7. D.A.CH-Tagung
Erster Innovationspreis Flüssigboden verliehen

Auf der 7. D.A.CH-Tagung Flüssigboden am 10. September 2026 in der HTW Dresden diskutierten über 150 Experten aus der D.A.CH-Region sowie Litauen und Dänemark über innovativen Bauweisen mit Flüssigboden. Neben praxiserprobten Einsatzmöglichkeiten im urbanen Raum stand erstmals ein KI-gestütztes Verfahren zur automatisierten Rezepturentwicklung im Fokus, das mit dem neu geschaffenen Innovationspreis ausgezeichnet wurde.

Regenwasserbewirtschaftung mit dem AquaFlowManager planen
Der AquaFlowManager von Funke unterstützt die Planung der Regenwasserbewirtschaftung von der Bemessung bis zur Produktauswahl.
In Zeiten von Nachhaltigkeitsanforderungen, Klimawandel, abnehmenden Deponie- und Transportkapazitäten sowie der Ersatzbaustoffverordnung wächst das Interesse an innovativen Bauweisen mit Flüssigboden und einer Wiederverwendung von Bodenaushub. Das Flüssigbodenverfahren ermöglicht es, vor Ort anfallenden Bodenaushub direkt aufzubereiten und als Verfüllmaterial wiederzuverwenden. Auf der Tagung wurden Anwendungsbeispiele und Erfahrungen von Auftraggebern in Kommunen präsentiert sowie Untersuchungen zu geotechnischen Parametern und gesetzliche Vorgaben im Bereich Umweltschutz diskutiert.
KI-Rezeptur für Flüssigboden: Auszeichnung für automatisierte Baustoffoptimierung

Ein zentrales Highlight der Tagung war die erstmalige Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten „RAL GZ 507 – Innovationspreis FB“ der RAL Gütegemeinschaft Flüssigboden. Die Auszeichnung ging an Max Ammberger und Karl Märcz (OTH Regensburg) für ihre Masterarbeit zur KI-gestützten Erstellung von Rezepturen für Flüssigboden. Die Automatisierung der Materialzusammensetzung erleichtert die zielsichere Aufbereitung unterschiedlicher Aushubböden und garantiert eine gleichbleibende Materialqualität auf der Baustelle.

Effizienter Leitungsbau im urbanen Raum und aktuelle Forschungsprojekte
In eng bebauten Bereichen bietet zeitweise fließfähiger Boden entscheidende Leistungsvorteile: Die selbstverdichtende Masse füllt Gräben und Hohlräume lückenlos ohne mechanische Verdichtung aus und verfestigt sich anschließend volumenkonstant.
An der HTW Dresden wird die die Nutzung von Flüssigboden derzeit in den Forschungsprojekten „Gruwas“ und „Kliwoda“ geprüft. Ziel ist der Bau kostengünstiger Löschwasserspeicher in Waldgebieten sowie die Errichtung unterirdischer Filteranlagen zur Straßenabwasserreinigung. Die Sohlen und Wandungen der Speicher und Filter sollen mit 30 cm dicken Wänden aus Flüssigboden hergestellt werden und eine Wasserdurchlässigkeit von nur 1x10-9 m/s haben.

Weitere Infos zu dem Thema Flüssigboden und zur D.A.CH-Tagung unter www.ral-gg-fluessigboden.de
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