Abdichtung mit FPD
Das ändert sich jetzt in der DIN 18533

Die DIN 18533 zur Bauwerksabdichtung wurde um flexible polymermodifizierte Dickbeschichtungen (FPD) erweitert. Zweikomponentige Systeme sind nun auch bei drückendem Wasser normativ verankert. Dies erspart Planungsbüros aufwendige Sondervereinbarungen und schafft Rechtssicherheit für das gesamte Baugewerbe.

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Die Anpassung der Teile 1 und 3 der DIN 18533 etabliert die FPD als offiziell anerkannte Abdichtungsbauart neben Bitumen und bahnenförmigen Materialien. Die Vorgaben orientieren sich dabei wie gewohnt an den Wasserbeanspruchungsklassen W1-E bis W4-E. Eine wesentliche bautechnische Neuerung betrifft den Einsatz bei drückendem Wasser: Hier dürfen zweikomponentige FPD künftig ohne gesonderte Vereinbarung verbaut werden.
Für einkomponentige Systeme beschränkt die Norm den Einsatz weiterhin auf Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser. Zudem macht die Richtlinie bei Druckwasser nun den Einbau einer Verstärkungseinlage zwingend erforderlich – ein Verfahren, das in der Praxis ohnehin von Herstellern wie Saint-Gobain Weber seit Längerem empfohlen wird. Ferner wurden die Riss- und Rissüberbrückungsklassen in der neuen Fassung übersichtlich zusammengeführt.
Rechtssicherheit und bautechnische Vorteile
Die normative Einbindung der FPD-Abdichtung beseitigt eine formale Hürde im Bauablauf: Bisher war beim Einsatz dieser Systeme eine explizite Hinweispflicht auf eine nicht normgerechte Bauweise erforderlich. Deren Wegfall reduziert den administrativen Aufwand für Planer und Bauträger und schützt das Fachhandwerk rechtlich ab. Bautechnisch bietet das Material durch kurze Abbindezeiten Vorteile. Da FPD überstreich- und überputzbar sind, entfallen bisher notwendige Materialwechsel in Übergangsbereichen – was besonders bei der Gebäudeabdichtung im Sockelbereich oder an bodentiefen Fenstern die Ausführung beschleunigt.
Relevanz für die Sanierung und Kellerabdichtung
Bei Arbeiten im Bestand erweisen sich die Beschichtungen aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit als baulicher Problemlöser. Neben objektspezifischen Sonderlösungen eignen sich die Systeme auch für die von innen ausgeführte Kellerabdichtung in der Sanierung.

Als etablierte Produktlösungen für diese Anschlüsse führt die Industrie unter anderem bitumenfreie Varianten wie Weber.tec Superflex D 24 oder Weber Baseguard. Flankierend zur Norm-Erweiterung wurde inzwischen auch das WTA-Merkblatt 4-6 zur nachträglichen Abdichtung erdberührter Bauteile entsprechend aktualisiert.
Praxisorientierte Weiterbildung
Um die baupraktischen Auswirkungen der überarbeiteten DIN 18533 auf den Baustellenalltag zu vermitteln, bietet die Weber-Anwendungstechnik kostenfreie Online-Seminare an. Termine finden am 15. Juni und am 30. Juni 2026 statt.
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