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LGS Oberhessen 2027: August Fichter baut klimaresistenten Park in Büdingen

LGS Oberhessen 2027: August Fichter baut klimaresistenten Park in Büdingen
rund 10.000 Quadratmeter große Areal eines ehemaligen Sportplatzes in zentraler Lage von Büdingen durchläuft eine bemerkenswerte Metamorphose | Foto: August Fichter

Wo jahrzehntelang Bälle rollten, Stollenschuhe den Rasen pflügten und Sportler um Punkte kämpften, prägt heute schweres Baugerät das Bild. Das rund 10.000 Quadratmeter große Areal eines ehemaligen Sportplatzes in zentraler Lage von Büdingen durchläuft eine bemerkenswerte Metamorphose: Hier entsteht das Herzstück der Interkommunalen Landesgartenschau Oberhessen 2027. Für die landschaftsgärtnerische und tiefbautechnische Transformation des traditionsreichen Geländes zeichnet die August Fichter GmbH GaLaBau, Straßenbau, Sportstättenbau & Co. KG verantwortlich.


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Das Gelände bot als Sportplatzareal zwar eine großzügige, zusammenhängende Fläche, verlangte den Planern und Ausführenden im GaLaBau jedoch einen grundlegenden baulichen Systemwechsel ab. Die stark verdichteten Erdschichten des Altbestands mussten aufgebrochen, neu profiliert und für eine völlig neue Nutzung vorbereitet werden.

Die Dimensionen der 10.000 Quadratmeter großen Gesamtfläche teilen sich in zwei klar definierte Bereiche: Auf exakt 4.000 Quadratmetern entstehen moderne befestigte Flächen – von hoch belastbaren Flanier- und Erschließungswegen über Terrassen bis hin zu atmosphärischen Aufenthaltszonen. Demgegenüber stehen stolze 6.000 Quadratmeter naturnahe und artenreiche Grünflächen, die künftig als Erholungsraum, mikroklimatische Ausgleichsfläche und Retentionsraum dienen.

Der zeitliche Rahmen für diese städtebauliche Neuausrichtung ist straff kalkuliert: Die Bauarbeiten begannen im November 2025 und laufen planmäßig bis zum Dezember 2026. Nach der baulichen Fertigstellung zum Jahresende 2026 verbleibt den Pflanzungen, Stauden und Rasenflächen die nötige Vegetationsruhe, bevor im April 2027 die feierliche Eröffnung der Landesgartenschau gefeiert wird.

GaLaBau mit schwerem Gerät: 36-Tonnen-Kettenbagger im Erdbau-Einsatz

Das Gelände bot als Sportplatzareal zwar eine großzügige, zusammenhängende Fläche, verlangte den Planern und Ausführenden im GaLaBau jedoch einen grundlegenden baulichen Systemwechsel ab. | Foto: August Fichter
Das Gelände bot als Sportplatzareal zwar eine großzügige, zusammenhängende Fläche, verlangte den Planern und Ausführenden im GaLaBau jedoch einen grundlegenden baulichen Systemwechsel ab. | Foto: August Fichter

Wer die Baustelle betritt, spürt sofort die Wucht der Erdbewegungen. Ein Projekt dieser Größenordnung lässt sich nicht allein mit Minibaggern und Pritschenwagen realisieren. August Fichter hat für die massiven Profilierungs- und Aushubarbeiten schwere Geschütze aufgefahren: Ein imposanter 36-Tonnen-Kettenbagger fungiert als das logistische Kraftzentrum auf dem Areal. Mit gewaltiger Reißkraft löst er tiefe Erdschichten, modelliert Geländetopografien und hebt die großvolumigen Rigolen- und Retentionsmulden aus.

Ergänzt wird das Kraftpaket durch einen agilen 20-Tonnen-Mobilbagger, der dank seiner Bereifung und Wendigkeit flexibel zwischen den Bauabschnitten pendelt, Schottertragschichten verteilt und für präzise Böschungsarbeiten eingesetzt wird. Für den raschen Umschlag von Boden-, Sand- und Mineralgemischen sorgt zudem ein schwerer Radlader mit einem Schaufelfassungsvermögen von 3,5 Kubikmetern. Wenn er anrollt, werden selbst riesige Materialdepots binnen kürzester Zeit bewegt und verfüllt.

