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Klimaresilientes Bauen: Lösungen für hitzefeste Städte

Klimaresilientes Bauen: Lösungen für hitzefeste Städte
Steigende Hitze fordert Städte heraus. Der Baukonzern Porr zeigt Lösungen durch thermische Sanierung, Geothermie und Gebäudebegrünung auf. | Foto: Porr AG

Steigende Temperaturen erfordern bauliche Anpassungen in der Stadtplanung. Das europäische Klimarisiko-Assessment unterstreicht den Handlungsbedarf für Ballungsräume. Der Baukonzern Porr reagiert darauf mit einem Maßnahmenpaket aus thermischer Sanierung, Geothermie und Gebäudebegrünung zur nachhaltigen Hitzeminderung in Städten.


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Die Zunahme extremer Hitzeperioden stellt europäische Ballungsräume vor wachsende infrastrukturelle Herausforderungen. Für Bauunternehmen, Planer und ausschreibende Stellen werden Maßnahmen zur Klimaanpassung zunehmend zu einem zentralen Geschäftsfeld. Die österreichische Porr Group bündelt hierfür technologische und bauliche Strategien, die darauf abzielen, das städtische Mikroklima zu verbessern und den Energiebedarf von Gebäuden zu senken. Der fachliche Nutzwert liegt in der Kombination etablierter Verfahren, die synergetisch wirken: bauliche Isolierung, alternative Temperierung und natürliche Verdunstungskühlung.

Thermische Sanierung und passive Kühlung

Ein wesentlicher Hebel für klimaresilientes Bauen ist die thermische Sanierung des Bestands. Durch moderne Dämmverfahren und angepasste Gebäudetechnik wird nicht nur der Heizbedarf im Winter gesenkt, sondern auch das Raumklima im Sommer reguliert. Dies reduziert die Notwendigkeit energieintensiver und abwärmeproduzierender Klimatisierung. Ein Referenzprojekt für diese Methodik ist die 2024 abgeschlossene Revitalisierung eines Wohnhauses in der Wiener Rummelhardtgasse, die von der DGNB und der ÖGNI für nachhaltige Sanierung zertifiziert wurde.

Geothermie im Hochbau

Im Bereich der Gebäudetemperierung gewinnt die oberflächennahe Geothermie im Hochbau an Bedeutung. Erdwärmeanlagen nutzen den Baugrund als saisonalen Speicher. Im Sommer kann das System zur passiven Kühlung herangezogen werden, was den Strombedarf von Quartieren drastisch minimiert. Porr verzeichnete 2024 die Errichtung von über 1.200 Tiefensonden an rund 200 Standorten mit einer Spitzenleistung von 9 Megawatt. Projekte wie das AUVA Rehazentrum Wien Meidling (300 Sonden) und das Leopoldquartier Wien (knapp 200 Sonden) zeigen die Skalierbarkeit dieser Technik für urbane Großprojekte.

Gebäudebegrünung und Schwammstadt-Konzepte

Ergänzt werden die gebäudetechnischen Maßnahmen durch Elemente der Schwammstadt-Konzepte. Gründächer und entsiegelte Flächen reduzieren die Wärmespeicherung von Betonkörpern und kühlen die Umgebung durch Evapotranspiration. Beim Bildungscampus Berresgasse in Wien stattete das Unternehmen die Turnhalle mit einem begrünten Warmdach aus. Im polnischen Polana Jakuszycka wurde ein Sportzentrum mit vollständig begrünten Dachflächen realisiert. Dort werden baulich etwa 50 Prozent des Niederschlagswassers zurückgehalten, während die Bepflanzung zur Schadstoffbindung und Erhöhung der lokalen Luftfeuchtigkeit beiträgt.

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Hintergrund: EU-Vorgaben fordern Anpassung

Treiber dieser Marktentwicklung sind strengere Vorgaben auf europäischer Ebene. Das 2024 veröffentlichte European Climate Risk Assessment (EUCRA) der Europäischen Umweltagentur mahnt eine beschleunigte Anpassung an Klimarisiken an. Investitionen in den Umbau städtischer Infrastrukturen, entsiegelte Flächen und Wasser-Konzepte bilden somit ein langfristiges Handlungsfeld für die gesamte Baubranche.

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