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Akku statt Netz: Pumpen im Praxistest

Die Stromversorgung von Wasserpumpen erfolgt auf Baustellen meist über Netzanschluss oder Generatoren mit Verbrennungsmotor. Aufgrund des zunehmenden Fokus auf Emissionen, Lärmschutz und höhere Flexibilität rücken nun jedoch mobile Batteriespeicher als Alternative ins Blickfeld, zumal sich hier technische Fortschritte ergeben haben.

Akku-Betrieb für Schmutz- und Abwasserpumpen: Praxistest mit mobilen Batteriespeichern
Schmutzwasserpumpe Tsurumi LB480 mit Instagrid-Akku: extrem flexibel und ebenso stark wie am Netz. | Foto: Tsurumi

Im Versuch des Pumpenherstellers Tsurumi kamen zwei typische Aggregate zum Einsatz: die einphasige LB480-Entwässerungspumpe und die dreiphasige Schwerlastpumpe KTV3-55, das größte Modell in der weitverbreiteten Baureihe von Tsurumi. Die LB480 gehört zu den kompakten Serien und ist für 230 V ausgelegt, während die stärkere KTV3-55 mit 400 V läuft. Tauchmotorpumpen dieser Klassen werden üblicherweise zur Entwässerung auf Baustellen, im Tiefbau oder vielfältig im öffentlichen Raum eingesetzt. Sie sind für die unbeaufsichtigte Förderung von Medien mit signifikanten Feststoffanteilen unter Dauerlast ausgelegt.

Praxistest für Entwässerungspumpen mit Batteriebetrieb

Technisch entscheidend für den Batteriebetrieb ist die Leistungsaufnahme beim Start sowie im Dauerbetrieb. Typische Entwässerungspumpen mit einer Motorleistung von 0,48 kW bis über 5 kW erfordern eine stabile Wechselstromversorgung mit hohen Anlaufströmen. Bislang konnte diese netzunabhängig nur durch hochwertige Generatoren zuverlässig bereitgestellt werden. Moderne Akkusysteme können diese Lastspitzen inzwischen jedoch abdecken.

Als Energielieferant kam ein mobiler Batteriespeicher des Unternehmens Instagrid zum Einsatz. Dieser ist als tragbare, netzunabhängige Stromversorgung konzipiert. Beide Pumpen wurden direkt angeschlossen und unter realistischen Entwässerungsbedingungen betrieben. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die kompakte LB480 als auch die leistungsstärkere KTV3-55 jeweils durchschnittlich rund 40.000 Liter Wasser mit einer einzigen Akkuladung fördern konnten. Die KTV bewegte sogar 44 Kubikmeter in weniger als 50 Minuten.

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Für Betreiber ergibt sich daraus eine echte Alternative zum Netzanschluss. Die verwendeten mobilen Stromspeicher der Typen „Go” und „Link Max” sind laut Hersteller speziell dafür ausgelegt, energieintensive Elektrowerkzeuge und Baugeräte ohne Spannungseinbruch zu betreiben. Dies ist insbesondere beim Startverhalten von Pumpen mit induktiven Motoren von Bedeutung. Der Test zeigt aus technischer Sicht vor allem, dass selbst starke Pumpen mit hoher Förderleistung im Dauerbetrieb zuverlässig an mobilen Batteriesystemen betrieben werden können, ohne dass es zu Einbußen bei der Fördermenge oder der Betriebssicherheit kommt.

Akku-Pumpen: Vorteile für Betreiber

Die Kombination aus Tsurumi-Pumpen und Instagrid-Akkus ermöglicht einen emissionsfreien und geräuscharmen Betrieb. Dies kann einen entscheidenden Vorteil bei innerstädtischen Baustellen, Notentwässerungen oder Projekten in lärmsensiblen Bereichen darstellen. Es entfallen die besonderen Vorkehrungen für Wasserschutzgebiete und es wird Energie eingespart, da kein Bereitschaftsstrom erzeugt werden muss. Diese nachhaltige Lösung vereinfacht auch den logistischen Aufwand erheblich: Pumpe, Akku, Schlauch – mehr wird nicht benötigt. Kombiniert man das Ganze dann noch mit dem „smarten“ Steuer- und Kontrollsystem des Herstellers („Tsurumi Connect“), mit dem auch Fremdfabrikate funktionieren, verfügen Anwender über ein Pumpensystem auf höchstem Stand der Technik.

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Quelle: Tsurumi


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