„Ein ehemaliger Sportplatz bedeutet vor allem: hochverdichtete Untergründe, alte Dränageschichten und beträchtliche Erdmassen, die wir bewegen und neu strukturieren müssen“, erklärt Nils Schumacher, verantwortlicher Bauleiter bei August Fichter. „Mit unserem 36-Tonnen-Kettenbagger und dem 3,5-Kubikmeter-Radlader haben wir die nötige Schlagkraft, um auch in feuchteren Witterungsphasen wirtschaftlich und terminsicher voranzukommen. Ohne ein solches Maschinengewicht wären die geforderten Massenbewegungen in dem engen Zeitfenster kaum darstellbar.“

Wer ist August Fichter GmbH & Co. KG

Gegründet im Jahr 1920 von August Fichter, blickt das Unternehmen auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Was einst als klassischer Betrieb im Erwerbsgartenbau begann, hat sich über vier Generationen hinweg zu einer vielseitigen Unternehmensgruppe im Bauwesen entwickelt. Ein entscheidender Meilenstein auf diesem Weg war die Ära unter der Leitung von Max und Franz Fichter: Mit der Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft im Jahr 1945 weitete sich das Portfolio erfolgreich auf den Tief- und Hochbau aus. Seit 1988 hat sich August Fichter auf die Bereiche Garten- und Landschaftsbau sowie Rohrleitungsbau, Anlagenbau, Tiefbau spezialisiert.

Gesteuert und koordiniert wird diese geballte Maschinenpower von einer Stammbesetzung, die absolute Verlässlichkeit garantiert: Im Schnitt sind zehn gewerbliche Arbeitskräfte von August Fichter permanent vor Ort tätig. Hinzu kommen auf organisatorischer Ebene die Bauleitung sowie die Projektabrechnung.

Klimaresistente Freiraumplanung: Schwammstadt-Konzept und Regenwasser-Versickerung

Das Gelände | Foto: August Fichter
Das Gelände | Foto: August Fichter

Eine der zentralen Vorgaben für den neuen Stadtpark ist ökologischer Natur: Kein Tropfen Regenwasser soll ungenutzt in die städtische Kanalisation geleitet werden. Sämtliche anfallenden Niederschläge müssen vollständig auf dem Areal versickern, gespeichert und verdunstet werden. Damit verwandelt Fichter das ehemalige Sportgelände in ein Vorzeigebeispiel moderner klimaresilienter Freiraumplanung.

Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, wurden auf den 4.000 Quadratmetern befestigter Flächen spezielle versickerungsaktive Pflastersysteme mit vergrößerten Fugenräumen und hochdurchlässigen Pflasterbettungen eingeplant. Das anfallende Oberflächenwasser wird gezielt über ein fein austariertes Gefälle in die angrenzenden 6.000 Quadratmeter Grünflächen geleitet. Dort fungieren tief gegründete Regengärten, offene Vegetationsmulden und unterirdische Rigolen als natürliche Wasserspeicher.

„Das Credo lautet: Null Einleitung in den städtischen Kanal – alles Wasser bleibt vor Ort und versickert direkt auf dem Grundstück“, unterstreicht Bauleiter Schumacher die ingenieurtechnische Herausforderung. „Das erfordert millimetergenaue Höhenarbeit sowohl beim Unterbau der befestigten Wege als auch bei der Schichtung der Filtersubstrate in den Grünflächen. Wir schaffen hier ein geschlossenes System: Das Wasser wird gereinigt, sickert in den Grundwasserkörper ein oder steht in Trockenzeiten den neu gepflanzten Bäumen und Gehölzen zur Verfügung. Das ist angewandter Hochwasserschutz und Hitzeschutz in einem.“

Ingenieurtiefbau in Büdingen: Stadtsofa und modernes Fontänenfeld entstehen

Die Baustelle soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein. | Foto: August Fichter
Die Baustelle soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein. | Foto: August Fichter

Neben dem Erdbau und dem Wassermanagement setzt das Projekt bauliche Akzente mit hohem gestalterischem Anspruch. Im Übergangsbereich zur Willi-Zinnkann-Halle entsteht das sogenannte Stadtsofa – eine aufwendig terrassierte Sitzstufenanlage aus massiven Betonfertigteilen, die millimetergenau gesetzt werden müssen. Sie dient künftig als Tribüne für Veranstaltungen, Treffpunkt für Bürger und Sonnenplatz mit Blick ins Grüne.

