den Gerüstaufbau gar nicht oder nur mit sehr geringen Lasten beaufschlagt werden durften.

Verfahrbares Wetterschutzdach und Freispannung
Um diese Vorgaben zu erfüllen, konzipierten die Gerüstbauer ein verfahrbar ausgebildetes Wetterschutzdach auf Basis des „Peri Up“-Systems mit einer Spannweite von 25 Metern. Durch das Schienensystem ließen sich einzelne Dachsegmente für den Kraneinsatz beim Materialtransport schnell öffnen und wieder schließen. Die Auflagerung der Dachkonstruktion erfolgte auf einem Gerüst, das durch eine räumliche Verbreiterung an der Außenseite und den Einsatz von Ballastgewichten weitestgehend freistehend aufgebaut wurde, um die fehlenden Fassadenverankerungen zu kompensieren.

An der Nordseite des Gebäudes musste das Team zudem einen direkt angrenzenden Anbau komplett überbrücken, da dessen Tragfähigkeit für Gerüstlasten nicht nachgewiesen war. Die Dullenkopf-Monteure lösten dies mit einer tragfähigen Fachwerkkonstruktion, die den Anbau auf einer Länge von 22 Metern frei überspannte. Diese Konstruktion wurde mit Bauteilen des „Variokit“-Ingenieurbaukastens von Peri ausgeführt. Das metrische Systemmaß des Ingenieurbaukastens ermöglichte dabei eine direkte und kompatible Anbindung an das Grundraster des eigentlichen Arbeits- und Schutzgerüsts.
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