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Regenwassermanagement/

Regenwassernutzung & Rückhaltung: Parallele Rigolen für Gewerbebauten

Regen sammeln und nutzen

Zwei Rigolen, gleicher Standort, unterschiedliche Funktionen

02.11.2026, 16:16
HAMM
Regenwassernutzung & Rückhaltung: Parallele Rigolen für Gewerbebauten
Für die Regennutzungsanlage werden die D-Raintank 3000-Elemente 2,5-lagig eingesetzt: zwei Lagen der herkömmlichen Elemente à 60 cm Höhe und eine Lage der D-Raintank 3000 smallbox-Elemente mit einer geringeren Bauhöhe von 33 cm. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Die Genossenschaft BAGeno Raiffeisen eG hat am Standort Bad Mergentheim-Markelsheim (Main-Tauber-Kreis) ihr Werkstattgebäude erweitert und eine Waschhalle für Maschinen und Fuhrpark sowie eine Maschinenhalle neu gebaut. Die Baugenehmigung sah eine gedrosselte Einleitung des Oberflächenwassers vor. Daher wurde ein Entwässerungskonzept erarbeitet, welches letztendlich über eine Regenrückhaltung hinausgeht.

Neben dem obligatorischen, 115 m3 fassenden Retentionskörper mit gedrosseltem Abfluss entschied sich die BAGeno zusätzlich für eine Speicherrigole, die eine spätere Entnahme des Niederschlagswassers ermöglicht. „Wir haben uns mit der separaten, 110 m3 großen Regenwassernutzungsanlage für eine zukunftsweisende Lösung entschieden. Das hier gespeicherte Niederschlagswasser setzen wir als Waschwasser in der neuen Waschanlage ein“, erklärt BAGeno-Geschäftsführer Manuel Schülein. Damit sei der Betrieb der Waschanlange auch während langanhaltender Trockenzeiten möglich.

Die guten Erfahrungen, die das Planungsbüro bereits bei vorangegangenen Projekten mit der Funke Kunststoffe GmbH gesammelt hatte, gaben den Ausschlag dafür, dass auch diesmal wieder Produkte des Kunststoffherstellers aus Hamm zum Zuge kamen. Für die 33 m lange und 6 m breite Retentionsanlage wurden D-Raintank 3000-Elemente einlagig eingebaut, was einer Bauhöhe von 0,6 m entspricht. Hier bestimmten die aus dem bestehenden Kanal resultierenden Zwangspunkte die Höhe der Rigole, zumal auch noch die bei SLW 60-Flächen erforderliche Überdeckung von 80 cm eingehalten werden musste.

Zwei parallel angeordnete D-Raintank 3000-Anlagen: Die Regenwassernutzungsanlage ist auf dem Bild bereits abschließend mit grauem Vliesstoff ummantelt, während die Rückhalterigole erst noch mit Vlies, Kunststoffdichtungsbahnen und einer weiteren Lage Vlies umhüllt werden muss. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Zwei parallel angeordnete D-Raintank 3000-Anlagen: Die Regenwassernutzungsanlage ist auf dem Bild bereits abschließend mit grauem Vliesstoff ummantelt, während die Rückhalterigole erst noch mit Vlies, Kunststoffdichtungsbahnen und einer weiteren Lage Vlies umhüllt werden muss. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Individuell angepasste Rigolengröße

„Bei der Regennutzungsanlage, die ja für die Speicherung angelegt wurde, bestanden die Zwangspunkte als Bedingung nicht. Daher konnte sie mit 1,53 m deutlich höher geplant werden. Ein großer Vorteil war, dass wir hier dank der von Funke angebotenen D-Raintank 3000 smallbox Spielraum hatten. Wir haben zwei Lagen der herkömmlichen D-Raintank 3000-Elemente à 0,6 m Höhe mit einer Lage der 0,33 m hohen smallbox-Elemente kombiniert“, erläutert Planer Senid Čakrama von der Walter Ingenieure GmbH. Der 2,5-lagige Einbau sei für die Gegebenheiten ein guter Kompromiss, denn auf diese Weise betrage die Überdeckung der 30 m langen und 2,40 m breiten Regennutzungsanlage immer noch rund 1,0 m. Funke-Fachberater Ralf Weber betont: „Genauso wie die D-Raintank 3000-Elemente ist auch die Konstruktion der niedrigeren D-Raintank 3000 smallbox-Elemente statisch optimiert. Das aus dem robusten Werkstoff PVC-U bestehende Produkt ist darauf ausgelegt, mit der erforderlichen Überdeckung Verkehrsbelastungen von SLW 60 standzuhalten.“

Rückhaltung von Feststoffen

In beiden D-Raintank 3000-Anlagen wurde jeweils ein DRT-Funktionsblock eingebaut. Dieser ist beliebig positionierbar. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
In beiden D-Raintank 3000-Anlagen wurde jeweils ein DRT-Funktionsblock eingebaut. Dieser ist beliebig positionierbar. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Sowohl der mit Spülrohren ausgestatteten Retentions- als auch der Regennutzungsanlage sind jeweils zwei Reinigungsschächte vorgeschaltet. Sie tragen dazu bei, dass Feststoffe aus den zugeführten Niederschlagsabflüssen zurückgehalten werden. Außerdem wurden beide Rigolenkörper jeweils mit einem DRT-Funktionsblock versehen. Bei der Regennutzungsanlage kam eine 2,5-lagige Ausführung mit integrierter Edelstahlleiter für einen einfachen Einstieg zum Einsatz, während der DRT-Funktionsblock bei der Regenrückhalterigole einlagig eingebaut wurde. Bei letzterem sorgt ein integriertes Drosselelement dafür, dass der Abfluss in das Kanalnetz auf 10 l/s begrenzt wird.

Umhüllt wurden die D-Raintank 3000-Anlagen mit einem Filtervlies, verschweißten Kunststoffdichtungsbahnen und einer weiteren Lage Filtervlies. Diese dreilagige Montage schützt die Anlagen vor Beschädigungen beim Verfüllen der Baugrube.

Regenwasser-Produkte aus einer Hand

Sollte die Regennutzungsanlage einmal einen zu niedrigen Wasserstand aufweisen, kann die Füllmenge über einen Nachfüllschacht erhöht werden. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Sollte die Regennutzungsanlage einmal einen zu niedrigen Wasserstand aufweisen, kann die Füllmenge über einen Nachfüllschacht erhöht werden. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Um das Niederschlagswasser in der Waschanlage nutzen zu können, lieferte Funke einen Pumpenschacht DN 1000. Außerdem wurde ein Nachfüllschacht von Funke eingebaut. Hierüber kann der Wasserstand in der Regennutzungsanlage bei Bedarf erhöht werden.

Mit dem Ablauf des Projekts ist Planer Čakrama zufrieden. „Die Zusammenarbeit mit Funke hat sehr gut funktioniert. Auch, dass alles aus einer Hand kommt und wir das gesamte Projekt mit den Produkten einer Firma abwickeln konnten, war perfekt.“

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