Schumacher Quartier
Degewo errichtet erste Holzhybrid-Wohnungen in Berlin Tegel

Auf dem ehemaligen Rollfeld des Flughafens Tegel rollen die Bagger an. Mit dem ersten Spatenstich der Wohnungsbaugesellschaft Degewo startet die bauliche Umsetzung des Schumacher Quartiers. Auf den ersten Baufeldern entstehen 327 Wohnungen in serieller Holzhybridbauweise, eine Kita sowie mehrere Gewerbeeinheiten.

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Das Schumacher Quartier auf dem einstigen Flughafengelände Tegel gehört zu den größten städtischen Erschließungsvorhaben in Deutschland. Auf einer Gesamtfläche von rund 46 Hektar sollen schrittweise mehr als 5.000 Wohnungen für über 10.000 Bewohner entstehen. Das städtebauliche Konzept sieht neben dem Wohnraum auch fünf Kindertagesstätten, eine Grundschule, eine Gemeinschaftsschule sowie großzügige öffentliche Grün- und Freiflächen vor.
Startschuss für den bezahlbaren Wohnraum
„Mit dem Schumacher Quartier schaffen wir dringend benötigten Wohnraum für Berlinerinnen und Berliner und setzen gleichzeitig Maßstäbe für nachhaltiges und klimagerechtes Bauen. Die ersten degewo-Gebäude verbinden bezahlbares Wohnen, innovative Bauweisen und eine hohe Lebensqualität in einem zukunftsweisenden Stadtquartier“, erklärt Degewo-Vorstandsmitglied Pascal Atzert zum Projektstart auf den Baufeldern 12 und 28. Die Hälfte der ersten 327 Wohnungen wird mit staatlichen Mitteln öffentlich gefördert, um bezahlbare Mieten im neuen Quartier sicherzustellen. Die Realisierung der ersten beiden Baufelder übernimmt als Generalübernehmer die B&O-Gruppe.
Serieller Holzhybridbau mindert CO2-Ausstoß
Aus bautechnischer Sicht setzt das Projekt auf den nachwachsenden Rohstoff Holz. Die neuen Wohngebäude entstehen in einer modernen Holzhybridbauweise, bei der ein hoher Holzanteil in der tragenden Struktur des Baukörpers verbaut wird. Diese Bauweise reduziert das Eigengewicht der Gebäude, beschleunigt durch die industrielle Vorfertigung der Wandmodule die Montagezeiten auf der Baustelle und bindet langfristig CO2 im verbauten Holz.
Schwammstadt-Konzept gegen Starkregen
Die gesamte Infrastruktur des Schumacher Quartiers soll nach dem Prinzip der Schwammstadt konzipiert werden. Regenwasser wird nicht in die Kanalisation abgeleitet, sondern lokal in Gräben, Rigolen und begrünten Dachflächen zwischengespeichert und zur Verdunstung gebracht. Dies kühlt das lokale Mikroklima und entlastet das städtische Entwässerungsnetz bei extremen Starkregenereignissen. Die Wärmeversorgung erfolgt emissionsarm über ein neuartiges Niedrigtemperaturnetz (LowEx-Netz).
Fertigstellung Ende 2028 vorgesehen
Die städtische Neuentwicklung steht in engem Austausch mit dem direkt angrenzenden ehemaligen Abfertigungsbereich des Flughafens Tegel. „Die bauliche Entwicklung im Schumacher Quartier und in der Urban Tech Republic schreitet nun parallel voran. Damit wird auf dem Gelände Schritt für Schritt sichtbar, wie aus dem ehemaligen Flughafen ein neues Wohnquartier und ein Innovationsstandort entstehen“, so Frank Wolters, Geschäftsführer der Berlin TXL Management GmbH. Die Fertigstellung der ersten Degewo-Wohngebäude ist für Ende 2028 geplant, die ersten Mieter sollen ab Anfang 2029 einziehen.
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