Auf dem künftigen Rathausvorplatz wiederum bildet ein modernes Fontänenfeld die optische Schnittstelle zwischen gebauter Umwelt und dem Park. Unter der Pflasteroberfläche verbergen sich aufwendige Wasser-, Pump- und Filtertechnik sowie Revisionsschächte, die nahtlos in die Belagsflächen integriert werden müssen.

Projekt-Steckbrief: Stadtpark Büdingen (LGS Oberhessen 2027)

Standort / Ursprung

Ehemaliges Sportplatzgelände, Kernstadt Büdingen

Gesamtfläche

10.000 m² (6.000 m² Grünflächen / 4.000 m² befestigte Flächen)

Bauzeitraum

November 2025 bis Dezember 2026 (14 Monate Bauzeit)

Offizielle Eröffnung

April 2027 (Start der Landesgartenschau Oberhessen)

Auftraggeber

Stadt Büdingen / LGS Oberhessen 2027 gGmbH

Ausführendes GaLaBau-Unternehmen

August Fichter GmbH GaLaBau, Straßenbau Sportstättenbau (Raunheim)

„Hier zeigt sich die ganze Bandbreite unseres Fachs“, berichtet Schumacher. „Auf der einen Seite bewegen wir mit dem 36-Tonner hunderte Kubikmeter Erdreich, auf der anderen Seite setzen wir am Stadtsofa und rund um das Fontänenfeld Fertigteile und Natursteine mit geringsten Toleranzen. Wenn hier zehn Mann parallel arbeiten – die einen am Pflaster, die anderen an der Geländemodellierung und den Zuleitungen –, muss die Rädchen-in-Rädchen-Logistik absolut stimmen.“

Bauzeitenplan im Blick: Fertigstellung bis Dezember 2026 für die LGS 2027

Die Taktung der Bauabschnitte ist minutiös durchgeplant | Foto: August Fichter
Die Taktung der Bauabschnitte ist minutiös durchgeplant | Foto: August Fichter

Die Taktung der Bauabschnitte ist minutiös durchgeplant: Nach dem intensiven Erdbau und der Verlegung der tiefen Entwässerungsleitungen im Winter und Frühjahr folgen über die Sommermonate 2026 die massiven Wegebau- und Pflasterarbeiten auf den 4.000 Quadratmetern Befestigungsfläche. Ab Herbst 2026 rückt die Vegetation in den Mittelpunkt: Großbaumverpflanzungen, das Setzen zehntausender Stauden und Sträucher sowie die Rasenansaat markieren den Endspurt der Bauphase.

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Pünktlich zum Dezember 2026 übergibt August Fichter die fertiggestellten Freianlagen an die Stadt Büdingen und die Gartenschaugesellschaft. Eine viermonatige Puffer- und Einwachsphase soll sicherstellen, dass sich die neu geschaffene Natur voll entfalten kann, bevor im April 2027 die Besucherströme aus ganz Hessen nach Büdingen strömen.

„Wenn man sieht, wie sich dieser einstige Sportplatz Schritt für Schritt in einen vielschichtigen, multifunktionalen Stadtpark wandelt, erfüllt einen das mit großem Stolz“, zieht Schumacher ein Zwischenfazit. „Wir bauen hier eine Anlage, die nicht nur während der Landesgartenschau glänzt, sondern den Bürgerinnen und Bürgern über Jahrzehnte hinweg einen robusten, ökologisch wertvollen Lebens- und Erholungsraum schenkt. Mit unserem Team und dem entsprechenden Maschineneinsatz sind wir genau auf Kurs, um die Baustelle bis Ende 2026 auf den Punkt abzuliefern.“

LGS Oberhessen 2027: August Fichter baut klimaresistenten Park in Büdingen: Weitere Bilder

Eine der zentralen Vorgaben für den neuen Stadtpark ist ökologischer Natur: Kein Tropfen Regenwasser soll ungenutzt in die städtische Kanalisation geleitet werden. | Foto: August Fichter
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